Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihe auf Apple und Microsoft - Jährliches Wiedersehen - Anleiheanalyse


29.09.22 13:41
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel sind die Aktien von Apple und Microsoft eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Wie jedes Jahr blicke die Technologie-Branche gespannt ins Silicon Valley, wenn Apple seine Produktneuheiten präsentiere. Wirkliche Produktinnovationen seien selten anzutreffen, es handle sich in der Regel um inkrementelle Verbesserungen und Funktionen. Die Einführung des iPhones sei schon 15 Jahre her, aber noch immer die wichtigste Einnahmequelle. Davon abgesehen habe der Konzern das Produkt- und Serviceangebot erweitert und zu wichtigen Umsatztreibern mit höherem Wachstum etabliert.

2007 habe Steve Jobs der Öffentlichkeit das erste iPhone vorgestellt. Seitdem sei in jährlichem Rhythmus eine neue Modellreihe erschienen, welche in der jährlichen Produktpräsentation vorgestellt werde. Vor kurzem sei es wieder so weit gewesen. Apple habe neben der neuen iPhone-Reihe eine Smartwatch für Extremsportler und eine neue Version seiner kabellosen Kopfhörer vorgestellt.

Auch wenn die jährlich stattfindende Veranstaltung nicht dieselbe euphorische Stimmung wie vor 15 Jahren ausgelöst habe, hätten mehr als 2,5 Millionen Menschen auf der Video-Plattform YouTube eingeschaltet. Die Konkurrenz könne kein so hohes Interesse verzeichnen. Apples Produkte seien nach wie vor beliebt. Mittlerweile seien über 1,8 Milliarden ihrer Produkte weltweit im Einsatz.

Das iPhone-Geschäft sei zwar weiterhin der wichtigste Umsatztreiber, allerdings habe sich der Anteil anderer Produktkategorien in den letzten Jahren stetig erhöht. Im vergangenen Geschäftsjahr habe der Konzern einen Umsatz von fast 366 Milliarden US-Dollar erzielt. Davon habe das iPhone rund 52 Prozent des Umsatzes beigesteuert und das Service-Geschäft rund 19 Prozent.

Es werde schnell klar, dass sich das Geschäft weiterentwickelt und gewandelt habe. Vor zehn Jahren seien beispielsweise noch die Verkaufszahlen des Musikplayers "iPod" ausgewiesen worden. Im vergangenen Mai sei verkündet worden, dass die Produktion des iPods nach 22 Jahren eingestellt werde.

In der letzten Dekade seien auch neue Produkte vorgestellt worden, die heute eine wichtige Einnahmequelle seien. 2015 sei eine Smartwatch eingeführt worden, ein Jahr später kabellose Kopfhörer. Durch seinen großen Kundenstamm gelinge es Apple, mit neuen Produkten in neue Segmente einzusteigen und umgehend einen hohen Marktanteil zu erreichen. So sei Apple zurzeit der weltweit größte Uhrenhersteller und zähle zu den größten Kopfhörerherstellern, jeweils am Umsatz gemessen. Interessant sei die Entwicklung der Kategorie Software und Services. Hier hätten primär neu angebotene Dienstleistungen zum Wachstum beigetragen. Der Einstieg ins Streaming-Geschäft für Musik, Filme und Serien sei ein wichtiger Faktor. Außerdem würden Cloud-Speicher und Zahlungsdienstleistungen angeboten.

Ende Juli habe Apple die Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal veröffentlicht (von April bis Juni 2022). Die Ergebnisse des Konzerns würden einen Einblick in die Konsumentenstimmung geben, was auch als Anhaltspunkt für die allgemeine Technologiebranche diene.

Der Umsatz habe in diesem Quartal mit knapp 83 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekordwert erreicht und sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um fast zwei Prozent erhöht. Die Umsätze im Bereich Produkte seien um rund ein Prozent zurückgegangen - lediglich die iPhone-Umsätze seien um 2,7 Prozent gestiegen, während die Mac-Computer mit einem Minus von 10,3 Prozent den stärksten Rückgang verzeichnet hätten. Dagegen hätten die Dienstleistungen ein Wachstum von rund zwölf Prozent aufzeigen können.

Im Herbst 2020 sei eine neue Generation von Computern eingeführt worden, welche eine neue Chip-Architektur verwenden würden. Diese Neuerung habe für einen positiven Impuls gesorgt, wobei diese Umsätze im letzten Jahr erstmals für ein drittes Quartal aufgetaucht seien.

Geografisch gesehen sei Amerika weiterhin der größte Absatzmarkt und habe ein Wachstum von 4,5 Prozent erzielt. Das höchste Wachstum habe der übrige asiatisch-pazifische Raum mit 14 Prozent verzeichnet. Einzig in Japan hätten die Umsätze rund 16 Prozent tiefer gelegen. Ein relevanter Grund für diese Entwicklung dürfte der Wertverlust der japanischen Währung gegenüber dem US-Dollar sein.

China sei ein wichtiger Produktionsstandort für Elektronikgeräte. Ausschlaggebend seien günstige Produktionskosten, verfügbare Arbeitskräfte und hohe Produktionskapazitäten. Auch Apple vertraue auf den Produktionsstandort und lasse seine Geräte in Fertigungsbetrieben chinesischer Partner herstellen.

In der jüngsten Vergangenheit habe Apple begonnen, nach alternativen Standorten Ausschau zu halten. Dafür gebe es einerseits politische Gründe. Die USA und China befänden sich in einem Handelsstreit, bei dem es um die Einführung neuer und die Erhöhung bestehender Importzölle gehe. Andererseits seien auch die Lohnkosten an chinesischen Produktionsstandorten im Laufe der Zeit gestiegen. Aus diesem Grund werde die Produktion in einigen Fällen bereits in den südostasiatische Raum verlegt. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie abhängig viele Unternehmen von China seien. Ein Grund dafür seien die zahlreichen Fabrikschließungen gewesen, welche die Lieferketten durcheinandergebracht hätten. Zudem würden die Unsicherheiten aufgrund der chinesischen Covid-Strategie die Planung erschweren.

Apple habe erste Schritte eingeleitet, um die Produktion zu diversifizieren. Damit stehe der Konzern nicht allein, denn Tech-Größen wie Microsoft und Amazon.com hätten ähnliche Vorhaben. Im Vorfeld der Produktepräsentation habe die "New York Times" berichtet, dass die Produktion eines kleinen Teils des neuen iPhone-Modells in Indien vorgesehen sei. Bereits heute werde ein Teil der iPads und Kopfhörer in Vietnam produziert.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die 4,00% Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) Quanto (ISIN DE000VV6YMM4 / WKN VV6YMM) auf Apple und Microsoft. Der Basispreis betrage 100,00%, die Barriere 70,00%. Der aktuelle Verkaufspreis belaufe sich auf 100,00%. Die Laufzeit ende am 15.09.2023. (Stand: 28.09.2022)

Da der weitere Kursverlauf der Aktien von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. (Ausgabe September 2022) (29.09.2022/alc/a/a)

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