Zinsen versus Inflation!


09.11.22 11:09
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Für die USA geht die überwiegende Mehrzahl der Analysten von weiteren Zinsanhebungen aus, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Die Inflationsrate sei mit 8,2% hoch, die Wirtschaftsdynamik sei nach wie vor robust. Trotz der vergangenen Freitag leicht auf 3,7% gestiegenen Arbeitslosenquote spreche man von Vollbeschäftigung. Zuletzt habe FED-Boss Jerome Powell betont, dass weitere Zinsschritte folgen würden und der Zinshöhepunkt erst im Bereich von knapp über 5% erreicht sein könnte. Gleichzeitig habe er auch klar gemacht, dass die nächsten Schritte möglicherweise kleiner ausfallen würden als zuletzt.

Vermutlich schon bei der anstehenden Zinssitzung im Dezember, spätestens aber im Februar werde eine Verlangsamung der Zinsschritte erwartet. Bei diesen Entscheidungen würden - wie bisher auch - die Wirtschaftsdaten, vor allem aber die dann aktuelle Inflation wichtige Rollen spielen. Bis das angepeilte Ziel einer Teuerungsrate um die 2% erreicht sein werde, könnte es noch ein wenig dauern. EUR/USD habe gestern die 100-Tage Linie bei 1,0040 überschritten und dann an der Chartmarke 1,0090 gekratzt; aktuell notiere das Währungspaar im Bereich 1,0060. (09.11.2022/alc/a/a)