Frankfurt am Main (www.anleihencheck.de) - Fakten, Fakten, Fakten: Die EZB wird die Zinsen mittelfristig nicht erhöhen, so das Asset Management Team der Steubing AG.
Die EZB werde das Anleiheankaufprogramm, was nur halbherzig gestoppt worden sei, wieder aufleben lassen. Die EZB werde das Anleiheankaufprogramm ausweiten und die Ankaufquote aufheben.
Auf dem "Weg zum Erwachsen werden" erscheint momentan ein Segment, was vor drei Jahren gestorben zu sein schien - und durchaus mit Recht: Unter dem Marketingnamen "Mittelstandanleihen" reüssierte so mancher - man kann im Nachhinein beruhigt sagen "betrügerischer" - Emittent, der sich nicht wie das mittelständische Rückgrat der deutschen Wirtschaft, sondern eher wie ein Hasardeur verhielt, so die Analysten der Wolfgang Steubing AG. Unterstützt worden seien die Unternehmen von naiven Banken und Agenturen.
Mittlerweile habe sich hier der Markt verändert. Still und leise kämen KMU-Anleihen auf den Markt, die sich selber eine erhöhte Transparenzverpflichtung (als Vorreiter müsse hier der Immobilienkonzern Euroboden gelten) geben - und viel wichtiger - sie auch einhalten würden. Im Jahr 2019 habe sich eine regelrechte Pipeline von KMU-Anleihen entwickelt. Viele Unternehmen aus dem Immobilienbereich nähmen so Fremdkapital auf, um flexibel auf verschiedene Marktopportunitäten reagieren zu können. Zwar könnten sich institutionelle Investoren auch nicht unbegrenzt mit Immobilienanleihen vollpumpen, aber ein nicht zu unterschätzender Vorteil: Was das Unternehmen in eine Schieflage gerate, werde genügend Masse da sein, an der man sich bedienen könne. Der Kupon sei selten unter 5% zu finden, sodass der Markt für KMU-Anleihen für Investoren in diesem Umfeld attraktiv sein müsse.
Auf keinen Fall dürfe hier erneut eine Überhitzung eintreten, die dazu führe, dass Emittenten leere Versprechungen machen würden, die sie nicht erfüllen könnten oder möchten. Das sehen wir aber momentan nicht, denn es fehlen zwei Voraussetzungen, so die Analysten der Wolfgang Steubing AG. Zum einen handle es sich bei den Emittenten nicht um künstlich mit Tradition aufgeladene Marken-Unternehmen - zum anderen fehle eine treibende Kraft in diesem Geschäft. Egal ob sie sich nun Börsen, Banken oder Kommunikationsagenturen schimpfen würden. Wir hoffen, dass die Niedrigzinspolitik der EZB keine Schleifspuren, in diesem sich gerade vorsichtig gut entwickelten Markt von KMU-Anleihen hinterlässt, so die Analysten der Wolfgang Steubing AG. (26.06.2019/alc/a/a)
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