US-Inflation auf niedrigstem Stand seit Oktober 2021


12.01.23 15:58
XTB

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die vielbeachteten US-Verbraucherpreisdaten für Dezember wurden veröffentlicht und zeigten, dass der Inflationsdruck auf die Wirtschaft im Einklang mit den Erwartungen nachgelassen hat, was von den Märkten als Enttäuschung empfunden wurde, so die Experten von XTB.

Die jährliche Inflationsrate in den USA sei im Dezember 2022 den sechsten Monat in Folge zurückgegangen und habe mit 6,5% den niedrigsten Stand seit Oktober 2021 erreicht, was den Marktprognosen entsprochen habe. Sie folge auf einen Wert von 7,1% im November. Die Energiekosten seien um 7,3% gestiegen und damit deutlich weniger als im November (13,1%), da die Benzinkosten um 1,5% gesunken seien, nachdem sie im November um 10,1% gestiegen seien. Auch die Kosten für Heizöl hätten sich verringert (41,5% gegenüber 65,7%) , während die Strompreise etwas stärker gestiegen seien (14,3% gegenüber 13,7%). Eine Verlangsamung sei auch bei den Lebensmittelpreisen zu beobachten gewesen (10,4% gegenüber 10,6%), während die Kosten für Gebrauchtwagen und Lastwagen weiter zurückgegangen seien (-8,8% gegenüber 3,3%). Andererseits seien die Kosten für Unterkünfte schneller gestiegen (7,5% gegenüber 7,1%). Im Vergleich zum Vormonat sei der Verbraucherpreisindex um 0,1% gesunken, der erste Rückgang seit Mai 2020, und habe damit die Prognosen eines gleichbleibenden Wertes übertroffen.

Die heutigen Daten würden bestätigen, dass sich die Inflation weiter abschwäche, doch die Märkte hätten einen Wert erwartet, der unter dem Marktkonsens gelegen habe. Die heutigen CPI-Daten hätten die Unsicherheit über den nächsten Schritt der FED definitiv erhöht, weshalb die Volatilität während der heutigen Sitzung erhöht bleiben könnte.

Die Marktreaktion sei eher gemischt. Die US-Aktien würden zwischen Gewinnen und Verlusten, schwanken während der US-Dollar seine anfänglichen Gewinne wieder aufgebe und seine Abwärtsbewegung fortsetze.

Das Währungspaar EUR/USD sei von der lokalen Unterstützung bei 1,0738 abgeprallt und habe seine Aufwärtsbewegung fortgesetzt. Das beliebteste Währungspaar handele derzeit über dem Widerstand bei 1,0800.

Der S&P 500 sei nach der Veröffentlichung der CPI-Daten am Schlüsselwiderstand bei 4.000 Punkten abgeprallt. Die nächste zu beachtende Unterstützung liege bei 3.900 Punkten. Der NASDAQ 100 kämpfe ebenfalls damit, den Widerstand bei 11.500 Punkte zu überwinden. (12.01.2023/alc/a/a)





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