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UK: Bank of England im Wartemodus


08.02.24 10:30
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Nachdem das BIP in Großbritannien im Oktober um 0,3 Prozent zum Vormonat gesunken war, erholte es sich im November wieder um 0,3 Prozent, so die Analysten von Postbank Research.

Am Arbeitsmarkt habe sich der Lohndruck mit einem Anstieg um 6,5 Prozent zum Vorjahr im November spürbar abgeschwächt.

Der Gesamt-PMI, der das Verarbeitende Gewerbe und auch den Dienstleistungssektor umfasse, sei im Januar von 52,1 auf 52,5 Punkte gestiegen. Der Dienstleistungssektor habe auf 53,8 Punkte nachgegeben, der Industrie-PMI sei von 46,2 auf 47,0 Punkte gestiegen.

Die Inflationsrate sei im Dezember unerwartet zurück auf 4,0 Prozent gestiegen. Die Kerninflationsrate habe bei 5,1 Prozent verharrt.

Die BoE habe auch am 01. Februar die Leitzinsen bei 5,25 Prozent belassen. Via Overnight Index Swaps werde nun eine erste Zinssenkung im Sommer 2024 eingepreist - sei es im Juni, sei es im August. Insgesamt würden Zinsschritte über nur noch 85 BP abwärts bis zum Jahresende an den Terminmärkten angenommen - weniger als bei EZB oder FED.

Die Renditen zehnjähriger britischer Staatsanleihen (Gilts) seien im Januar von einem Monatshoch bei 4,05 bis auf rund 3,75 Prozent gefallen. Anfang Februar seien sie im Schlepptau der US-Anleihen zurück auf 4,00 Prozent gestiegen. Sofern die Märkte die Geldpolitik der Bank of England korrekt einpreisen würden, dürften die Renditen der Gilts ungefähr auf dem aktuellen Niveau bei 3,95 Prozent Ende Juni 2024 notieren. (Ausgabe Zinsbulletin Februar 2024) (08.02.2024/alc/a/a)