Veganz: Konjunktureintrübung veranlasst Veganz zu Anpassung der Jahresprognose 2022 - Anleihenews


20.09.22 09:30
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Die weltweiten Lieferkettenengpässe sowie die durch Energiepreiserhöhungen und allgemeinen Inflationsdruck beeinträchtigte Konsumentenstimmung im Lebensmitteleinzelhandel wirken sich weiterhin negativ auf das Geschäft der Veganz Group AG (ISIN DE000A3E5ED2/ WKN A3E5ED) aus, so das Unternehmen in einer aktuelle Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Veganz passt daher die Jahresprognose für das Geschäftsjahr 2022 an.

In Abhängigkeit von den makroökonomischen Rahmenbedingungen erwartet Veganz für das Geschäftsjahr 2022 nunmehr sowohl auf Gruppenebene als auch auf Einzelgesellschaftsebene der Veganz Group AG einen deutlichen (bisher: leichten) Umsatzrückgang (Vorjahr: 33,5 Mio. Euro bzw. 30,4 Mio. Euro) sowie weiterhin ein gegenüber dem Vorjahr leicht verringertes EBITDA (Vorjahr: -9,8 Mio. Euro).

Um dem veränderten Marktumfeld Rechnung zu tragen, hat die Gesellschaft zunächst drei wesentliche Maßnahmen hinsichtlich Produktion, Vertriebsaußendienst und Marketing auf den Weg gebracht:

So hat Veganz die Investitionen für den Aufbau der geplanten Veganz Food Factory am Standort Werder (Havel) gestoppt und wird die abgeschlossene Planung unter neuen Rahmenbedingungen an einem anderen Standort im Bundesland Brandenburg umsetzen. Währenddessen investiert das Unternehmen weiter in kleinere, temporäre Produktionsstätten für die Eigenproduktion der Fleisch-, Fisch, Käse- und Eialternativen. Damit wird ein liquiditätsschonender Hochlauf der Eigenproduktion, der zudem eine schnelle Anpassung an die jeweilige Nachfragesituation ermöglicht und die Produktionsanlaufrisiken minimiert, ermöglicht.

Um die Vertriebseffizienz zu verbessern, hat das Unternehmen die Zahl der Vertriebsaußendienstmitarbeiter:innen bereits zum 31. Juli 2022 von 50 auf 30 reduziert und wird das Team bis April 2023 schrittweise weiter auf etwa 20 Mitarbeiter:innen verkleinern. Bei sich positiv verändernden Marktbedingungen können die erforderlichen Kapazitäten wieder kurzfristig aufgestockt werden.

Zudem hat Veganz die Schwerpunkte in der Produktkommunikation und der Auswahl der Marketingkanäle verändert und die strategische Marktbearbeitung der aktuellen Unternehmenslage angepasst, um die geplanten Marketingaktivitäten und -kosten deutlich zu reduzieren und sich auf definierte Kern- und Fokuskategorien sowie die Produkte aus Eigenproduktion zu konzentrieren. Die Gesellschaft geht daher nicht mehr von einem allgemeinen, sondern nunmehr von einem zielgruppenspezifischen Ausbau der Markenbekanntheit im Geschäftsjahr 2022 aus.

Der Halbjahresbericht zum 30. Juni 2022 wird am 29. September 2022 veröffentlicht.

Erläuterungen zu den verwendeten alternativen Finanzkennzahlen:

EBITDA ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Um das EBITDA zu berechnen, werden zunächst die Umsatzerlöse und die sonstigen betriebliche Erträge addiert. Anschließend werden der Materialaufwand (bestehend aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren), der Personalaufwand (bestehend aus Löhnen und Gehältern sowie sozialen Abgaben, Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung) sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (angepasst um Einmalaufwendungen, die nicht Teil des normalen operativen Geschäftsverlaufs sind) abgezogen. (Pressemitteilung vom 19.09.2022) (20.09.2022/alc/n/a)





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