Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK, stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Deutsche Wohnen-Aktie (ISIN DE000A0HN5C6 / WKN A0HN5C) eine Aktienanleihe Classic 8,9% 2021/09 (ISIN DE000DFV6EH7 / WKN DFV6EH) mit dem Basiswert Deutsche Wohnen vor.
Der Trend steigender Preise für Häuser und Wohnungen in Deutschland habe sich im dritten Quartal 2020 fortgesetzt. Das Statistische Bundesamt habe in einer ersten Schätzung ein Plus zum Vorjahreszeitraum von 7,8% gemeldet. Diese Entwicklung habe auch der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen gespürt. Bei Vorlage der Neunmonatsbilanz habe der Vorstand für die jährliche Bewertung des Wohnimmobilienbestands zum 31. Dezember eine signifikante Aufwertung in Aussicht gestellt. Er gehe demnach von einem Plus von rund 6% auf die bislang bilanzierten Werte aus. Das entspreche einem Anstieg von 1,5 Mrd. Euro. 2019 habe das Unternehmen seinen Bestand um 1,4 auf rund 25,4 Mrd. Euro aufgewertet.
Wir sehen die für 2020 vorgesehene deutliche Aufwertung als positive Überraschung, so Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK. Das Umfeld für den Konzern sei somit weiterhin konstruktiv geblieben und habe auf der anhaltend hohen Nachfrage und Preisdynamik am Transaktionsmarkt für Wohnimmobilien in deutschen Metropolregionen gefußt. Sollte sich dieser Trend verlangsamen oder gar deutlicher abschwächen, wäre das aus Sicht von Marcus Landau von der DZ BANK aber ein möglicher Belastungsfaktor. Derzeit sehe der Senior Manager dafür aber keine Anhaltspunkte.
Die Neunmonatszahlen lagen im Rahmen unserer Erwartungen, so Marcus Landau von der DZ BANK weiter. Das Unternehmen habe damit einmal mehr den grundsätzlich soliden Charakter seines Geschäftsmodells unter Beweis gestellt. Die Branche, insbesondere der Teilbereich Wohnimmobilien, sei bei den operativen Mieteinnahmen vergleichsweise konjunkturresistent. Trotz des gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfelds sei die durchschnittliche Vertragsmiete gestiegen. Zudem sei die Leerstandsquote niedrig geblieben. Insgesamt umfasse der Immobilienbestand mehr als 165.000 Einheiten, der sich auf 162.706 Wohnungen und 2.953 Gewerbeliegenschaften aufteile. Der Fokus bei den Standorten liege auf wachstumsstarken Metropolen und Ballungszentren.
Einer diese "Core+ Märkte" sei Berlin (Anteil im Portfolio: 71%). Der erst kürzlich in Kraft getretene Mietendeckel in der Hauptstadt bremse in diesem Jahr jedoch die Gewinnentwicklung. Hier habe es im Vergleich zum restlichen Bundesgebiet nur geringe Mieterhöhungen gegeben. Aufgrund der erfolgten Anpassungen dürften die Berliner Mieteinnahmen im Schlussquartal sogar um rund 6% unter dem Vorjahresniveau liegen. Der Vorstand von Deutsche Wohnen sei jedoch zuversichtlich, dass der Mietendeckel im ersten Halbjahr 2021 verschwinde. Das wäre ein positiver Katalysator. Gleichwohl sehen wir in regulatorischen Maßnahmen weiterhin ein grundsätzliches Risiko für die Wachstumsambitionen, so Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK. Demnach könnte bei einem anhaltenden Mietenboom im deutschen Wohnungsmarkt der politische Wille zu weiteren Beschränkungen zunehmen. Es gebe bereits Stimmen, die in dem Mietendeckel-Gesetz von Berlin ein Vorbild auch für andere Städte sähen.
Dennoch gehe Marcus Landau von der DZ BANK davon aus, dass der Konzern längerfristig seinen Wachstumskurs fortsetzen könne. Er setze seine strategische Expansion kontinuierlich fort, wozu Zukäufe und das Neubaugeschäft gehören würden. Als potenziellen Wachstumstreiber sehe Senior Manager Landau zudem den Bereich Pflegeimmobilien. Hier fokussiere sich das Unternehmen künftig noch stärker auf die "Core+ Märkte" und wolle dort den Ausbau der Aktivitäten verstärken.
Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Deutsche Wohnen SE. Am Rückzahlungstermin gebe es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:
1. Liege der Schlusskurs der Aktie der Deutsche Wohnen SE an der Börse XETRA Frankfurt am 17.09.2021 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 40,00 Euro, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.
2. Liege der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhalte der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (25,00) bestimmte Anzahl von Aktien der Deutsche Wohnen SE.
Der Anleger erleide einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der Deutsche Wohnen SE am Rückzahlungstermin zuzüglich der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liege.
Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals sei möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust trete ein, wenn der Schlusskurs der Aktie, die der Aktienanleihe zugrunde liege (Basiswert), an der maßgeblichen Börse am Bewertungstag (Referenzpreis) null sei. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen könne. (Stand vom 04.12.2020) (07.12.2020/alc/a/a)
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