Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihe auf Infineon, VARTA und VW - E-Mobilität sorgt für florierende Geschäftsbereiche


09.04.21 11:45
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel sind die Aktien von Infineon und VARTA sowie die Volkswagen-Vorzugsaktie eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Die E-Mobilität und die Digitalisierung im Allgemeinen seien bedeutende globale Trends, die einigen Unternehmen und Branchen florierende Zeiten bescheren würden. Dazu zähle Deutschlands größter Halbleiterhersteller Infineon, denn die Mikrochips und Halbleiter seien aufgrund der beiden Megatrends aktuell gefragter denn je. Ebenso würden die Produkte des Batterieherstellers VARTA optimal in den Zeitgeist passen und so sei ausgerechnet das Krisenjahr 2020 das bisher beste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte gewesen. Auch der größte deutsche Automobilkonzern Volkswagen lege den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft und investiere in hohem Maße in die Bereiche E-Mobilität und Batterieentwicklung. So wolle CEO Herbert Diess den Automobilkonzern fit für die Zukunft machen, um auch nach der Ära der Verbrenner weiterhin einer der führenden Automobilhersteller zu sein.

Wie kaum ein anderer Autohersteller treibe der größte deutsche Automobilkonzern Volkswagen die E-Mobilität konsequent voran. Die E-Mobilitäts-Offensive, welche insbesondere vom Vorstandsvorsitzenden Herbert Diess initiiert und stark gefördert werde, beinhalte eine radikale Umstellung der bisherigen Produktpalette. Die Wolfsburger würden massiv ihre Modellpalette reduzieren und ab 2026 die Produktion reiner Verbrennungsmotor einstellen. Der Kern der E-Offensive des Volkswagen-Konzerns sei das E-Auto für alle, denn bis 2024 solle ein Elektroauto für unter EUR 20.000 auf den Markt kommen, sodass E-Mobilität für die breite Masse erschwinglich werden solle. Alleine bis 2025 wolle Volkswagen den Absatz reiner Elektro-Autos auf 3 Mio. Fahrzeuge pro Jahr steigern. Mehr als 70 neue, elektrifizierte Konzernmodelle sollten auf den Markt kommen, darunter 50 reine Elektrofahrzeuge.

Für die E-Offensive investiere der Konzern mit rund EUR 30 Mrd. bis Ende 2022 kräftig in die Zukunft. Dazu kömen weitere EUR 15 Mrd., die das Joint Venture in China in den kommenden Jahren investiere. Unter anderem beinhalte dies den Bau des neuen Kompetenzzentrums und E-Mobilitäts-Hub in der chinesischen Provinz Anhui. Hier solle die Produktion des modularen E-Antriebs-Baukasten, kurz MEB, entstehen, der ein zentraler Bestandteil des neuen und vollelektrischen Fahrzeugportfolios sei. Mit dem modularen E-Antriebs-Baukasten könnten die technischen Möglichkeiten der E-Mobilität voll ausgeschöpft werden und so sei es möglich, damit als Basis mehrere Modelle vom Kompaktauto über SUVs bis zum Bus zu produzieren. Bis 2028 sollten weltweit bis zu 15 Mio. E-Autos auf MEB-Basis hergestellt werden und erhebliche Skaleneffekte garantieren, sodass dadurch die Herstellung von E-Autos im Volumensegment ermöglicht werde. Erstes Modell auf MEB-Basis sei der kompakte Volkswagen ID.3, der letztes Jahr Premiere gefeiert habe.

Auch bei der Entwicklung der Batterien mische der Autokonzern aus Wolfsburg mit, denn auch hier investiere Volkswagen im großen Stil in diverse Projekte. Eines dieser Investments, in das bislang rund USD 300 Mio. geflossen seien, sei das amerikanische Batterieunternehmen Quantumscape. Die Kalifornier würden im Bereich der Festkörper-Akkus forschen, welche Im Vergleich zu den herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus eine doppelt so hohe Energiedichte aufweisen würden. Dadurch sollten die Ladezeiten erheblich reduziert werden, was ein enormer Fortschritt für Volkswagen und deren E-Mobilitäts-Offensive wäre.

Aufgrund des anhaltenden Trends der E-Mobilität steige infolgedessen die Nachfrage nach Elektronik-Chips und Halbleitern, wovon allen voran die Hersteller dieser, wie beispielsweise die Infineon Technologies AG, profitieren würden. Ohne die Halbleiter funktioniere in der digitalen und vernetzten Welt wenig, da sie ein Grundmaterial für Mikrochips seien, die in sämtlicher Elektronik stecken würden. Gerade die E-Mobilität aber auch die Corona-Krise und der daraus resultierende erhöhte Bedarf nach Digitalisierung und technologischen Neuerungen hätten die Nachfrage nach Mikrochips und Halbleitern massiv erhöht. Dieser Bedarf nach Computerchips habe beim Hersteller Infineon zu Lieferengpässen geführt.

Unternehmenschef Reinhard Ploss erwarte weiterhin eine sehr hohe Nachfrage, weswegen Infineon noch Monate mit dem Chip-Mangel zu kämpfen haben werde. Dazu sei im Februar dieses Jahres der Ausfall des Werks im amerikanischen Austin (Texas) gekommen. Denn ungewöhnlich tiefe Temperaturen im Süden der USA hätten für großflächige Stromausfälle gesorgt, wodurch die dort angesiedelte Chip-Produktion stark behindert worden sei. Mittlerweile werde die Produktionskapazität sukzessive hochgefahren und solle ab Juni die ursprüngliche Fertigungskapazität erreichen.

Infineon möchte deshalb weiter wachsen, um dem steigenden Bedarf nach ihren Produkten gerecht zu werden. Daher plane das Unternehmen Investitionen in Höhe von rund EUR 1,1 Mrd., um so die bestehenden Produktionskapazitäten am Standort Dresden in den nächsten fünf Jahren weiter auszubauen. Die hohe Nachfrage bzw. der hohe Absatz spiegele sich ebenso im Aktienkurs des Unternehmens wider, denn seit Wochen steige die Aktie stark und habe am 01.04.2021 das Jahreshoch von EUR 36,60 erreicht. Insbesondere wegen der E-Mobilität und der Digitalisierung zeige der langfristige Trend bei Infineon daher steil nach oben.

Dem deutschen Batteriehersteller VARTA sei es trotz Krise gelungen, das vergangene Geschäftsjahr 2020 sehr erfolgreich abzuschließen, und damit sei dies sogar das bisher beste in der 135-jährigen Unternehmensgeschichte gewesen. Demnach habe das Unternehmen aus Ellwangen den Umsatz, im Vergleich zum Vorjahr, um stolze 140 Prozent steigern können. Des Weiteren habe VARTA die Eigenkapitalquote auf rund 44 Prozent erhöhen können und starte aufgrund eines immensen Investitionsprogrammes laut dem Finanzvorstand Armin Hessenberger "quasi schuldenfrei in das Jahr 2021." Dabei waren und sind immer noch die aufladbaren Lithium-Ionen-Zellen maßgeblich für das Umsatzwachstum verantwortlich, so die Bank Vontobel Europe AG.

Auch die Expansionspläne würden das Unternehmen zuversichtlich in die Zukunft blicken lassen. Demnach liege das Hauptaugenmerk des Unternehmens auf der E-Mobilität. Hierfür solle bis zum Ende des Jahres 2021 eine Pilotlinie zur Herstellung von hochleistungsfähigen Lithium-Ionen-Rundzellen und Batterien am Standort Ellwangen errichtet werden. Die Batterien sollten vor allem bei neuen und leistungsstarken Elektrofahrzeugen Verwendung finden. Mit diesem Schritt möchte das Unternehmen Batterien mit speziellen Eigenschaften an den Markt der E-Mobilität bringen. Laut dem VARTA-Chef, Herbert Schein, solle es möglich sein, die Batteriezelle mit dem Namen V4Drive innerhalb von nur sechs Minuten aufzuladen. Als nächsten Schritt sehe Schein vor, die neuen Batteriezellen mit Brennstoffzellen oder optimierten Reichweiten-Verlängerung zu kombinieren, um somit noch effizientere und schnellere Ladekapazitäten zu ermöglichen.

Die Aktie der Volkswagen AG werde aktuell bei EUR 305,20 (07.04.2021) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei EUR 327,20 (18.03.2021) und das Jahrestief bei EUR 128,00 (24.04.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden acht Analysten die Aktie auf "buy", vier auf "hold" und ein Analyst auf "sell" setzen.

Die Aktie der Infineon Technologies AG werde aktuell bei EUR 36,24 (07.04.2021) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei EUR 36,60 (01.04.2021) und das Jahrestief bei EUR 14,88 (07.04.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 20 Analysten die Aktie auf "buy", zehn auf "hold" und zwei auf "sell" setzen.

Die Aktie der VARTA AG werde aktuell bei EUR 122,65 (07.04.2021) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei EUR 181,30 (28.01.2021) und das Jahrestief bei EUR 63,30 (07.04.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg setze kein Analyst die Aktie auf "buy", vier Analysten würden sie auf "hold" und vier auf "sell" setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die Fixkupon Multi Express Anleihe Pro mit Barriere (Worst-Of) (ISIN DE000VQ6G6T1 / WKN VQ6G6T) auf Infineon, VARTA und Volkswagen. Der Basispreis betrage 100,00%, die Barriere 55,00%. Der Nennbetrag liege bei 1.000,00 EUR. Der Bewertungstag sei der 03.05.2022, fällig sei die Anleihe am 10.05.2022. Der Zeichnungsschluss sei am 03.05.2021. (Stand: 09.04.2021, 10:42)

Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of) würden sich auf mehrere Basiswerte beziehen. Damit sei der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreiche. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich sei, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt habe (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals sei daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert. (Ausgabe vom 08.04.2021) (09.04.2021/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
101,45 € 100,32 € 1,13 € +1,13% 07.05./19:32
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000VQ6G6T1 VQ6G6T 101,34 € 100,00 €
Werte im Artikel
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