Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Pleite der Silicon Valley Bank (SVB) in den USA hat in der vergangenen Woche die Finanzmärkte durchgerüttelt, so die Analysten der DekaBank.
Der starke Renditeanstieg der vergangenen Monate am US-Anleihemarkt und seine negativen Folgen für die Bewertung des Anleihebestands der SVB seien eine zentrale Ursache ihres Zusammenbruchs gewesen. Die US-Einlagensicherung sowie die US-Notenbank hätten schnell und effektiv reagiert.
Die Sorgen vor einer neuen Bankenkrise hätten an den Aktienmärkten zu deutlichen Kursverlusten geführt. Die historisch starken Zinssteigerungen würden den Finanzsektoren weltweit zusetzen. Finanzierungen würden teurer, Kreditkonditionen würden sich verschärfen. Dies führe zu einem Abbremsen der Konjunktur. Genau dies würden die Notenbanken mit ihren Zinssteigerungen beabsichtigen, denn nur so würden sich die zu hohen Inflationsraten wieder einfangen lassen. So habe die EZB mit ihrem Zinsschritt im angekündigten Ausmaß von 50 Basispunkten Kontinuität bei der Inflationsbekämpfung und zudem auch ihr Vertrauen in die Solidität des europäischen Bankensystems signalisiert.
In dieser Woche dürfte die weitere Entwicklung im Bankensektor die Relevanz der Konjunkturdaten in den Schatten stellen. Im Fokus werde sicherlich der Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch stehen. (Ausgabe vom 20.03.2023) (21.03.2023/alc/a/a)
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