Erweiterte Funktionen

USD stark vor Zinserhöhung


02.11.22 10:45
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Die Inflation im Euroraum steigt schneller als erwartet, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Laut vorläufigen Eurostat-Daten vom Montag seien Verbraucherpreise im Oktober um 10,7% gegenüber dem Vorjahr gestiegen (erwartet worden sei nach 10,0% im September eine Inflationsrate von 10,3%) und gegenüber dem Vormonat um 1,5% (was einer annualisierten Inflationsrate von 20,0% entsprechen würde!). Dies sei nicht gerade fördernd für den Euro nach den als taubenhaft interpretierten Worten der EZB-Präsidentin Christine Lagarde vom letzten Donnerstag gewesen.

Die US-FED zeige sich entschlossener bei der Straffung der Geldpolitik, und so habe sich gestern der überraschend schwache ISM-Index für bezahlte Preise (der als vorlaufender Indikator für den Inflationsdruck in den USA gelte) gar nicht negativ auf den US-Dollar ausgewirkt, sondern umgekehrt - EUR/USD sei am Nachmittag unter 0,9900 gerutscht. Heute werde die FED-Zinsentscheidung bekannt gegeben. Alles andere als eine Zinserhöhung um 75 Basispunkte (wie bei den letzten drei FOMC-Sitzungen) auf 3,75% bis 4,00% wäre eine Überraschung und würde die USD-Kurse am Abend entsprechend in Bewegung setzen. (02.11.2022/alc/a/a)