7,00%-ACTAQUA AG-Anleihe 20/25 wird als "attraktiv" eingeschätzt - Anleihenews


21.06.22 15:50
KFM Deutsche Mittelstand AG

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen Barometer zu der 7,00%-Anleihe der ACTAQUA AG mit Laufzeit bis 2025 (ISIN DE000A3H2TU8 / WKN A3H2TU) kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe als "attraktiv" (4 von 5 möglichen Sternen) einzuschätzen, so die KFM Deutsche Mittelstand AG.

Branche: Gebäudetechnik
Kerngeschäft: Digitalisierung von Gebäudetechnik
Marktgebiet: Deutschland
Tochter-Gesellschaften und deren Geschäftsmodelle:

Die PAUL GmbH sei eine 100%-ige Tochter der ACTAQUA AG mit Sitz in Mannheim. In ihr würden im Wesentlichen die Vertriebs- und Marketingaktivitäten der ACTAQUA-Gruppe personell und sachlich gebündelt.

Zudem bestehe die PAUL Service GmbH, die bis Ende 2021 noch nicht wirtschaftlich aktiv gewesen sei. Im Geschäftsjahr 2022 solle sie mit dem Aufbau eines gruppeneigenen Fieldservices im Installations- und Handwerksbereich, sowie der Bündelung der Energieberatungstätigkeiten betraut werden.

Die im Jahr 2022 gegründete ACTAQUA Nürnberg GmbH, in der einzelne Mitarbeiter und Betriebsvermögen eines mittlerweile insolventen lokalen IoT Unternehmens für die eigene Forschung & Entwicklung angesiedelt worden seien.

Daneben sei ebenfalls im Geschäftsjahr 2021 eine Schweizer Gesellschaft, die Property-X AG, gegründet worden, in der im Jahr 2022 die gruppenweiten Forschungs- & Entwicklungs-Aktivitäten samt IP-Verwaltung gebündelt werden sollten.

Mitarbeiter: 32 (Durchschnitt in 2021)
Unternehmenssitz: Mannheim
Gründung/Historie: Gründung in 2017 als ACTAQUA GmbH, formwechselnde Umwandlung zur ACTAQUA AG in März 2022

Geschäftsmodell/Produkte/Dienstleistungen:

Die ACTAQUA AG sei ein Hersteller von Sensorik und Aktorik für die Haustechnik von Wohn-. Büro-, Hotel- und sonstigen Immobilien. Sie beschäftige sich seit 2017 mit der Digitalisierung von Gebäudetechnik. Ziel sei die signifikante Senkung von Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß, die Reduktion von Verwaltungsaufwand und die Verbesserung der Trinkwasserhygiene, der Wirtschaftlichkeit und der Wohnqualität von Immobilien.

Dazu sei das System PAUL (Permanent Analytic Use Log) entwickelt worden. Dieses System bestehe aus patentierten Motorkugelventilen mit variabler Öffnung und Sensoren für Temperatur, Durchfluss und Differenzdruck als zentrale Elemente der Anlage. Die Ventile seien an allen Steigrohren sowie an zusätzlichen Temperatursensoren am Heizungsvor- und -rücklauf dem Warmwasserauslass, sowie dem Zirkulationsrücklauf angebracht. Die Sensoren würden permanent Daten über Temperatur, Durchfluss und Differenzdruck an den Algorithmus der Steuereinheit übermitteln. Aufgrund der übermittelten Daten programmiere der Algotithmus die Steuerparameter und somit die Ventilstellungen derart, dass eine optimale Temperatur und Durchflussmenge gewährleistet sei.

Bakterielle Ablagerungen, Rost und andere Partikel würden durch das patentierte Spülverfahren aus dem Kreislauf entfernt. Durch die Anbindung der lokalen Algorithmen an die Cloud-Plattform könnten die Werte jeder Heiz- und Trinkwasseranlage (TWA) mit Erfahrungswerten aus anderen Anlagen verglichen und optimiert werden. Es entstehe ein sich verbesserndes Gesamtsystem, ein neuronales Netzwerk aller PAUL Gebäude.

Das Produkt werde stets als Servicebündel, ohne Anfangsinvestition verkauft und mit den Kunden grundsätzlich ein zehnjähriger Wartungsvertrag abgeschlossen.

Mitbewerber/Alleinstellungsmerkmal/Besonderheit:

Heiz- und Trinkwasseranlagen würden Energie zum Erwärmen und zum Transport des Wassers brauchen. Mit herkömmlicher Technik pendle die Temperatur ständig zwischen zu hoch und zu niedrigem Ausschlag. Dies sei auf Dauer nicht effizient. Zudem benötige die Heizungs-, Speicherlade und Zirkulationspumpe mehr Energie, wenn die Hydraulik nicht funktional sei.

Die Lösung sei ein permanenter, in Echtzeit durchgeführter, hydraulischer Abgleich. Aufgrund der richtigen Fließgeschwindigkeit werde die Wärmeabgabe an das umgebende Mauerwerk minimiert und verbleibe im Leitungsnetz. Das in den Speicher und Kessel zurückfließende Wasser habe die richtige Temperatur und müsse daher nicht auf einer eigentlich zu hohen Temperatur gehalten werden. Das spare insgesamt bis zu 40% Energiekosten und CO₂-Emissionen. Das sei auch der Grund, weshalb PAUL gefördert werde.

Häufig hätten Energiesparmaßnahmen unerwünschte Nebenwirkungen. Von einfachen Komforteinbußen bis hin zu Schimmelbildung. Dies könne mit dem System PAUL vermieden werden. Denn dadurch steige der Warmwasserkomfort und Keime würden sich nicht bilden.

Ein weiterer Aspekt sei, dass wenn alte Technik durch neue ersetzt werde, brauche das viel Energie. PAUL dagegen sei minimalinvasiv im Einbau und könne energieintensive Sanierungen vermeiden. Daher sei das Kosten-Nutzen-Verhältnis von PAUL oft besser als das von anderen Maßnahmen, die ausschließlich auf Energiesparen zielen würden.

Strategie:

Der Schwerpunkt der geschäftlichen Aktivitäten liege derzeit auf Wohnimmobilien in Deutschland und solle sukzessive auf das europäische Ausland wie auch auf die anderen Gebäudearten ausgeweitet werden. Alle Produktlösungen würden derzeit für Ein- und Zweifamilienhäuser weiterentwickelt. Ebenso sollten solwohl Vertriebspartner aus auch Drittsysteme anderer Hersteller an die PAUL-Cloud als Plattform angebunden werden.

Zukünftig sollten zudem weitere komplette Trinkwasseranlagen von Kunden erworben, revitalisiert und im Anschluss als Service für mindestens 30 Jahre betrieben werden.

Kunden:

Immobilienbesitzer und-verwalter wie z.B. Grand City Properties, ADLER GROUP oder Deka Immobilien Invest und Wohnungseigentümergemeinschaften

Lieferanten:

Im Rahmen der Herstellung der PAUL-Steuereinheit verwende die ACTAQUA eine kleine Anzahl von Komponenten(-gruppen), die von externen Lieferanten zur anschließenden manuellen Fertigung der PAUL Ventile und der PAUL-Steuereinheit durch die ACTAQUA zugekauft würden.

Markt/ Branche:

Der Trend zu der Digitalisierung der Gebäudeinfrastruktur setze sich weiter fort. In vielen Immobilien mit Investitionsstau lasse dieser die Betreiber weiter nach Lösungen suchen, die den wirtschaftlichen Betrieb des jeweiligen Objektes ermöglichen würden, ohne dass kapitalintensive Investitionsmaßnahmen durchgeführt werden müssten. Zudem würden die Gesundheitsämter den Druck auf die Betreiber von Wohngebäuden bei bestehenden Kontaminationen der Trinkwasseranlagen durch Bakterien erhöhen, diese durch geeignete Maßnahmen zu beseitigen. Weiter sei davon auszugehen, dass auch die anhaltende Energiekrise viele Immobilienbesitzer dazu bewegen werde, den Energieverbrauch von Heizsystemen zu überprüfen bzw. nach Einsparpotenzial zu suchen. (21.06.2022/alc/n/a)






hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
99,999 € 98,70 € 1,299 € +1,32% 29.06./17:41
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A3H2TU8 A3H2TU 101,25 € 89,00 €