Mutares: Konzernumsatz steigt in 9M 2022 um 52% - Anhaltend hohe Transaktionsaktivität - Anleihenews


08.11.22 09:47
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Die Mutares SE & Co. KGaA (ISIN DE000A2NB650/ WKN A2NB65) ("Mutares" und, zusammen mit ihren konsolidierten Tochterunternehmen, "Konzern") hat heute die Zahlen zu den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 ("Berichtszeitraum") veröffentlicht, so das Unternehmen in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemitteilung:

Der Geschäftsverlauf im Berichtszeitraum war insbesondere von einer erneut hohen Transaktionsaktivität geprägt. Mit bis dato insgesamt zwölf vereinbarten bzw. abgeschlossenen Akquisitionen befindet sich Mutares auf Kurs, die Wachstumsziele für das Geschäftsjahr 2022 zu erreichen.

Wachstum auf Holding- und Konzernebene

Die Umsatzerlöse der Mutares-Holding aus Beratungsleistungen an verbundene Unternehmen und Management Fees stiegen in den ersten neun Monaten 2022 um 28% auf EUR 45,5 Mio. (Vorjahr: EUR 35,6 Mio.) an. Der Anstieg ist eine Folge der hohen Transaktionsaktivität und eines dadurch vergrößerten Portfolios. Umsatzerlöse und Dividenden aus dem Portfolio ergeben das sog. "Portfolio Income", welches sich für die ersten neun Monate 2022 auf EUR 49,4 Mio. (Vorjahr: EUR 36,0 Mio.) beläuft. Damit ergibt sich ein Nettoergebnis der Mutares-Holding für die ersten neun Monate 2022 von EUR 16,2 Mio., gegenüber EUR 17,6 Mio. im Vorjahreszeitraum. Während im Vorjahreszeitraum aus dem Verkauf der Anteile an der STS Group AG ein deutlich positiver Effekt resultierte, zeichnet im Berichtszeitraum das ausgebaute Beratungsgeschäft verantwortlich für einen deutlich positiven Ergebnisbeitrag. Gleichzeitig werden für das vierte Quartal 2022 noch Dividenden von Portfoliounternehmen sowie Exit-Erlöse aus dem Verkauf von Beteiligungen erwartet.

Der Mutares-Konzern erzielte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 Umsatzerlöse von EUR 2.677,6 Mio. (Vorjahr: EUR 1.762,7 Mio.). Der deutliche Zuwachs basiert vor allem auf der hohen Transaktionsaktivität im zweiten Halbjahr 2021 sowie im Berichtszeitraum. Die Gewinne aus günstigem Erwerb ("Bargain Purchase")[1] waren erneut ein wesentlicher Treiber für das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) des Konzerns, welches sich in den ersten neun Monaten 2022 auf EUR 149,2 Mio. belief. Das Konzern-EBITDA des Vorjahreszeitraums in Höhe von EUR 496,5 Mio. war im Wesentlichen durch den Gewinn aus dem Erwerb von Lapeyre getrieben. Das insbesondere um die Einflüsse aus den geschäftsmodellimmanent regelmäßigen Veränderungen in der Zusammensetzung des Portfolios bereinigte Adjusted EBITDA beläuft sich für die ersten neun Monate 2022 auf EUR -37,7 Mio. (Vorjahr: EUR -30,3 Mio.) und wurde in starkem Maße durch die externen Rahmenbedingungen, allen voran durch die rückläufigen Absatzvolumina und erhebliche Preissteigerungen im Bereich von Energie und Rohmaterialien, insbesondere im Segment Automotive & Mobility, belastet.

Anhaltend hohe Transaktionsdynamik und viele Opportunitäten im heraus­fordernden Umfeld

Mutares ist dank der internationalen Präsenz ideal positioniert, um einen kontinuierlichen Transaktionsfluss zu realisieren und die zahlreichen Chancen, die sich aufgrund des derzeitigen Markt- und Konjunkturumfeldes bieten, zu nutzen und das Portfolio weiter auszubauen. Mutares kann aktuell aus einer Deal-Pipeline mit einem Umsatzvolumen von mehr als EUR 8 Mrd. schöpfen.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 hat Mutares elf Akquisitionen getätigt (davon sieben bereits abgeschlossen), eine zwölfte kam nach dem Stichtag für das dritte Quartal bereits hinzu, sodass die Zielvorgabe mit durchschnittlich einer Transaktion pro Monat für das laufende Geschäftsjahr bereits erfüllt wurde. In den nächsten Monaten liegt der Fokus darauf, aus dem in diesen herausfordernden Zeiten stark steigenden Opportunitäten-Pool weiteres Wachstum zu generieren und speziell im europäischen Ausland weiter zu expandieren.

Gleichzeitig ist es Mutares trotz des herausfordernden Umfelds gelungen, zwei erfolgreiche Exits zu realisieren. Mit dem im September vereinbarten Verkauf von 100% an der Nordec Group an ein Käuferkonsortium konnte Mutares die erfolgreiche Unterzeichnung des dritten Exits im laufenden Geschäftsjahr mit einem ROIC innerhalb der Zielspanne von 7x bis 10x verbuchen. Auch für die folgenden Quartale sieht der Vorstand gute Chancen, weitere Exits der sich in der Harvesting-Phase befindenden Portfoliounternehmen, wie Clecim, La Rochette, Terranor oder SABO, zu realisieren.

Umsatzwachstum in allen drei Segmenten

Die Umsatzerlöse des Segments Automotive & Mobility beliefen sich im Berichtszeitraum auf EUR 707,8 Mio. (Vorjahr: EUR 508,8 Mio.). Dabei trugen vor allem die Umsatzbeiträge der zu Beginn des zweiten Halbjahres 2021 erworbenen Light Mobility Solutions zum deutlichen Anstieg bei. Das EBITDA des Segments betrug in den ersten neun Monaten 2022 EUR 48,3 Mio. (Vorjahr: EUR 95,2 Mio.) und wurde von den Gewinnen aus günstigem Erwerb ("Bargain Purchase") der Akquisitionen des dritten Quartals[2], insbesondere der von MoldTecs zum 30. September 2022, positiv beeinflusst. Dagegen wirkten sich die externen Faktoren, insbesondere rückläufige Absatzvolumina und erhebliche Preissteigerungen im Bereich von Energie und Roh­materialien, weiter negativ auf das Adjusted EBITDA des Segments aus, das dadurch mit EUR -47,9 Mio. unter dem Vorjahreswert lag (EUR -10,5 Mio.), aber gleichzeitig im Quartalsverlauf ausgehend vom ersten Quartal einen positiven Trend aufweist.

Die Beteiligungen des Segments Engineering & Technology erzielten in den ersten neun Monaten 2022 Umsatzerlöse von EUR 880,3 Mio. (Vorjahr: EUR 650,1 Mio.). Maßgeblich für den Umsatzanstieg war neben dem erfreulichen organischen Wachstum insbesondere die vollständige Einbeziehung der im Vorjahr erworbenen Beteiligungen (La Rochette Cartonboard und Clecim) sowie die Akquisitionen im Berichtszeitraum (Special Melted Products und VALTI). Gewinne aus günstigem Erwerb ("Bargain Purchase") für im Berichtszeitraum abgeschlossene Akquisitionen[3] trugen zu einem deutlich positiven EBITDA von EUR 88,6 Mio. (Vorjahr: EUR 48,1 Mio.) bei. Das Adjusted EBITDA von EUR -2,0 Mio. (Vorjahr: EUR -9,9 Mio.) konnte unter anderem aufgrund der positiven Entwicklung bei La Rochette, Clecim, Royal de Boer und Japy Tech erfreulich verbessert werden, wurde auf der anderen Seite aber von den noch negativen Ergebnisbeiträgen der Akquisitionen des Berichtszeitraums belastet.

Die Umsatzerlöse des Segments Goods & Services beliefen sich in den ersten neun Monaten 2022 auf EUR 1.091,1 Mio. (Vorjahr: EUR 603,3 Mio.). Verantwortlich für den Anstieg waren vor allem der Erwerb von Lapeyre im Juni 2021 sowie die Akquisition von Frigoscandia zum Ende des Geschäftsjahres 2021. Das EBITDA des Segments belief sich im Berichtszeitraum auf EUR 9,5 Mio. Auf das EBITDA des Vorjahreszeitraums von EUR 379,2 Mio. hatte insbesondere der Gewinn aus günstigem Erwerb ("Bargain Purchase") aus der Akquisition von Lapeyre einen maßgeblich positiven Einfluss. Das Adjusted EBITDA lag im Berichtszeitraum bei EUR +6,9 Mio. (Vorjahr: EUR -11,6 Mio.) und spiegelt die erfreuliche operative Entwicklung, insbesondere bei Frigoscandia, Terranor und SABO, wider.

Das Adjusted EBITDA[4] fluktuiert signifikant entlang der drei Phasen der Wertschöpfung, die Beteiligungen üblicherweise während ihrer Zugehörigkeit zur Mutares Group durchlaufen (Realignment, Optimization und Harvesting).

Ausblick

Basierend auf der bisherigen Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 sowie den abgeschlossenen und unterzeichneten Akquisitionen bestätigt der Vorstand die Prognose für das Geschäftsjahr 2022.

Aufgrund des nach wie vor herausfordernden Umfelds sieht der Vorstand die künftige Entwicklung der Portfoliounternehmen und des Konzerns insgesamt in Bezug auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage aber maßgeblich beeinflusst vom weiteren Verlauf des Kriegs in der Ukraine und den als indirekte Auswirkungen einhergehenden Störungen der Lieferketten, signifikanten Preissteigerungen für Rohmaterialien, Vorprodukte und Energie, Zinserhöhungen und einer weiter anhaltenden hohen Inflationsrate sowie einer sich insgesamt ergebenden Abschwächung der Konjunktur. Es besteht somit das Risiko für einzelne Portfoliounternehmen im Mutares-Konzern, dass sich der deutliche Anstieg der Beschaffungspreise sowie das Wegbrechen von Umsätzen negativ auf das Ergebnis sowie die Finanzlage der Gesellschaften auswirken sowie die Restrukturierungsprozesse verlangsamen könnte.

Der Jahresüberschuss der Mutares-Holding, der sich aus Umsatzerlösen aus dem Beratungsgeschäft einerseits und andererseits aus Dividenden von Portfoliounternehmen sowie Exit-Erlösen aus dem Verkauf von Beteiligungen speist, wird im Gesamtjahr 2022 in einer Spanne von EUR 72 Mio. bis EUR 88 Mio. erwartet. Damit geht der Vorstand auf Basis der aktuellen Planungen davon aus, dass auch für das Geschäftsjahr 2022 ein ausreichend hoher Jahresüberschuss erzielt werden kann, um die Dividendenfähigkeit der Mutares SE & Co. KGaA auf dem Niveau der Markterwartung sicherzustellen.

Das aktuelle Markt- und Konjunkturumfeld bietet umfangreiche Chancen, das Portfolio signifikant auszubauen. Das Portfoliowachstum ist die Grundlage für zuverlässig prognostizierbare Umsatzerlöse aus dem Beratungsgeschäft sowie Dividenden- und Exit-Erlöse entlang der drei Phasen der Wertschöpfung. Vor dem Hintergrund der sich bietenden Chancen bekräftigt das Management auch die Mittelfristziele, die bis zum Geschäftsjahr 2025 einen Anstieg des Konzernumsatzes auf ca. EUR 7,0 Mrd. und einen Jahresüberschuss der Mutares-Holding in einer Spanne von EUR 125 Mio. bis EUR 150 Mio. vorsehen.

Telefonkonferenz heute um 14:00 Uhr

Für Analysten, Investoren und Pressevertreter wird heute um 14:00 Uhr (MEZ) eine Video- und Telefonkonferenz (Webcast) in englischer Sprache stattfinden. Anmeldungen hierfür sind möglich per E-Mail an ir@mutares.de. Die per Webcast gezeigte Präsentation kann unter https://ir.mutares.de/veroeffentlichungen/ heruntergeladen werden.

[1] Vorläufiger Wert vor Finalisierung der Kaufpreisallokationen

[2] Vorläufiger Wert vor Finalisierung der Kaufpreisallokationen.

[3] Vorläufiger Wert vor Finalisierung der Kaufpreisallokationen.

[4] Das Adjusted EBITDA ist eine um Sondereffekte insbesondere aufgrund der Einflüsse aus den geschäftsmodellimmanent regelmäßigen Veränderungen in der Zusammensetzung des Portfolios bereinigte EBITDA-Steuerungskennzahl. Basis für die Berechnung bildet das berichtete Konzern-EBITDA, bereinigt um transaktionsbedingte Effekte (Gewinne aus günstigem Erwerb bzw. Entkonsolidierungseffekte) sowie Restrukturierungs- und sonstige Einmalaufwendungen. (08.11.2022/alc/n/a)





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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A2NB650 A2NB65 24,60 € 14,28 €