Deutschland: Inflationsdaten könnten für eine negative Überraschung sorgen


29.09.22 13:02
XTB

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das wichtigste europäische Ergebnis des Tages ist die Veröffentlichung des deutschen Inflationsberichts für September, der für 13:00 Uhr vorgesehen ist, so die Experten von XTB.

Der Marktkonsens deute auf eine Beschleunigung von 7,9% auf 9,5% im Jahresvergleich hin. Angesichts der heute veröffentlichten Inflationsdaten aus den deutschen Bundesländern bestehe jedoch eine große Chance, dass der tatsächliche Bericht negativ überrasche (im Jahresvergleich):

- Nordrhein Westfalen: 10,1% gegenüber 8,1% im August
- Baden Württemberg: 9,5% gegenüber 7,3% im August
- Hessen: 9,4% gegenüber 8,0% im August
- Bayern: 10,8% gegenüber 8,4%im August
- Brandenburg: 9,9% gegenüber 7,9% im August
- Sachsen: 9,2% gegenüber 7,3% im August

Wie man sehen könne, sei in fast allen Bundesländern eine deutliche Beschleunigung festgestellt worden, wobei die meisten von ihnen Werte von 9,5% oder mehr ausgewiesen hätten. Der EUR habe heute Morgen zugelegt, allerdings aus unterschiedlichen Gründen. Eine Reihe von EZB-Mitgliedern, die sich heute zu Wort gemeldet hätten, hätten sich für eine Anhebung der Zinssätze um 50 oder 75 Basispunkte bei der nächsten Sitzung ausgesprochen, wobei Olli Rehn sogar gesagt habe, dass die Zinssätze bis Weihnachten ein neutrales Niveau erreichen sollten.

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (29.09.2022/alc/a/a)