Brechen (www.anleihencheck.de) - Die Analysten der KFM Deutsche Mittelstand AG bewerten die beiden "laufenden" Anleihen der VERIANOS SE 2018/23 (ISIN DE000A2G8VP3 / WKN A2G8VP) und 2020/25 (ISIN DE000A254Y19 / WKN A254Y1) als "attraktiv" mit 4 von 5 möglichen Sternen, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.
Beide Bonds, die sich im Kernportfolio des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS befinden würden, würden somit um 0,5 Punkte schlechter bewertet als bei den letzten KFM-Analysen.
Die VERIANOS SE habe mit der seinerzeitigen Zulassung zur "großen" Kapitalverwaltungsgesellschaft einen wichtigen Schritt für ein nachhaltiges Wachstum geschaffen, so die Analysten. Mit ihren neuen Fondsprodukten erschließe sich VERIANOS auch internationale Investoren, nicht zuletzt aus ihrem exzellenten Netzwerk. Mit dem Fokus auf individuelle Investmentprodukte mit dem Eingehen von Co-Investments und anspruchsvolle Beratungs- und Finanzierungsmandate sei VERIANOS nach wie vor gut aufgestellt, allerdings seien in den aktuellen Geschäftsjahren planmäßig weniger Objekte verkauft worden, was sich auf das Ergebnis auswirke. In den nächsten Jahren würden die Analysten einen deutlichen Anstieg in den Erträgen aller Gebührenarten erwarten, zudem würden sie die Eigenkapitalquote von rund 30% weiterhin als "komfortabel" bewerten.
INFO: Die VERIANOS SE, ein an der Börse gelistetes Investment- und Beratungshaus, verstehe sich als unabhängige Real Estate Partnerschaft, die mit den Geschäftsbereichen Investment und Advisory individuelle Investmentprodukte und Beratungs- und Finanzierungsmandate realisiere (Einzel-Objektvolumina zwischen 2 und 25 Mio. Euro). Als interdisziplinärer Experte agiere die Verianos SE an der Schnittstelle zwischen Immobilien- und Kapitalmärkten.
VERIANOS-Anleihen
ANLEIHE CHECK: Die Unternehmensanleihe 2018/23 der VERIANOS SE sei mit einer Laufzeit von fünf Jahren (Laufzeit bis zum 30.04.2023) und einem Zinskupon von 6,50% p.a. (Zinstermin jährlich am 01.05.) ausgestattet. Die Anleihe habe ein Gesamtvolumen von bis zu 6 Millionen Euro und die Stückelung liege bei 100.000 Euro.
Geschäftsentwicklung und Ausblick
Im Geschäftsjahr 2021 hätten geplante Veräußerungen von Immobilien, die im vierten Quartal initiiert worden seien, nicht abgeschlossen werden können, wodurch die Erträge aus Management-Gebühren und Beteiligungserträgen nicht zufriedenstellend für VERIANOS gewesen sei. Gleichzeitig sei die Investitionstätigkeit in Deutschland und Spanien weiter ausgebaut worden.
Aus Gründen der Effizienzsteigerung sei entschieden worden, die Büros in Valencia (Spanien) zu konsolidieren. Die einhergehende Veräußerung der Büroimmobilie in Madrid sei mit einem positiven Ergebnisbeitrag umgesetzt worden. Die Umsätze des Konzerns hätten sich unter anderem aus den oben genannten Gründen im Vergleich zum Vorjahr um 42,2% auf 1,4 Mio. EUR vermindert. Die Management-Gebühren seien im Zusammenhang mit der Betreuung der Liegenschaften der Investment-Gesellschaften gestiegen, wobei gleichzeitig die Umsatzerlöse aus anderen Lieferungen und Leistungen gesunken seien. Weitere Effekte seien deutlich verminderte Ertragsteuern in Zusammenhang mit den aktiven latenten Steuern (TEUR -2.177) sowie ein verbessertes Finanzergebnis von - 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: -1,5 Mio. EUR) gewesen.
Gegenüber dem Vorjahr habe sich das Konzernergebnis um 3,6 Mio. EUR von -6,6 Mio. auf -3 Mio. EUR verändert. Der Finanzmittelfonds habe sich im Wesentlichen durch die Mittelzuflüsse aus der externen Finanzierung um 2,8 Mio. EUR erhöht. Im Dezember 2021 sei eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechtes in Höhe von 1,25 Mio. EUR beschlossen worden. Im Zusammenhang mit dem Konzernjahresfehlbetrag habe sich das Eigenkapital um 1,7 Mio. EUR auf 9,5 Mio. EUR vermindert.
Der Ausblick auf 2022 sei laut KFM-Experten in wesentlichen Teilen durch die zwei bekannten Unsicherheitsfaktoren Angriffskrieg Russlands in der Ukraine sowie die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie bestimmt. Beide Entwicklungen könnten maßgeblichen Einfluss auf die globale Wirtschaftsentwicklung, Rohstoffpreise, Inflation, Flüchtlingsbewegungen, Investitionsverhalten sowie weitere geostrategische Risiken haben, die ihrerseits die Preisentwicklung von Immobilien beeinflussen würden.
Unter der Annahme eines sich nicht deutlich verschlechternden Transaktions-Umfelds, unveränderter Kostenstrukturen (ohne Sondereffekte), der planmäßigen Realisierung von Managementgebühren und Beteiligungserträgen aus dem Abverkauf von zwei Objekten im Geschäftsjahr sowie keinen unmittelbaren Einflüssen aus dem Ukraine-Konflikt, erwarte der Konzern und die Gesellschaft ein deutlich verbessertes Ergebnis nach Steuern für 2022. Insgesamt erwarte der VERIANOS, aufgrund der Investmentstrategie, kontinuierlich über die nächsten Jahre einen deutlichen Anstieg in den Erträgen aller Gebührenarten.
Den kompletten Beitrag zusammen mit dem vollständigen KFM-Anleihen-Barometer zur neuen VERIANOS-Anleihe 2018/23 sowie zur VERIANOS-Anleihe 2020/25 finden Sie hier. (06.07.2022/alc/n/a)
© 1998 - 2026, anleihencheck.de