Logo
NEWS - Allgemein
www.anleihencheck.de
11.07.23 10:45
Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihen auf Veolia und Waste Management - Aus Trash zu Cash - Anleihenanalyse

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel sind die Aktien von Veolia Environnement (ISIN FR0000124141 / WKN 501451) und Waste Management (ISIN US94106L1098 / WKN 893579) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Das Weltbevölkerungswachstum und der zunehmende Wohlstand würden zu Herausforderungen führen. Bedürfnisse müssten befriedigt werden, was zu einem Konsumanstieg führe. Als Konsequenz müsse der verursachte Abfall fachgerecht entsorgt werden, um die Auswirkungen auf Menschen und Umwelt zu minimieren. Das Thema Entsorgung und Wiederverwertung erfordere Lösungsansätze und eröffnet für spezialisierte Unternehmen Chancen.

In der Gesellschaft sei eine saubere Umgebung eine Selbstverständlichkeit, sei es in den eigenen vier Wänden, draußen in der Natur oder am Arbeitsplatz. Damit es so bleibe, müssten Abfälle weiterhin gesammelt, wiederverwertet und entsorgt werden.

Abfall bedrohe sowohl den Menschen als auch die Umwelt. Schädliche Stoffe könnten in den Körper gelangen und die Umwelt verschmutzen. Deshalb sei es essenziell, dass Abfälle fachgerecht entsorgt, gelagert und weiterverarbeitet würden, um die Belastung möglichst zu begrenzen.

Um das Ausmaß der Abfälle zu veranschaulichen, könnten aktuelle Zahlen betrachtet werden. Schätzungen des Umweltbundesamtes zufolge würden in Deutschland jährlich rund 410 bis 420 Millionen Tonnen Abfall produziert. Rund die Hälfte davon entfalle auf den Bausektor, während aus Produktion und Konsum ca. 50 Millionen Tonnen anfallen würden.

Unternehmen, die sich auf die Verwertung von Abfall spezialisieren würden, dürften auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Maßgeblich dafür verantwortlich seien zwei Trends: Einerseits werde Prognosen zufolge die Bevölkerung weiterwachsen, andererseits führe der zunehmende Wohlstand zu mehr Konsum. Bis ins Jahr 2050 solle die weltweite Abfallmenge um rund 70 Prozent auf 3,9 Milliarden Tonnen ansteigen (World Bank, 2021).

Die Abfallwirtschaft umfasse verschiedene Tätigkeitsbereiche. Oftmals seien Unternehmen gleich in mehreren dieser Bereiche tätig, da sich viel Synergiepotenzial anbiete. Dabei bestehe die Möglichkeit, Dienstleistungen sowohl für die Privatwirtschaft sowie den öffentlichen Sektor anzubieten. Vor allem für den öffentlichen Sektor würden langjährige Verträge und regulierte Industrien winken, die eine gewisse Stabilität bieten und einen Markteintritt erschweren würden.

Wichtige Schritte des Entsorgungsprozesses bestünden aus der Sammlung, der Sortierung und dem Transport. Weiter gehe es mit der Abfallbehandlung. Er werde weiter sortiert und - je nach Abfall -verschiedene Techniken eingesetzt, unter anderem mechanische, biologische und die chemische Aufarbeitungsverfahren. Obwohl das ursprüngliche Produkt vielleicht nicht mehr brauchbar sei, könnten die einzelnen Bestandteile entfernt und für andere Zwecke eingesetzt und wiederverwendet werden.

Die Bedeutung der Wiederverwertung habe in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Viele Materialien könnten anderweitig verwendet werden, ohne dass sie vernichtet würden oder in der Natur landen würden. Beispielsweise würden Plastikflaschen nach der Sortierung zusammengepresst und zu kleinen Flocken verarbeitet. Danach werde das Plastik geschmolzen und zu einheitlichem Granulat verarbeitet, aus welchem nun neue Produkte wie zum Beispiel Möbel, Textilien und Verpackungen produziert werden könnten.

Die Wiederverwertung sei auch für Zukunftsthemen relevant. Für die Elektromobilität seien Batterien ein entscheidendes Bauteil. Entweder könnten die Batterien nach Ende ihres Lebenszyklus für einen anderen Zweck wie beispielsweise für einen statischen Energiespeicher eingesetzt werden oder während des Entsorgungsprozesses in ihre Einzelkomponenten zerlegt werden.

In den Batterien befänden sich eine Vielzahl von Metallen, deren Gewinnung aufwendig und oft schädlich für die Umwelt sei. Bestehe die Möglichkeit, die Metalle herauszutrennen, könnten diese für andere Zwecke eingesetzt werden.

Das französische Unternehmen Veolia mit weltweit fast 220.000 Mitarbeitern sei insbesondere in den Bereichen Wasser, Abfallentsorgung sowie Energieversorgung tätig. Im letzten Geschäftsjahr habe das Unternehmen einen Umsatz von knapp 43 Milliarden Euro und ein Betriebsergebnis von 3 Milliarden Euro erwirtschaftet und sei damit Weltmarktführer im Entsorgungssektor. Die wichtigste Region sei Europa mit einem Umsatzanteil von ungefähr 65 Prozent.

Das größte Segment sei der Bereich Wasser mit einem Umsatzanteil von 40 Prozent. Veolia befasse sich mit dem gesamten Wasserkreislauf, indem es sowohl für die Industrie als auch für lokale Behörden Trinkwasser und Brauchwasser bereitstelle, das Abwassersystem organisiere sowie die Aufbereitungs- und Netzinfrastruktur verwalte. Ein Großteil der Einnahmen stamme dabei aus der Grundversorgung.

Rund ein Drittel der Umsätze seien der Abfallverwertung zuzuordnen. Dieser Bereich umfasse den gesamten Prozess - von der Sammlung und Verarbeitung bis zur Materialrückgewinnung. Auch hier werde ein signifikanter Anteil für die Grundversorgung verrichtet. Zusätzlich würden auch gefährliche Abfälle behandelt - ein Bereich der stark reguliert sei und hohe Markteintrittsbarrieren aufweise.

Als Energiedienstleister stelle Veolia Heiz- und Kühldienstleistungen sicher, sorge für einen ausgewogenen Energiemix und befasse sich im Kundenauftrag mit der Energieeffizienz.

Im letzten Jahr habe Veolia für die Übernahme des heimischen Konkurrenten SUEZ fast 13 Milliarden Euro bezahlt und dadurch einen Umsatzsprung zurückgelegt. Mit der Transaktion habe Veolia den Bereich Wasser und Abfallverwertung weiter ausbauen können. SUEZ habe letztes Jahr 9,8 Milliarden Euro zum Konzernumsatz beigesteuert.

Der führende Anbieter in den USA trage den Namen Waste Management und spezialisiere sich auf die Abfallverwertung. Die Geschäftigkeit umfasse ebenfalls den gesamten Entsorgungsprozess. Mehr als die Hälfte des Geschäfts werde durch die Abfallsammlung gedeckt. Die Firma könne auf einen ausgewogenen Kundenmix zurückgreifen, der sich aus Industrie, Gewerbe und Haushalten zusammensetze.

In den meisten Fällen werde der gesammelte Abfall dann zu den eigenen Mülldeponien transportiert und anschließend entsorgt. In einem Zwischenschritt werde der Abfall in den 100 Widerverwertungszentren weiterverarbeitet und die brauchbaren Rohstoffe werden aussortiert.

Das Unternehmen habe im vergangenen Geschäftsjahr Einnahmen in der Höhe von fast 20 Milliarden und ein Betriebsergebnis von 3,5 Milliarden US-Dollar erzielen können.

In der Zukunft dürfte das Thema Abfallentsorgung weiterhin ein wichtiges Thema bleiben. Das Bevölkerungswachstum und der zunehmende Wohlstand seien Trends, die zu noch mehr Konsum führen sollten.

Die fachgerechte Entsorgung von Abfällen sei sowohl für die Gesundheit als auch die Umwelt essenziell. Angesichts der Ressourcenknappheit müsse auch die Wiederverwertung von Rohstoffen angetrieben werden. Dies ermögliche eine effizientere und nachhaltigere Produktion.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die Aktienanleihe mit Barriere (ISIN DE000VU9QM97 / WKN VU9QM9) auf Veolia. Der Kupon sei auf 9,50% festgelegt worden. Der Basispreis betrage 100,00%, die Barriere 80,00%. Der Nennbetrag liege bei 1.000,00 EUR. Der 21.06.2024 sei als Bewertungstag fixiert worden, fällig sei die Anleihe am 28.06.2024. Der Zeichnungsschluss sei am 24.07.2023. (Stand: 11.07.2023, 10:20)

Interessant sei auch die 8,75% Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) Quanto (ISIN DE000VU9QLU0 / WKN VU9QLU) auf die Aktien von Veolia und Waste Management. Der Basispreis liege bei 100,00%, die Barriere betrage 70,00%. Der Nennbetrag belaufe sich auf 1.000,00 EUR. Der Bewertungstag sei der 21.06.2024 und der Fälligkeitstag der 28.06.2024. Der Zeichnungsschluss sei am 24.07.2023. (Stand: 11.07.2023, 10:22)


Ausgewählte Risiken:

Marktrisiko/Preisänderungsrisiko: Der Wert des Zertifikats kann während der Laufzeit durch die marktpreisbestimmenden Faktoren auch deutlich unter den Erwerbspreis fallen, wenn der Wert des Basiswerts fällt.

Korrelationsrisiko: Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen bezieht sich auf mehrere Basiswerte. Damit ist der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals ist daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Emittenten-/Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (11.07.2023/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



© 1998 - 2026, anleihencheck.de