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06.04.21 15:40
Joh. Friedrich Behrens: Gläubiger stimmen Verkauf des Geschäftsbetriebs zu
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - Gläubigerausschuss stimmt Veräußerung zu - die Joh. Friedrich Behrens AG gibt bekannt, dass nach Abschluss des Kaufvertrags mit einem Investor, einer Tochtergesellschaft der GreatStar Europe AG, der Gläubigerausschuss heute den Verkauf genehmigt hat, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Somit stehe die Veräußerung des Geschäftsbetriebs der Joh. Friedrich Behrens AG unmittelbar bevor. Der Kaufvertrag sehe einen vorläufigen Kaufpreis von 27,9 Mio. Euro für den Asset-Deal vor. Die genaue Höhe sei von der abschließenden Unternehmensbewertung nach vereinbarten Parametern zum Closing-Stichtag abhängig.

Hinweis: Der Vollzug des Vertrags und die Übernahme des Geschäftsbetriebs stünden noch unter verschiedenen Bedingungen, insbesondere der kartellrechtlichen und außenwirtschaftsrechtlichen Freigabe.

Insolvenzquote im Bereich von 40% bis 65%

Was bedeute das für die Anleihegläubiger des Unternehmens? Derzeit könnten noch keine konkreten Angaben zur Insolvenzquote gemacht werden, da hierzu u.a. die Bestimmung der Passivseite noch ausstehe, der finale Kaufpreis von der weiteren Geschäftsentwicklung der Behrens AG bis zum Closing abhängig sei und der Erfolg bei der Realisierung der Forderungen und Sonderaktiva abzuwarten bleibe. Aus jetziger Sicht würden die Beteiligten jedoch von einer endgültigen Quote zwischen 40% und 65% und einer ersten Vorabausschüttung an die Gläubiger Ende 2021 ausgehen.

ANLEIHE CHECK: Die im Jahr 2015 begebene Behrens-Anleihe 2015/20 (ISIN DE000A161Y52 / WKN A161Y5) sei mit einem Zinskupon von 7,75% p.a. ausgestattet und habe ein ausstehendes Volumen von 16,2 Mio. Euro.

Arbeitspläze würden erhalten bleiben

Durch die Transaktion könnten alle 160 Arbeitsplätze der Joh. Friedrich Behrens AG am Hauptsitz in Ahrensburg erhalten und der Betrieb am Standort fortgeführt werden. Auch die weiteren rund 290 Arbeitsplätze bei den elf internationalen Tochtergesellschaften würden erhalten bleiben. Gemeinsam sei es dem Team aus Vorstand, Sachwalter und den Restrukturierungs- und Sanierungsanwälten gelungen, das Vertrauen der Kunden und Lieferanten aufrechtzuerhalten und die Betriebsfortführung zu sichern. Aufgrund des hohen Engagements der Mitarbeiter habe der Geschäftsbetrieb durchgängig aufrechterhalten und die Verpflichtungen gegenüber den Kunden erfüllt werden können.

"Der geplante Erwerb des Geschäftsbetriebs durch den Investor ist eine hervorragende Sanierungslösung sowohl für das Unternehmen als auch für die Gläubiger", so Dr. Tjark Thies, Insolvenzrechtsexperte von der Kanzlei Reimer Rechtsanwälte.

INFO: Die GreatStar Europe AG gehöre zum Industriekonzern Great Star Industrial mit Sitz in Hangzhou, einem führenden chinesischen Hersteller von Werkzeugen und Gabelstaplern.

Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (06.04.2021/alc/n/a)


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