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Timberland Securities Investment: Geschäftszahlen und Kapitalmaßnahmen, Verlustbeteiligung bestimmter Finanzinstrumente


21.03.22 08:38
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Die Timberland Securities Investment plc ("Emittentin") teilt mit, dass gemäß dem aufgestellten und sich derzeit in Prüfung befindlichen Jahresabschluss für die Emittentin im Geschäftsjahr 2021 gemäß den Rechnungslegungsvorschriften nach dem maltesischen GAPSME (General Accounting Principles for Small and Medium Enterprises) ein Bilanzverlust von voraussichtlich EUR 1,313 Mio. entstanden ist. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemitteilung:

Das Jahresergebnis beinhaltet u.a. insbesondere die Auswirkungen im Zusammenhang mit der weltweiten Corona-Pandemie-Krise und damit verbundenen notwendigen Abschreibungen.

Dies hat zur Folge, dass zum einen gemäß den Wertpapierbedingungen für verlusttragende Finanzinstrumente der Emittentin ("Notes" bzw. "Wertpapiere") der Buchwert ("aktueller Nennbetrag" bzw. "Current Principal Amount") dieser Finanzinstrumente der Emittentin per 31. Dezember 2019 um EUR 2,445 Mio. herabgesetzt worden war, zum 31.12.2021 nicht heraufgeschrieben wurde.

Die Emissionsbedingungen der von der Emittentin begebenen Wertpapiere (XS1649890545, notiert an den Börsen Frankfurt/Main und München jeweils im Freiverkehr (MTF), sowie DE000TS5C5C4 und DE000TS5C4C7, jeweils notiert in München im Freiverkehr (MTF)) sehen vor, dass Zahlungen auf diese Notes abhängig sind von dem Bilanzergebnis der Emittentin, d.h. die Wertpapiere unterliegen einer Abschreibungsregelung und haben weitere verlustabsorbierende Eigenschaften nach den jeweiligen Wertpapierbedingungen.

Soweit die Emittentin einen jährlichen Bilanzverlust erwirtschaftet, sind die Inhaber der betreffenden Notes an diesem Verlust beteiligt in dem Verhältnis, in dem ihr aktueller Nennbetrag (wie ggf. in den vorangegangenen Geschäftsjahren der Emittentin reduziert und/oder erhöht) im Verhältnis steht zu den Gesamtbuchwert aller Verlusttragungs-Komponenten der Emittentin. Der aktuelle Nennbetrag wird dabei entsprechend abgeschrieben. Nach einem jährlichen Bilanzverlust ist eine entsprechende Reduzierung des nominalen Betrags des aktuellen Nennbetrags, der dem Betrag der Inhaber der Notes am jährlichen Bilanzverlust entspricht, vorzunehmen.

Daher ist die Emittentin unverändert nicht verpflichtet, Zahlungen auf diese Notes zu leisten. Die vollständige Verlustübernahme durch die vorgenannten Notes hat daher gemäß der Emissionsbedingungen der Notes zur Folge, dass die am 31. März 2022 vorgesehene Rückzahlung in Höhe des aktuellen Nennbetrages auf die Notes mit der Wertpapieridentifikationsnummer XS1649890545 sowie die am 15. November 2022 vorgesehene Rückzahlung in Höhe des aktuellen Nennbetrages auf die Notes mit der Wertpapieridentifikationsnummer DE000TS5C4C7 ebenfalls vollständig entfallen wird. Der aktuelle Nennbetrag reduzierte sich auf null Euro, sodass keine weitere Rückzahlung des Kapitals (bzw. des aktuellen Nennbetrags) erfolgen wird.

Die Anleihegläubiger der Notes mit der Wertpapieridentifikationsnummer XS1649890545 werden lediglich für die Zinsperiode vom 16. Februar 2022 (einschließlich) bis zum 31. März 2022 (einschließlich) und die Anleihegläubiger der Notes mit der Wertpapieridentifikationsnummer DE000TS5C4C7 werden lediglich für die Zinsperioden (einschließlich) bis zum 15. November 2022 (einschließlich) die Zinszahlung auf diese Notes erhalten.

Eine Nachzahlungsverpflichtung in Bezug auf solchermaßen entfallene Kapitalzahlung besteht nicht. Die Herabsetzung des Buchwerts der Notes könnte sich zudem nachteilig auf etwaige künftige Zahlungsansprüche der Anleihegläubiger unter der Note mit den Wertpapieridentifikationsnummer DE000TS5C5C4 auswirken.

Solange der Buchwert der Notes nicht aus zukünftigen Gewinnen der Emittenten wieder zugeschrieben wurde, sind Zahlungen am Fälligkeitstag in Bezug auf den aktuellen Nennbetrag in nachfolgenden Geschäftsjahren ausgeschlossen und im Fall einer außerordentlichen Kündigung durch die Emittentin aus regulatorischen oder steuerlichen Gründen würde der Rückzahlungsbetrag dem herabgesetzten Buchwert dieser Notes der Emittentin, so wie dieser in der Bilanz der Emittentin für das Geschäftsjahr der Emittentin festgestellt wird, das für den Fälligkeitstag im Hinblick auf die jeweilige Note maßgeblich ist, entsprechen.

Da Zahlungen auf die Notes abhängig sind vom Bilanzergebnis der Emittentin sowie unter Berücksichtigungen der Bestimmungen gemäß der in den Wertpapierbedingungen festgelegten Rangfolge ("Ranking"), könnten Zins- und Tilgungszahlungen auf die Notes in nachfolgenden Zinsperioden ebenfalls entfallen und unter bestimmten Umständen könnte eine Rückzahlung der Notes zu einem aktuellen Nennbetrag, der unter dem Nennbetrag ist, erfolgen.

Auswirkungen der Corona-Krise und des Ukraine-Krieges

Die Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis für das laufende Geschäftsjahr 2022 sind aufgrund der ungewissen Dauer und Folgen der Pandemie sowie des Ukraine-Krieges derzeit nicht bezifferbar.

In Anbetracht der aktuellen Entwicklung im Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-19) sowie des Ukraine-Krieges gestaltet sich die Situation in vielen Kernmärkten der Emittentin jedoch unverändert herausfordernd.

Aktuell sind die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie sowie des Ukraine-Krieges für Umsatz, Ergebnis und Liquidität der Emittentin noch nicht konkret abzuschätzen. Die Emittentin rechnet mit erheblichen Belastungen für Umsatz, Ergebnis und Liquidität im Geschäftsjahr 2022 durch die Coronavirus-Pandemie als auch den Ukraine-Krieg und die damit verbundenen Auswirkungen bzw. der gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Folgen. Die Emittentin beobachtet die Lage stetig und wird, falls notwendig, konkrete Maßnahmen ergreifen. (Pressemitteilung vom 18.03.2022) (21.03.2022/alc/n/a)