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Ungarischer Realzins bleibt negativ


12.09.22 09:45
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Die Währungshüter der Ungarischen Notenbank (MNB) haben ihren Leitzins vor rund 14 Tagen um einen Prozentpunkt auf 11,75 Prozent angehoben, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Den Aussagen der Notenbanker zur Folge solle ein Straffungszyklus beibehalten werden, bis die Inflation in Richtung des Zielbandes von zwei bis vier Prozent abnehme. Mit Blick auf die am vergangenen Donnerstag veröffentlichten Inflationsraten stelle man fest, dass sich der Anstieg der Kerninflation zuletzt aber weiter beschleunigt habe. Trotz der Zinserhöhungen bleibe der ungarische Realzins negativ. Investitionen in den Ungarischen Forint (HUF) würden somit nach Abzug der Inflation einen Vermögensverlust bedeuten, weshalb der Forint für Investoren weniger attraktiv erscheine.

Vor diesem Hintergrund und angesichts der neuen "Entschlossenheit der EZB" werde selbst die Aussicht auf weiter steigende HUF-Zinsen nur schwer für nachhaltige HUF-Stärke sorgen können. Die aktuellen Niveaus deutlich unter EUR/HUF 400,00 könnten eine günstige Gelegenheit für HUF-Verkäufer bieten. (12.09.2022/alc/a/a)