8,50%-R-Logitech S.A.M.-Anleihe 18/23 wird weiterhin als "äußerst attraktiv" eingeschätzt - Anleihenews


15.06.22 16:33
KFM Deutsche Mittelstand AG

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen Barometer zu der 8,50%-Anleihe der R-Logitech S.A.M. mit Laufzeit bis 2023 (ISIN DE000A19WVN8 / WKN A19WVN) kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe weiterhin als "äußerst attraktiv (positiver Ausblick)" (5 von 5 möglichen Sternen) einzuschätzen , so die KFM Deutsche Mittelstand AG.

Darstellung des Unternehmens anhand veröffentlichter, kostenlos und frei zugänglicher Informationen

Branche: Logistik
Kerngeschäft: internationaler Anbieter von Hafen-Infrastruktur und Logistik-Dienstleistungen

Marktgebiet:

weltweit
(15 Länder in Europa, 3 Länder in Amerika, 18 Länder in Afrika, 4 Länder im mittleren Osten und Asien)

Tochter-Gesellschaften und deren Geschäftsmodelle:

Die R-Logitech Gruppe sei in sechs Geschäftsbereichen organisiert: Häfen und Terminals, Logistik-Dienstleistungen, Massengutumschlag, Sack-Abfüllungen, Transporte und Technology. Das (konsolidierte) Berichtswesen der Gruppe konzentriere sich auf die Bereiche Hafenbetrieb und Logistik-Dienstleistungen, die folgende vier Unternehmen, bzw. Beteiligungen an diesen, umfassen würden:

Euroports (35 Tiefsee-Terminals, fünf Inlandsterminals, 62 Mio. Tonnen Umschlag pro Jahr und 4,8 Mio. Tonnen Lagerkapazität in Europa & China): eines der größten Hafen-Infrastruktur Unternehmen Europas, das ein Netzwerk von Häfen an strategischen Standorten quer über Europa und China betreibe/führe und seine Position mit Akquisitionen in strategische Standorte stärke. Seine Kundenvorteile würden hoch qualitative maritime Lieferketten beinhalten, die durch das Netzwerk aus Tiefsee- und Inland-Terminals zur Verfügung gestellt würden. Es habe langfristige Geschäftsverbindungen mit führenden industriellen Kunden quer über die Industrie mit natürlichen Rohstoffen, inklusive Metallen und Mineralien, Düngemittel, Zucker und Papier.

R-Logistic (20 Standorte, über 600 Mitarbeiter, West-/Zentral-Afrika): sei mit einem Netzwerk aus Anlagen und Büros auf dem afrikanischen Kontinent tätig. Das Unternehmen unterstütze seine Kunden in deren Kerngeschäften (Bergbau, Öl und Gas, Industrie, Landwirtschaft, Warenterminhandel, militärische Logistik und Kühlketten) mit innovativen und ganzheitlichen Transportlösungen unter Nutzung verschiedener Transportmittel und biete Terminalmanagement-Dienstleistungen für normale und Massengüter.

Es betreibe Hafen-Terminals in West Afrika mit effizienten Arbeitsprozessen quer durch die Lieferketten, die von den umfangreichen Synergien der R-Logitech-Gruppe zwischen China und Afrika profitieren würden.

Nectar Group (Gründung 1972, über 400 Mitarbeiter): Betreiber von Hafen-Terminals in Süd/Ost-Afrika, Spezialist für Güterumschlag und Anbieter von Hafen-Dienstleistungen. Das Unternehmen sei innovativ und führend bei der Verladung von Massen-/Schüttgütern in Säcken an Kaianlagen. Es sei in der Lage, Be-/Entladen von Schiffen, Abfüllen von Waren (Schüttgut) in Säcke, Lagerhaltung und Logistik-Lösungen für jeden Bedarf sowie eine Bandbreite mobiler Lösungen für den Güterumschlag, inklusive seiner preisgekröhnten mobilen Techniken, anzubieten. Seine branchenführende Ausstattung könne maßgeschneidert werden, um spezifische Anforderungen zu erfüllen.

Manuport Logistics (Sitz in Antwerpen, 23 Büros weltweit, über 600 Mitarbeiter, in 2021: 420 Mio. Euro Umsatz, 325.000 TEU Umschlag): Das Unternehmen biete Kunden ganzheitliche Lieferketten-Lösungen mit breiten Möglichkeiten an Speditions-Dienstleistungen sowie ein diversifiziertes Portfolio führender Kunden mit speziellen industriellen Bedürfnissen (Konsumprodukten, Textilien, Bodenbelägen, Stahl, komplexer Projekt-Fracht, Zucker, Forstprodukten, Düngemittel, Nahrungsmitteln, Chemikalien, Öl und anderen Flüssigkeiten). Jede Speditions-Lieferkette erfordere ihr eigenes Fachwissen. Dieses biete das Unternehmen durch ein Expertenteam, unterstützt durch spezielle Zertifizierungen wie ISO 9001 und AEO.

Mitarbeiter: mehr als 3.000
Unternehmenssitz: Fürstentum Monaco

Gründung/Historie:

Die R-Logitech S.A.M. (Emittentin) sei 2015 mit Sitz in Monaco als Holding für Logistik- und Technik-Lösungen gegründet worden. In 2019 sei sie ihre Rechtsform von einer GmbH nach Monegassischem Recht "R-Logitech S.a.r.l." in die heutige Aktiengesellschaft nach Monegassischem Recht "R-Logitech S.A.M." (Société Anonyme Monégasque) gewechselt.

Konzernhintergrund: Die R-Logitech S.A.M. und ihre Schwesterunternehmen Metalcorp S.A. und AGRI RESOURCES S.A. seien die wesentlichen Gesellschaften der Monaco Resources Group S.A.M. Letztere habe ihren Hauptsitz im Fürstentum Monaco, sowie wichtige Standorte in London und Luxemburg und sei mit über 5.000 Mitarbeiter in über 45 Ländern auf fünf Kontinenten aktiv. Der Konzern kombiniere natürliche Ressourcen (Bergbau, Hochöfen etc.), Infrastruktur-Logistik (Seehäfen) mit Finanzkompetenz und erwirtschaftet in fünf Geschäfts-Divisionen zusammen einen Umsatz von 1,52 Mrd. EUR in 2021. Für weitere Informationen verweise man auf den veröffentlichten Konzern-Geschäftsbericht.

Geschäftsmodell/Produkte/Dienstleistungen:

Die R-Logitech S.A.M. Unternehmensgruppe sei ein führender globaler Betreiber von Hafen-Infrastruktur und Anbieter von (spezialisierten) Logistik- und Speditions-Dienstleistungen sowie Lösungen für Einkauf-, Lagerhaltung und Technik, die in erster Linie auf natürliche Resourcen fokussiert seien.

Das Unternehmen biete ganzheitliche End-to-end-Lieferketten-Dienstleistungen, inklusive Hafen- und Terminal-Management an. Das globale Hafen-Netzwerk von R-Logitech an strategischen Standorten (quer durch Europa, Afrika, Asien und Amerika) biete nach eigenen Angaben ein einmaliges Kunden-Angebot ganzheitlicher Dienstleistungen, vom Ursprung über Haupthandelswege bis zum Ziel der Güter.

Die Unternehmensgruppe betreibe insgesamt 50 Hafen-Terminals mit ca. 35 km Kai-Länge, sei in 40 Ländern aktiv und bewege mehr als 70 Mio. Tonnen pro Jahr. Sie sei fokussiert auf Massengüter und Massenstückgut (Stückgüter, die in großen Mengen verladen würden) und bewege Waldprodukte (Holz, Papier, Zellstoff), Düngemittel und Mineralien, Zement, Zucker, Landwirtschaftliche Schüttgüter, Stahl, Metalle und Mineralien, Frisches und Gefrorenes, alternative Energien und flüssige Massengüter (Öl- und Benzinprodukte).

Das Unternehmen orientiere sich, im Konzernverbund, an den höchsten ESG-Standards und sei diesbezüglich vielfach ausgezeichnet worden.

Mitbewerber/Alleinstellungsmerkmal/Besonderheit:

Die R-Logitech-Gruppe sehe strategische Standorte, eine starke finanzielle Entwicklung, ihr risikoaverses Geschäftsmodell, ein attraktives Produktportfolio und Diversifikation als ihre Schlüsselstärken an.

Das Unternehmen sei auf den Umschlag und die Lagerung von essentiellen Rohstoffen (frische Güter, landwirtschaftliche Schüttgüter (Agribulk), Düngemittel, Zucker, Papier und Zellstoff fokussiert.

Strategie: Die Strategie des Unternehmens umfasse acht Punkte:

Führender Hafenbetreiber globaler Größenordnung mit hohen Markteintrittsbarrieren bzw. klarem Alleinstellungsmerkmal (nicht reproduzierbares, ganzheitliches, globales Netzwerk von Hafen-Terminals, strategisch angesiedelt um ein ansonsten nicht zugängiges Einzugsgebiet zu versorgen).

Steuerung unterschiedlicher, essentieller Rohstoffe über eine große Bandbreite globaler Märkte (Fokus auf essentielle Rohstoffe und solche, die für die Erleichterung der Energiewende erforderlich seien)

Diversifizierte, erstklassige Basis mit Großkunden (Erfolgsbilanz langjähriger Geschäftsbeziehungen mit erstklassigen Großkunden)

Langfristige Konzessionen/Lizenzen (Unterstützt durch vertraglich zugesicherte Verlängerungsrechte und 100%ige Erfolgsbilanz von Verlängerungen)

Starkes, vorhersehbares Ertragswachstum mit einem rentablen, cash-generierendem Geschäftsmodell (langfristige Verträge die hauptsächlich Zahlungsgarantien, langfristige, exklusive und andere feste Vereinbarungen beinhalten würden)

Nachhaltiges zukünftiges Wachstum aus konkreten kurzfristigen Möglichkeiten (Potenzial für organisches und akquisitionsbasiertes Wachstum)

Bester, an den höchsten ESG-Standards orientierter, Betreiber (klare Wachstumsstrategie um die Energiewende zu unterstützen)

Höchst verpflichtete, langfristige Anteilseigner und Management mit excellenter Erfolgsbilanz (Hoch erfahrenes Managementteam mit nachweisbarer Erfolgsbilanz erfolgreicher Akquisitionen)

Kunden: Industrieunternehmen weltweit
Lieferanten: Anlagenbauer für Krähne und Hafentechnologie

Markt/ Branche

Bei dem Umschlag von Gütern in Seehäfen unterscheide man vor allem Containergut, konventionelles Stückgut, Kühlgüter, flüssiges/trockenes Massengut und Sauggut. Die Menge der geladenen Massengüter im internationalen Seehandel habe sich im Zeitraum von 1970 bis 2020 von 448 Mio. Tonnen auf 3.181 Mio. Tonnen kontinuierlich gesteigert. Ein Rückgang sei nicht absehbar.

Weltweit habe China beim Containerumschlag mit seinen ca. 2.000 Häfen die Nase vorn. Die größten Häfen der Welt seien mit Shanghai, Singapur und Ningbo-Zoushan allesamt chinesisch.

In Europa sei Rotterdam der mit Abstand größte Hafen (Entstehung im 14. Jahrhundert, in 2021: 468,7 Mio. Tonnen Umladung, 15,3 Mio. TEU Container-Umschlag, 174.000 Arbeitsplätze, 730.038 Teuro Nettoumsatz) vor Antwerpen in unmittelbarer Nachbarschaft (12,02 Mio. TEU in 2020, zum Hafengebiet zähle ein riesiger Chemiepark). Im Jahr 2020 habe der Containerumschlag der meisten europäischen Häfen aufgrund der Coronakrise abgenommen. Gleichwohl seien im Vergleich zum Jahr 2015 deutlich mehr Container umgeschlagen worden.

In Deutschland (Europäische Spitze im Containerumschlag) sei der größte Seehafen der Hamburger Hafen (8,53 Mio. TEU in 2020, Zufahrt ausschließlich über die Elbe).

Der internationale Handel leide aktuell, wegen den Auswirkungen der Corona-Krise, wieder stärker unter den Staus und Verzögerungen der Containerschifffahrt. Die Staus, die seit Herbst 2021 für massive Lieferengpässe im Welthandel sorgen würden, würden sich zunehmend von den Hafenstädten der USA (dort hätten bis vor kurzem noch 3% der weltweiten Containerflotte in Wartestellung gelegen, heute seien es kaum noch 0,5%) in die Nordsee verlagern. Ursächlich dürfte die geschrumpfte Nachfrage der Amerikaner nach Asiens Konsumgütern sein.

Nachdem Ende Mai der Lockdown in Shanghai aufgehoben worden sei, würden die nachgeholten Schiffstransporte in ca. vier bis sechs Wochen in Nordeuropa erwartet, wenn nicht noch später. Aktuell lägen die Schiffsausfuhren aus China noch 7% unter dem Wert vor den Lockdowns Mitte März. Die Wartezeiten für Schiffe dort hätten sich wieder normalisiert. Hätten sie zum Höhepunkt des Lockdowns in Shanghai durchschnittlich 69 Stunden betragen, seien es heute 31, aber erst bei 27 Stunden wäre der Hafen wieder im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre.

Ein Ende dieser Probleme sei nicht in Sicht. Die Verzögerungen im Schiffsverkehr seien seit dem Höhepunkt der Corona-Krise von 70 auf 57 Mio. Container-Tage gesunken, früher seien es aber 8 Mio. gewesen. Immer noch würden mehr als 11% aller verschifften Waren im Stau stecken.

In der Nordsee würden sich vor den Häfen Deutschlands, Hollands und Belgien dutzende Containerschiffe stauen. Das seien aktuell knapp 2% der globalen Frachtkapazitäten (etwas mehr als 100 Schiffe), die weder be- noch entladen werden könnten. Eines der größten Probleme in den Häfen sei, dass Importcontainer nicht abgeholt würden (was auf der anderen Seite jedoch den Hafenbetreibern erhöhte Umsätze durch lange Standzeiten bringe) und dadurch den Hafen verstopfen würden, was zu Problemen beim Umschlag führe. Die Gründe seien nur bedingt zu definieren. Auch der, zumindest in Deutschland, an vielen Stellen gestörte Eisenbahnverkehr könnte einer der Gründe sein.

Zur Einfahrt nach Hamburg oder Bremerhaven würden aktuell 16 große Containerschiffe (Kapazität von jeweils bis zu 18.000 Standardcontainern) warten. Vor den Häfen von Rotterdam und Antwerpen sei die Lage noch dramatischer. Schon seit Monaten sei die Lage der Nordseehäfen angespannt. Vor allem in Rotterdam sei es immer wieder zu Staus und Überlastungen gekommen. Die Situation habe sich seit Anfang Juni verschärft. Die wartenden Containerschiffe hätten in den letzten Monaten selten mehr als einem Prozent der Weltflotte entsprochen, nun seien es doppelt so viele. (15.06.2022/alc/n/a)






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
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