6,50%-hep global-Anleihe 21/26 wird weiterhin als "durchschnittlich attraktiv" eingeschätzt


23.11.22 15:30
KFM Deutsche Mittelstand AG

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen Barometer zu der 6,50%-Anleihe (ISIN DE000A3H3JV5 / WKN A3H3JV) der hep global GmbH mit Laufzeit bis 2026 kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe weiterhin als "durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)" (3,5 von 5 möglichen Sternen) einzuschätzen, so die KFM Deutsche Mittelstand AG.

Darstellung des Unternehmens anhand veröffentlichter, kostenlos und frei zugänglicher Informationen (https://www.kfmag.de/kfm-barometer/details/kfm-mittelstandsanleihen-barometer-update-die-650-hep-global-gmbh-anleihe-21-26-wird-weiterhin-als-durchschnittlich-attraktiv-positiver-ausblick-35-von-5-moeglichen-sternen-eingeschaetzt/# _ftn1)

Branche: Erneuerbare Energien
Kerngeschäft: Entwicklung, Planung, Bau und Betrieb von Solarparks sowie Management von Alternativen Investmentfonds zu deren Finanzierung
Marktgebiet: Grundsätzlich weltweit, bisher fokussiert auf USA, Kanada, Japan, Deutschland

Tochter-Gesellschaften und deren Geschäftsmodelle:

Die hep global GmbH (Emittentin) sei Muttergesellschaft eines Konzerns mit 34 vollkonsolidierten Tochtergesellschaften (15 inländische, 19 ausländische). Sie verwalte ihre Beteiligungen an anderen Unternehmen und führe deren Geschäfte. Die Tochtergesellschaften seien primär gebündelt in den beiden Geschäftsbereichen Service und Investments.

Dazu gebe es 43 Tochtergesellschaften, die aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht konsolidiert würden.

Die Emittentin halte Anteile von unter 1% an alternativen Investmentfonds und deren Tochtergesellschaften sowie an "Altfonds" (Fonds vor Inkrafttreten des Kapitalanlagegesetzbuches), die die HEP Kapitalverwaltung AG verwalte. Diese Anteile würden weder konsolidiert noch at-equity einbezogen, da die Mehrheit der Chancen und Risiken bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise nicht von dem Konzern getragen würden (Ausweis unter Beteiligungen in den Finanzanlagen).

Mitarbeiter: 108 im Jahresdurchschnitt 2021
Unternehmenssitz: Güglingen (Deutschland)

Gründung/Historie:

2009: Unternehmensgründung und Bau/Fertigstellung des ersten Solarparks des Unternehmens
2010: hep sei erster ausländischer Investor im Markt im Vereinigten Königreich Großbritannien
2011: Bau und Fertigstellung des ersten hep Solarparks in England
2013: Erschließung von Japan und Gründung einer Tochtergesellschaft mit einem Projektentwicklungsteam
2014: Gründung der hep energy GmbH und Platzierung des ersten japanischen Solarprojekts

2016: Platzierung des ersten Publikums-Alternativen Investmentfonds nach neuer Gesetzgebung
2018: Zulassung als Kapitalverwaltungsgesellschaft nach KAGB und Gründung der HEP Kapitalverwaltung AG
2019: Eröffnung eines weiteren Standorts in Japan
2020: Übernahme eines Projektentwicklers und einer Mehrheitsbeteiligung an Solarunternehmen in den USA

Bisher habe das Unternehmen weltweit Projekte mit 1.310 MWp entwickelt, 5.300 MWp gesicherte Projekte in der Pipeline und 23 Parks in eigenem Betrieb. Das verwaltete Vermögen betrage rund 300.000 TEUR.

Geschäftsmodell/Produkte/Dienstleistungen:

Der Konzern sei auf dem Gebiet von Projektentwicklung, Planung, Bau und Betrieb von Solarparks (Photovoltaik-Großanlagen) sowie des Managements von Alternativen Investmentfonds (AIF), die zur Finanzierung dieser Tätigkeiten im Zusammenhang mit Solarparks aufgelegt würden, tätig. Die Photovoltaik-Großanlagen hätten eine Kapazität von rund 1.300 Megawatt Peak.

Die geschäftlichen Aktivitäten würden vor allem in die beiden Bereiche Service (Projektentwicklung, Planung/Beschaffung/Erstellung, Betrieb & Instanthaltung) und Investments (Konzeption und Management alternativer Investmentfonds für institutionelle und private Anleger, die in die jeweilige Phase des Solarprojektes investieren würden) gegliedert.

Von dem Unternehmenssitz aus würden sämtliche Projekte weltweit konzipiert, geplant, überwacht und gesteuert. Mit einem digitalen Monitoring-System habe das Unternehmen alle Parks weltweit live im Blick.

Die hep biete verschiedene Produkte an: Solarparks (weltweit), yolar (Kunden würden eine Fläche von mind. 1.500 qm zur Verfügung stellen und deren Stromverbrauch nennen (über 100.000 kwh), hep verpachte die Solaranlage inkl. Service für 15 Jahre an diese Kunden, die diese Anlagen für ihr Image etc. nutzen könnten und übergebe die Anlage nach der Laufzeit an den Kunden), custom (hep betreibe Solarparks auf Freiflächen/Dächern, die hep zur Verfügung gestellt würden), Flächeneigentümer (würden deren Fläche oder Grundstücke ab ca. 4 Hektar gegen eine langfristige Pacht an hep und Übernahme der Flächenpflege durch hep verpachten).

Zur Finanzierung lege hep regelmäßig Fonds für Privatanleger (Publikums-Alternativer Investments-Fonds, AIF) und professionelle Anleger (Spezial-AIF, über die sich institutionelle Investoren mit mind. 250 TEUR an Photovoltaik-Großanlagen beteiligen könnten) auf.

Strategie:

Der Konzern betreibe Solarparks weltweit an politisch stabilen und wirtschaftlich attraktiven Standorten. Ein ausgeprägter Länderfokus auf drei der vier weltweit größten Solarmärkte garantiere hohe Expertise bereits in der Projektentwicklung. Zur Stärkung und dem Ausbau der Marktposition plane der Konzern, seine Projekt-Pipeline konsequent zu realisieren. Darüber hinaus solle das operative Geschäft strategisch erweitert werden. Die in 2021 begebene Anleihe sei ein Element zur Umsetzung dieser Strategie.

Mit neuen Produkten solle der Anlegerkreis in signifikantem Ausmaß um Institutionelle erweitert werden.

Kunden: nahezu ausschließlich hep-Fondsgesellschaften, Investoren: Retail und zunehmend auch Institutionelle.

Lieferanten: die Sonne in Form von Sonnenenergie, Hersteller von Solartechnik

Entwicklung 2019 bis einschließlich 2021:

Nach der Erstkonsolidierung in 2019 (Umsatz 14.363 TEUR, Ergebnis nach Steuern 470 TEUR) habe der Konzern in 2020 aus einem Umsatz von 52.857 TEUR, wegen höheren Aufwendungen für den Strukturaufbau (vor allem Material- und Personalaufwendungen), ein Ergebnis nach Steuern von -4.206 TEUR generiert. Dies habe erstmalig zu einem negativen Eigenkapital (-4.109 TEUR, EK-Quote -9,7%) geführt.

In 2021 habe sich der Wachstumstrend aus den Vorjahren fortgesetzt. Der Konzern habe aus einem Umsatz von 65.277 TEUR ein Ergebnis nach Steuern von 1.979 TEUR generiert. Der Umsatz sei mit 81,5% vor allem im Bereich Services (und dort vor allem mit Projektentwicklung von Solarparks 46.382 TEUR) erwirtschaftet worden. Auf den Bereich Investments seien 18,5% (12.061 TEUR) entfallen. Geografisch sei der Umsatz im Bereich Services zu 83,0% in den USA, zu 15,4% in Deutschland und zu 1,6% in Großbritannien/Japan erwirtschaftet worden. Der Umsatz im Bereich Investments sei zu 100,0% in Deutschland erwirtschaftet worden.

Die Bilanzsumme habe sich um 18.493 TEUR auf 60.821 TEUR erhöht. Auf der Passivseite vor allem durch Anleihen (+22.600 TEUR) und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung (+3.227 TEUR), während die Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungen (-5.499 TEUR) abgenommen hätten. Es bestünden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von 3.248 TEUR, die zu 3.213 TEUR mit Rangrücktritten versehen seien. Da eine Belassung der Darlehen im Konzern bis zum Erreichen einer bestimmten Eigenkapitalhöhe zugesichert worden sei, könnten sie Angabe-gemäß aus wirtschaftlicher Sicht als mittelfristig verfügbares Eigenkapital betrachtet werden.

Die Aktivseite habe sich vor allem durch den Cashbestand (+11.207 TEUR auf 14.186 TEUR) und Finanzanlagen (+2.355 TEUR) erhöht. Durch den Jahresüberschuss (1.979 TEUR) und den Währungsausgleichsposten (1.000 TEUR) habe der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag auf -1.069 TEUR reduziert werden können. Aufgrund dieser positiven Entwicklung und positiver Ergebnis- und Liquiditätsplanungen für die Folgejahre sei die Geschäftsführung von der Zahlungsfähigkeit und damit von der Fortführung der Konzerntätigkeit ausgegangen.

Der Konzern habe in Japan, Kanada und den USA in insgesamt 33 Projekten über einen Auftragsbestand von 870 MWp verfügt, die in 2023 und 2024 umgesetzt werden sollten. Die Ertragslage des Konzerns sei Angabe-gemäß zufriedenstellend gewesen, die Vermögens- und Finanzlage sei vor dem Hintergrund des Konzernwachstums als stabil angesehen worden. Die Fähigkeit des Konzerns, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, sei durchweg gegeben.

Entwicklung 2022 und Ausblick

Im ersten Halbjahr habe der Konzern (aufgrund des niedrigen Umsatzniveaus im wichtigen US-Markt) einen verhältnismäßig niedrigen Umsatz von 19.623 TEUR erwirtschaftet und daraus ein Ergebnis nach Steuern von -4.470 TEUR generiert. Der Umsatz sei zu 78,5% auf den Bereich Services entfallen, zu 21,5% auf den Bereich Investments und sei geografisch vor allem in den USA, Deutschland und Japan im Bereich Services erwirtschaftet worden. Im Bereich Investments (ausschließlich in Deutschland aktiv) sei das Neugeschäft positiv verlaufen. Für die beiden Fonds (Publikums-AIF und Spezial-AIF) habe jeweils neues Kapital eingeworben werden können.

Durch den Verlust (-4.470 TEUR) und die Veränderung des Währungsausgleichsposten (600 TEUR) habe sich das negative Eigenkapital (4.117 TEUR, EK-Quote -6,4%) im Vergleich zum Bilanzstichtag verändert. Der Cashbestand habe bei 7.152 TEUR gelegen. Die Verbindlichkeiten hätten neben den Anleihegläubigern (25.000 TEUR) vor allem gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis bestehe (15.077 TEUR), Kreditinstituten (7.058 TEUR) sowie Lieferanten (5.254 TEUR) bestanden, hätten eine Laufzeit bis fünf Jahre und seien unbesichert.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2022 werde ein Umsatzwachstum auf rund 90.000 bis 100.000 TEUR prognostiziert. Die erwartete Umsatzsteigerung im zweiten Halbjahr basiere im Bereich Services u.a. auf der bereits erfolgten/noch erwarteten Fertigstellung von Solarparks (USA) sowie Projektentwicklungsleistungen (USA, Japan), die den Umsatz auf rund 30.000 TEUR wachsen lassen sollten. Im Bereich Investments solle ein weiterer Publikums-AIF, eine neue Produktreihe (Investitionsziel deutsche Dachanlagen) sowie ein Nachfolger für einen Spezial AIF Fonds konzipiert und emittiert werden.

Die Planung sehe einen weiteren Anstieg der Assets under Management von 20 bis 40 Prozent vor, was zusammen voraussichtlich einen Umsatz von rund 10.000 TEUR ergeben sollte. Gleichzeitig stärke der Konzern die interne Organisation durch den gezielten Aufbau von Prozessen und Strukturen, um die Umsetzung des Wachstumspotentials sicherzustellen.

Die Corona-Pandemie habe Angabe-gemäß nur geringe Auswirkungen auf den Konzern. Der Ukraine-Krieg jedoch sorge für einschneidende Auswirkungen auf die Energiearchitektur für Europa mit globalen Abstrahlwirkungen. Die zukünftige Geschäftsentwicklung werde u.a. von Störungen der Lieferketten, abnehmenden Investitionen durch höhere Zinsen und die allgemeine Inflation (außer bei fossilen Energieträgern) beeinflusst.

Der Nachhaltigkeitsbeitrag der hep global GmbH werde insgesamt als exzellent eingeschätzt. Das Unternehmen verstoße nicht gegen die von der KFM Deutsche Mittelstand AG definierten Ausschlusskriterien. Die hep global GmbH erziele im Bereich "Erneuerbare Energie" mit Photovoltaik-Projekten eine positive Nachhaltigkeitswirkung. Der Umsatzanteil betrage 100 Prozent. Das Unternehmen setze ESG-Aspekte systematisch um und belege, dass die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten einen hohen Stellenwert einnehme.

Das vollständige KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer sei unter dem folgenden Link zu finden. (23.11.2022/alc/n/a)





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