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28.08.20 11:00
FED belastet Dollar - Wiederaufbaufonds stärkt Euro

Paris (www.anleihencheck.de) - Weltweit fieberten Ökonomen der Rede des US-Notenbankchefs Jerome Powell beim virtuellen Jackson-Hole-Treffen entgegen, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

Und: Die Volkswirte und Marktteilnehmer seien nicht enttäuscht worden. Grund: Laut Powell passe die FED ihre Strategie an und misst der Entwicklung am Arbeitsmarkt künftig eine größere Bedeutung zu als bisher. Die Inflationsrate solle im Zuge der neuen geldpolitischen FED-Ausrichtung künftig hingegen nur noch im Schnitt bei 2 Prozent liegen. Dies bedeute: Die Teuerungsrate könne durchaus eine Weile über der bisher anvisierten 2-Prozent-Marke verharren, wenn sie zuvor ein niedrigeres Niveau gehabt habe. Und dies bedeute auch, dass ein restriktiverer Kurs der FED nun in noch weitere Ferne gerückt sein dürfte.

Zwar sei nicht auszuschließen, dass der ohnehin schon seit Monaten in Vergleich zum Euro schwächelnde Dollar nun wieder an Wert zulegen könnte, doch sehr wahrscheinlich erscheine dieses Szenario nicht, verleihe eine expansive Geldpolitik einer Währung in der Regel doch alles andere als Rückenwind. Der Aufwärtstrend der europäischen Gemeinschaftswährung zum Greenback könnte daher noch eine Weile anhalten. Zumal der Euro wohl auch von der Einigung der Europäischen Union auf einen Wiederaufbaufonds profitieren dürfte. Fakt sei: Allzu weit weg sei das Währungspaar von der zuletzt im Frühjahr 2018 erreichten 1,20er-Marke nun nicht mehr. (28.08.2020/alc/a/a)


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