Euro-Bund-Future: Trading-Gelegenheit dank diesem Einstiegssignal


01.12.23 10:12
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt nehmen den Euro-Bund-Future unter die Lupe.

Das zu Ende gehende Jahr weise zwar nicht mehr die Abwärtsdynamik von 2023 auf, doch unter dem Strich stünden per Ende November weitere Kursverluste zu Buche. Drei Verlustjahre in Folge würden sich derzeit in einer absoluten Extremkonstellation bei diversen Indikatoren niederschlagen. So generiere der Monats-RSI aktuell gerade ein neues Einstiegssignal. Zuvor sei der Oszillator über einen Zeitraum von anderthalb Jahren immer wieder in seine untere Extremzone vorgestoßen. Ein solcher "Grad an Überverkauftheit" sei nie zuvor in der gesamten Historie erreicht worden. Dank des jüngsten Einstiegssignals ergebe sich zudem eine positive Divergenz. Per saldo "bescheinige" der RSI dem vorangegangenen Abwärtstrend einen hohen Reifegrad. In die gleiche Kerbe schlage der MACD. Auf Monatsbasis sei der Trendfolger so tief gefallen wie noch nie in der bis zum Anfang der 1990er-Jahre zurückreichenden Datenhistorie. Weit entfernt von der Nulllinie stattfindende Schnittmuster würden von einem sehr starken, vorangegangenen Trend zeugen und deshalb oftmals eine besondere Signalgüte besitzen.

Genau daran "arbeitet" der MACD gerade: An einem neuen Kaufsignal auf historisch niedrigem Niveau. In diesem Zusammenhang würden die Bollinger Bänder einen wichtigen zusätzlichen Fingerzeig liefern. Nachdem der Abstand zwischen oberem und unteren Bollinger Band (akt. bei 155,34/122,39) ebenfalls auf das höchste Niveau der letzten 30 Jahre angewachsen sei, würden die Begrenzungen des Volatilitätsindikators inzwischen wieder aufeinander zulaufen. Die geringer werdende Differenz sei ein Hoffnungsschimmer. Jedes der beschriebenen Indikatorensignale begünstige für sich genommen eine technische Gegenbewegung, wenn nicht gar eine Trendwende. Charttechnisch stehe dem Euro-Bund-Future mit dem Hoch vom Januar 2009 (126,53) und einem Fibonacci-Level (126,17) dafür zudem ein interessantes Sprungbrett zur Verfügung.

Als Signalgeber für eine echte Erholungsrally definieren die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt deshalb einen Anstieg über die 50%-Korrektur der gesamten Aufwärtsbewegung seit 1994 (133,66) sowie die diversen Hochs und Tiefs der jüngeren Vergangenheit bei rund 134. Gelinge der Befreiungsschlag, stelle ein Anlauf auf die horizontalen Barrieren bei rund 138 fast eine Pflichtaufgabe dar. Als "Kür" würden die Analysten aufgrund der Extremsituation sogar ein Wiedersehen mit der 200-Monats-Linie (akt. bei 146,90) nicht ausschließen. (01.12.2023/alc/a/a)




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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
133,1918 132,4498 0,742 +0,56% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0009652644 965264 140,24 126,61