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16.09.19 09:45
0,55% bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf Peugeot: Der Autobauer elektrisiert - Anleiheanalyse

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Felix Schröder, Produktmanager bei der DZ BANK, stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von Peugeot (ISIN FR0000121501 / WKN 852363) eine 0,55% bonitätsabhängige Schuldverschreibung (ISIN DE000DD5AMC1 / WKN DD5AMC) mit dem Basiswert Peugeot vor.

Der Autobauer Groupe PSA (Peugeot Société Anonyme) sei gemessen an den Absatzzahlen der zweitgrößte Autobauer Europas nach Volkswagen. Zu den Franzosen würden die Automarken Peugeot, Citroën, DS, Opel und Vauxhall gehören. Vor rund zwei Jahren habe Peugeot SA die Übernahme des deutschen Konkurrenten Opel abgeschlossen. Die Rüsselsheimer hätten damals als Problemkind gegolten - seit 1999 habe der Konzern keinen operativen Jahresgewinn mehr erzielt. Doch dank eines harten Sanierungskurses habe Opel bereits ein Jahr nach der Übernahme, für viele überraschend, schwarze Zahlen gechrieben.

Dass dieser Erfolg keine Eintagsfliege gewesen sei, würden die jüngsten Zahlen zeigen. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres sei das Betriebsergebnis von Opel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 200 Mio. Euro auf rund 700 Mio. Euro geklettert. Der Gewinnanstieg bei Opel wirke sich natürlich auch auf das Gesamtergebnis von Peugeot SA aus. So habe sich das operative Ergebnis gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 um 10,6% auf insgesamt 3,3 Mrd. Euro verbessert. Ebenfalls gesteigert worden sei die operative Gewinnmarge - von 7,8% auf 8,7%. Mit dieser Marge liege Peugeot SA sogar vor Premiumherstellern wie Daimler und BMW.

Die Peugeot SA werde von mehreren Ratingagenturen verfolgt, darunter Moody's, Fitch und Standard & Poor's. Alle drei großen Agenturen kämen zu einem ähnlichen Ergebnis (Baa3, BBB- und BBB-) und würden die Anlage in Anleihen dieses Schuldners als durchschnittlich gute Anlage einschätzen. Allerdings könnten ungünstige wirtschaftliche Bedingungen oder sich ändernde Umstände die Fähigkeit des Schuldners beeinträchtigen, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

"Keine halben Sachen" scheine das Motto bei Peugeot SA zu lauten. Ab diesem Herbst wolle der französische Automobilkonzern jedes künftige Modell vollelektrisch oder als Hybrid anbieten. Bereits 2020 solle rund ein Drittel der Fahrzeuge mit E-Motor ausgestattet sein. Ein Jahr später sollten schon die Hälfte aller Autos aus dem Konzern Strom tanken.

Der erfolgreiche Sanierungskurs von Opel spricht unserer Meinung nach für die Fähigkeiten des Managements, so Felix Schröder, Produktmanager bei der DZ BANK, weiter. Nichtsdestotrotz rechne man auch bei Peugeot SA aufgrund einer sich abkühlenden Weltwirtschaft mit einem Rückgang der Nachfrage. Da alternative Antriebstechnologien in Zukunft eine immer größere Rolle spielen würden, begrüße Felix Schröder den Schritt, alle künftigen Fahrzeuge als E-Variante anzubieten. Allerdings fürchte der Produktmanager bei der DZ BANK, dass die Elektromobilität zu niedrigeren Margen führen könnte.

Aktuell habe die DZ BANK eine bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Peugeot SA im Angebot. Der Zinssatz für dieses Papier betrage 0,55% p.a. und die Laufzeit betrage vier einviertel Jahre. Die Zeichnungsphase laufe vom 13.09.2019 bis 30.09.2019.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Bonitätsentwicklung von Peugeot. Am Rückzahlungstermin gebe es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Trete während der Laufzeit der Schuldverschreibung kein Kreditereignis beim Referenzschuldner Peugeot SA ein, erhalte der Anleger zu den jährlichen Zinszahlungsterminen einen Zinssatz von 0,55% ausbezahlt. Zudem werde die Schuldverschreibung am Tag der Endfälligkeit zum Nennbetrag zurückgezahlt.

2. Trete während der Laufzeit der Schuldverschreibung ein Kreditereignis beim Referenzschuldner Peugeot SA ein, würden die Zinszahlungen ab diesem Zeitpunkt eingestellt und die Rückzahlung erfolge zum Abwicklungsbetrag. Der Abwicklungsbetrag könne deutlich unter dem Nennbetrag liegen und im Extremfall null betragen, d.h. die Zahlung entfalle in diesem Fall vollständig. Der Anleger erleide einen Verlust, wenn der Abwicklungsbetrag unter dem Erwerbswert der Schuldverschreibung liege. (Stand vom 13.09.2019) (16.09.2019/alc/a/a)
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