Frankfurt am Main (www.anleihencheck.de) - Die Marktvolatilität in China war in den vergangenen Wochen enorm, so die Experten von UBS Asset Management.
Eine abflauende Konjunktur, eine zunehmend angespannte Covid-Lage in einigen Städten und Angst vor einem weiteren regulatorischen Durchgreifen hätten die Nervosität der Anleger verstärkt. Hinzu kämen die Ereignisse in der Ukraine, hohe Rohstoffpreise, ein drohendes Delisting chinesischer Unternehmen an US-Börsen und die eingeläutete Zinswende durch die US-Notenbank.
Die wachstumsfördernden Maßnahmen dürften chinesischen Aktien zugutekommen. Es sei zwar schwer vorherzusagen, wann sich die Volatilität lege. Ein Blick auf die Fundamentaldaten verspreche jedoch gute Chancen, dass chinesische Qualitätsunternehmen, die sich durch ein nachhaltiges Wachstum auszeichnen würden und ihre Widerstandsfähigkeit in allen Marktlagen bewiesen hätten, langfristige robuste Erträge für geduldige Investoren liefern würden. Auch würden die langfristigen Trends, die China für ein Investment attraktiv machen würden, intakt bleiben: der Umbau zu einem dienstleistungsorientierten Wachstum, steigende Ausgaben für Gesundheit, Automation und Digitalisierung sowie der Schritt zu grüner Energie und einer sauberen Umwelt.
Chinas Staatsanleihen böten weiterhin einen Renditeaufschlag von 1 bis 2,5 Prozent gegenüber den wichtigen globalen Anleihemärkten und gleichzeitig eine geringe Korrelation. In der ersten Jahreshälfte 2022 scheinen insbesondere zinssensitive Anleihen aussichtsreich zu sein. Mit einer wirtschaftlichen Erholung könnten sich dann im zweiten Halbjahr Anlagemöglichkeiten bei USD-Unternehmensanleihen eröffnen. Die Risikoaufschläge chinesischer High Yields seien so hoch wie noch nie. Insbesondere das Immobiliensegment biete Chancen. Dieses sei zwar noch nicht über den Berg, aber eine eingepreiste Ausfallrate von 70 Prozent scheine unrealistisch hoch. (22.03.2022/alc/a/a)
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