Ungarn: Inflation erneut gestiegen


17.01.23 09:30
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Ende letzter Woche wurden die Inflationsdaten aus Ungarn veröffentlicht, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Mit 24,5% sei ein neuer Höchstwert erreicht worden. Begründet werde der neuerliche Anstieg mit dem Wegfall der Obergrenze für Benzin und Diesel. Bei der letzten Sitzung der Zentralbank, Anfang des Jahres, sei der Leitzins von 13,0% bestätigt worden. Der Realzins (Differenz Leitzins zu Inflation) bleibe somit tiefrot.

Die Inflation betreffend, bestehe dennoch Anlass zur Hoffnung. Ohne die Treibstoffkosten sei nämlich die Teuerung zurückgegangen. Der Zenit dürfte erreicht sein und der negative Realzins sollte sich, auf Sicht der nächsten Monate, deutlich verkleinern. Der Devisenmarkt habe dies vorweggenommen und den Forint fester gehandelt = Bewegung EUR/HUF von 430,00 auf heute 398,00. Dennoch sei Vorsicht geboten.

Der Streit zwischen Brüssel und Budapest über die EU-Milliarden sei noch nicht vorbei. Sollten sich die EU-Fördergelder weiter verzögern, würden am Devisenmarkt wieder die politischen Fakten in den Fokus rücken. In diesem Fall sei ein Testen der letzten Höchststände in EUR/HUF von 430,00 möglich. (17.01.2023/alc/a/a)




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