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Australien: Sanftere Geldpolitik der Notenbank bremst den AUD weiter aus


30.11.22 11:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Preise für Kohle sind zwar immer noch auf hohem Niveau, haben sich aber von ihrem Höchststand entfernt, so die Analysten von Postbank Research.

Australiens bedeutendster Exportartikel, Eisenerz, leide unter der schwächeren chinesischen Stahlnachfrage und dem erneuten Aufflammen von Covid. Ein Großteil des Pessimismus sollte jedoch bereits eingepreist sein.

Aktivitätsindikatoren seien im Oktober weitgehend stabil geblieben. Der PMI für das Verarbeitende Gewerbe sei leicht von 52,8 im September auf 52,7 im Oktober gesunken. Auf der anderen Seite habe sich der PMI für Dienstleistungen verbessert, obwohl er weiterhin im Schrumpfungsbereich geblieben sei. Er sei von 49,0 auf 49,3 gestiegen.

Der Inflationsdruck habe sich im dritten Quartal fortgesetzt. Der Verbraucherpreisindex sei im dritten Quartal 7,3 Prozent zum Vorjahresquartal gestiegen, nach 6,1 Prozent im zweiten Quartal. Die monatliche Inflationsschätzung des Melbourne Institute sei von 5,0 zum Vorjahr im September auf 5,2 Prozent im Oktober gestiegen.

Die RBA habe ihren Leitzins auf ihrer letzten Sitzung Anfang November um 25 Basispunkte auf 2,85 Prozent erhöht. Erhöhungen um 25 Basispunkte statt zuvor 50 seien nun vom Markt eingepreist, wobei die Möglichkeit von Überraschungen nun begrenzt zu sein scheine. Die RBA schiele dabei mit einem Auge auf den Häusermarkt.

Über die nächsten sechs Monate würden die Analysten im Großen und Ganzen eine Seitwärtsbewegung des Wechselkurses in der Nähe des aktuellen Niveaus von EUR/AUD 1,54 erwarten. (Ausgabe Dezember 2022) (30.11.2022/alc/a/a)