HÖRMANN Industries: Verlustergebnis im ersten Halbjahr 2022 - Anleihenews


01.09.22 10:55
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - Halbjahreszahlen 2022 - die HÖRMANN Industries GmbH meldet in den ersten sechs Monaten 2022 einen leichten wertschöpfenden Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und einen Konzernfehlbetrag in Höhe von minus 3,9 Mio. Euro (Vorjahr: Konzernüberschuss von 9,0 Mio. Euro), berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Das EBITDA der HÖRMANN Gruppe habe im Berichtszeitraum mit 6,4 Mio. Euro (Vorjahr: 19,8 Mio. Euro) ebenso wie das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 13,8 Mio. Euro) ebenfalls deutlich unter den Vorjahreswerten gelegen. Der Umsatzrückgang resultiere laut Unternehmen im Wesentlichen aus den Bereichen Automotive und Intralogistics, die im ersten Halbjahr 2022 durch die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts und der COVID-19-Pandemie sowie der damit verbundenen Lieferengpässe und Projektverzögerungen belastet worden seien.

"Ertragslage aufgrund herausforderndem Umfeld annehmbar"

"Vor dem Hintergrund des sehr herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds ist die Ertragslage im ersten Halbjahr annehmbar, aber nicht zufriedenstellend. Trotz der erneuten längeren Produktionsunterbrechung im Bereich Automotive und den stark gestiegenen Kosten, unter anderem für Material und Energie, haben wir den operativen Turnaround geschafft und sind im zweiten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt. Für den restlichen Jahresverlauf sind wir verhalten optimistisch und erwarten für das Gesamtjahr eine anhaltende Stabilisierung der Ergebnisentwicklung", so Johann Schmid-Davis, CFO der HÖRMANN Industries GmbH.

ANLEIHE CHECK: Die im Juni 2019 begebene Anleihe 2019/24 der HÖRMANN Industries GmbH sei mit einem Zinskupon von 4,50% p.a. (Zinstermin jährlich am 06.06.) ausgestattet und habe eine Laufzeit bis zum 06.06.2024. Die Anleihe sei im maximalen Volumen von 50 Mio. Euro vollständig platziert. Die Anleihe notiere aktuell an der Börse Frankfurt bei 101% (Stand: 31.08.2022).

Prognose für Gesamtjahr angepasst

Vor dem Hintergrund der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2022 habe die HÖRMANN Gruppe ihre Prognose für das Gesamtjahr 2022 leicht angepasst. Auf Konzernebene erwarte die HÖRMANN Industries GmbH nach Bewertung der aktuellen Auftragslage und zuversichtlicher Einschätzung der Geschäftsentwicklung für das laufende Jahr einen Gesamtumsatz von 630 Mio. Euro bis 660 Mio. Euro (bisher 585 Mio. Euro bis 610 Mio. Euro). Wesentliche Ursache für die Anhebung der Umsatzprognose seien inflationsbedingte Preisüberwälzungen, vorrangig im Bereich Automotive.

Im Zusammenhang mit der erwarteten überproportionalen Umsatzrealisierung im vierten Quartal strebe das Unternehmen für das operative Geschäft ein positives operatives EBIT zwischen 20,5 Mio. Euro und 23,5 Mio. Euro (bisher 22 Mio. Euro bis 25 Mio. Euro) an. Die Reduzierung sei auf den negativen Einfluss gestiegener Materialpreise vorrangig in den Bereichen Automotive und Intralogistics zurückzuführen. Hinzu würden absehbare Steigerungen bei Personal- und Energiekosten in der zweiten Jahreshälfte kommen.

Hinweis: Die HÖRMANN Industries GmbH weise darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse abweichen könnten und unter anderem stark von der weiteren Entwicklung der Materialverfügbarkeit sowie der Energiekosten abhängen würden.

Finanzkennzahlen der einzelnen Geschäftsbereiche

Im Bereich Automotive habe sich der Umsatz materialpreisbedingt gegenüber dem Vorjahr auf 189,0 Mio. Euro (Vorjahr: 181,2 Mio. Euro) erhöht. Preisbereinigt belaufe sich der wertschöpfende Umsatz auf rund 179 Mio. Euro. Durch die stark gestiegenen Material- und Energiepreise liege das EBIT nach den ersten sechs Monaten 2022 bei ‑5,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro).

Der Bereich Communication sei ein Umsatz auf Vorjahresniveau in Höhe von 75,3 Mio. Euro realisiert worden (Vorjahr: 76,6 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern habe sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2021 auf 9,8 Mio. Euro (Vorjahr: 13,8 Mio. Euro) reduziert.

Der Bereich Engineering habe mit Umsatzerlösen von 10,6 Mio. Euro unter dem Umsatz der Vorjahresperiode (12,8 Mio. Euro) gelegen. Unterstützt durch einen margenstarken Produkt- und Leistungsmix habe das EBIT trotz der Umsatzreduktion auf 2,4 Mio. Euro gesteigert werden können (Vorjahr: 2,1 Mio. Euro).

Der neu gegründete Geschäftsbereich Intralogistics habe im ersten Halbjahr 2022 einen Umsatz von 22,7 Mio. Euro (Vorjahr: 26,0 Mio. Euro) erzielt. Der Bereich sei aktuell mit einem Auftragsbestand in Höhe von über 120 Mio. Euro ausgelastet, wobei fehlende Personalressourcen, Lieferengpässe, Materialpreissteigerungen und Bauzeitverzögerungen die Projektrealisierungen laut Unternehmensangaben zum Teil massiv erschweren würden. Diese Einschränkungen hätten in den ersten sechs Monaten 2022 zu einem negativen EBIT in Höhe von -3,5 Mio. Euro geführt (Vorjahr: -0,8 Mio. Euro).

INFO: Der Konzernzwischenbericht für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2022 sei unter http://www.hoermann-gruppe.de/investor-relations/finanzpublikationen/ abrufbar.

Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (News vom 31.08.2022) (01.09.2022/alc/n/a)





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