USA: Inflation überrascht erneut, FED erhöht Leitzins


28.06.22 15:15
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Dynamik der US-Volkswirtschaft ließ im Mai weiter nach, so die Analysten von Postbank Research.

Insbesondere die Einzelhandelsumsätze hätten gegenüber den Prognosen enttäuscht. Die Arbeitslosenquote sei im Mai unverändert bei 3,6% und damit nur 10 Basispunkte oberhalb des Vor-Corona-Tiefs geblieben. Die Inflationsrate habe entgegen der Markterwartungen noch nicht ihren Höhepunkt hinter sich gelassen. Im Mai habe der Anstieg der Verbraucherpreise mit 8,6% zum Vorjahr wieder über dem Vormonatswert von 8,3% und damit auf einen neuen Rekordstand gelegen. Aufgrund von Basiseffekten könnte die Inflationsrate in den nächsten Monaten jedoch eventuell sukzessive absinken.

Aufgrund der erhöhten Inflation habe die US-Notenbank FED im Juni erstmalig seit 1994 den Leitzins um 75 Basispunkte angehoben. Laut den aktualisierten Prognosen der FOMC-Mitglieder könnte ein solcher Schritt auch auf der nächsten Sitzung Ende Juli erfolgen. Die Zentralbanker würden ein Leitzinsband von 3,25-3,50% bis zum Jahresende projizieren. Darüber hinaus habe die FED im Juni begonnen, Teile der fälligen Anleihen aus ihrem Bestand nicht wieder zu reinvestieren und damit die Notenbankbilanz abschmelzen zu lassen.

Im Verlauf der letzten Handelstage habe der US-Dollar zum Euro eine hohe Schwankungsbreite verzeichnet. Auf Sicht von sechs Monaten könnte der USD zum Euro von aktuellen 1,056 (Stand: 22.06.2022) moderat auf 1,10 abwerten - unter der Voraussetzung, dass die EZB die Zinswende einleite. (Ausgabe Juli 2022) (28.06.2022/alc/a/a)




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