Anleihen-Woche KW11 - 2021: Agri Resources, Schlote, Eyemaxx, Aves One, EMAF, DMAF, Homann Holzwerkstoffe


22.03.21 09:00
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - Kalenderwoche 11 am KMU-Anleihemarkt (15.03. bis 19.03.2021) - die Agri Resources Group S.A hat mit ihrer neuen 8,00%-Anleihe (ISIN DE000A287088 / WKN A28708) ein Volumen von 40 Mio. Euro am Kapitalmarkt einsammeln können, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Damit seien 80% des maximalen Gesamtvolumen der Anleihe von 50 Mio. Euro platziert worden. Die Agri Resources-Anleihe 2021/26 notiere seit dem 17. März 2021 im Open Market der Börse Frankfurt und sei während der Zeichnungsphase sowohl vom Europäischen (EMAF) als auch vom Deutschen (DMAF) Mittelstandsanleihen FONDS gezeichnet worden.

In einem aktuellen Anleihen-Barometer würden die Analysten der KFM Deutsche Mittelstand AG darüber hinaus die neue vollständig platzierte 4,50%-Anleihe der Homann Holzwerkstoffe GmbH (ISIN DE000A3H2V19 / WKN A3H2V1) als "durchschnittlich attraktiv" (positiver Ausblick) mit 3,5 von 5 möglichen Sternen bewerten.

Anleihebedingungen sollten geändert werden - die Eyemaxx Real Estate AG möchte die Verpflichtung zur Einhaltung einer bestimmten Eigenkapitalquote in den Anleihebedingungen ihrer jüngsten drei Unternehmensanleihen 2018/23, 2019/24 und 2020/25 streichen, wodurch auch ein entsprechendes Sonderkündigungsrecht entfallen würde. Hintergrund sei, dass aufgrund COVID-19-bedingter Projektabwertungen im Vergleich zu den bisherigen gutachterlich bestätigten Verkehrswerten, insbesondere bei Gewerbeimmobilien, die Eigenkapitalquote der Eyemaxx Real Estate AG deutlich sinken könnte. Die Anleihegläubiger müssten diesem Vorhaben der Emittentin allerdings erst noch zustimmen.

Unterdessen habe Eyemaxx in der letzten Woche seine 7,00%-Anleihe 2016/21 mit einem ausstehenden Volumen von 19,5 Mio. Euro vollumfänglich und fristgemäß zurückgezahlt.

Vorläufige Finanzkennahlen - die Schlote-Gruppe spüre die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich und verzeichne im Geschäftsjahr 2020 ein vorläufiges Konzernergebnis von -16,9 Mio. Euro (2019: 2,3 Mio. Euro). Für das Geschäftsjahr 2021 sei das Schlote-Management aber wieder weitaus optimistischer und gehe von einer deutlichen Reduzierung des Jahresfehlbetrags aus. Zur weiteren Stabilisierung und Überwindung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie habe die Schlote Gruppe in 2020 von ihren Hausbanken ein Darlehen von insgesamt 20 Mio. Euro erhalten, die zu 90% durch eine Bürgschaft des Landes Niedersachsen abgesichert seien. Zusätzlich habe das Unternehmen Mittel in Höhe von 25,5 Mio. Euro aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) erhalten.

Die SINGULUS Technologies AG rechne für 2020 mit einem EBIT in der Bandbreite von -38,0 bis -39,0 Mio. Euro, das Unternehmen habe nach eigenen Angaben aber aktuell hinreichend liquide Mittel zur Finanzierung des laufenden Geschäfts. Die Anleihe-Laufzeit der SINGULUS-Anleihe 2016/21 solle jetzt um weitere fünf Jahre bis zum Juli 2026 mit reduziertem Kupon verlängert werden. Dafür sollten kurzfristig alle Anleiheinhaber zu den erforderlichen Abstimmungen eingeladen werden.

Die Aves One AG veräußere ihr gesamtes Seecontainer-Portfolio für rund 182,5 Mio. USD an einen institutionellen Investor und werde sich fortan hauptsächlich auf ihr profitables Rail-Geschäft fokussieren. Mit dem Verkauf generiere das Hamburger Unternehmen eine Liquidität von rund 23,8 Mio. USD für weitere Rail-Akquisitionen. Des Weiteren werde sich Aves-Vorstand Jürgen Bauer zum 31. März 2021 aus dem Vorstandsteam der Aves One AG verabschieden.

Das Aktien- und Anleiheportfolio, das die Deutsche Rohstoff AG im vergangenen Jahr als Reaktion auf die COVID-Krise in Öl- und Goldaktien sowie Anleihen aufgebaut habe, liefere weiterhin sehr gute Ergebnisse. Im ersten Quartal 2021 (Stichtag 15. März) hätten sich die realisierten Gewinne auf 8,2 Mio. Euro belaufen.

Die ABO Wind AG erwirtschafte nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2020 mit 13,1 Millionen Euro (Vorjahr: 11,4) zum fünften Mal in Folge einen Jahresüberschuss von mehr als zehn Millionen Euro. Dabei hätten Projekte in elf Ländern jeweils mindestens 200.000 Euro zum Konzernumsatz in Höhe von 149,2 Millionen Euro (Vorjahr: 126,3) beigesteuert. Zudem werde das Energieunternehmen - neben Wind und Solar - Batteriespeicher als dritte technologische Säule in ihr Kerngeschäft einbringen.

Die DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft erreiche nach vorläufigen und noch ungeprüften Zahlen im Geschäftsjahr 2020 einen Konzernumsatz von ca. 50 Mio. Euro (Vorjahr: 185,2 Mio. Euro) und bewege sich damit im Rahmen der Prognose und der Markterwartung.

Die ERWE Immobilien AG müsse pandemiebedingt Wertkorrekturen bei Bestandsobjekten hinnehmen, was im Vergleich zum Vorjahr zu einem deutlich verringerten Bewertungsergebnis führe. Das Konzernergebnis nach Steuern werde in 2020 nach vorläufigen Zahlen bei 0,1 Mio. Euro liegen (Vorjahr: 8,7 Mio. Euro).

Der monatlich ausschüttende offene Rentenfonds FU-Fonds - Bonds Monthly Income habe in der letzten Woche zum 19. Mal in Folge 0,25 Euro pro Anteil an seine Anleger ausgeschüttet.

Und die Scope Group übernehme zum 1. Januar 2021 die Euler Hermes Ratings GmbH. Euler Hermes Rating agiere bislang unter dem Dach des Kreditversicherers Euler Hermes und des Versicherungskonzerns Allianz und ergänze künftig das Geschäft von Scope vor allem in Bezug auf kleine und mittelgroße Unternehmen (SME) sowie auf Projektfinanzierungen. Euler Hermes Rating werde künftig unter "Scope Hamburg GmbH" firmieren.

Den kompletten Beitrag mit den wichtigsten KMU-Anleihen-News der elften Kalenderwoche 2021 im Überblick finden Sie hier. (News vom 20.03.2021) (22.03.2021/alc/n/a)






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