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06.10.23 09:15
Rentenmärkte belastet vom jüngsten FED-Entscheid

Oberursel (www.anleihencheck.de) - Die risikoaverse Stimmung an den Finanzmärkten, die durch den FED-Entscheid vom 20. September angeheizt worden war, hat die Entwicklung an den Rentenmärkten zuletzt beherrscht, so die Experten der ALTE LEIPZIGER Trust.

Die europäischen und US-amerikanischen Rentenmärkte seien von starken Verkäufen geprägt gewesen. Vor allem am US-Treasurymarkt habe der scharfe Dämpfer für Zinssenkungshoffnungen seitens der US-Notenbanker offenbar eine negative Eigendynamik ausgelöst, zumal eine Reihe von FED-Offiziellen im Nachgang der Sitzung ihre Präferenz für eine neuerliche Straffung der Geldpolitik bekräftigt hätten.

Für die europäische Wirtschaft bedeute die zusätzliche Zinserhöhung - der Einlagenzins liege nun bei 4,0% - in Euroland ein gewisses Risiko dahingehend, dass die erhoffte wirtschaftliche Erholung Anfang 2024 auch tatsächlich einsetzen und sich dann weiter fortsetzen werde.

Die Rendite 10-jähriger US-Staatstitel sei deutlich über die Marke von 4,50% gesprungen. Sie habe die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen mit nach oben auf ein neues Zyklushoch knapp unter 3% gezogen. Die von FED und Rentenmärkten ausgehende Warnung vor einer langanhaltenden Hochzinsphase laste massiv auf der Stimmung für risikobehaftete Anlagen.

Parallel hierzu habe der US-Dollar seinen Höhenflug fortgesetzt und zum Euro das höchste Niveau seit rund zehn Monaten erreicht. Die Dollar-Stärke sei offenbar Ausdruck einer relativen Stärke der US-Wirtschaft, die durch eine bis dato fortwährende Dominanz positiver Konjunkturüberraschungen zum Ausdruck komme. Zugleich befeuere wohl auch die steigende Risikoaversion die Nachfrage nach dem sicheren Hafen des US-Dollars. (Ausgabe Oktober 2023) (06.10.2023/alc/a/a)



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