Tschechien: Inflationszahlen geben der CNB Recht


18.01.23 09:33
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Die Inflation in Tschechien erreichte im Herbst 2022 mit Werten von 18% den Höchststand, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Die Notenbank habe schon frühzeitig mit steigenden Leitzinsen die Inflation zu bekämpfen begonnen. Dem Devisenmarkt sei das aber nicht energisch genug gewesen. Die Notenbank (CNB) habe lange in der Kritik gestanden, den Leitzins nicht höher als auf 7% anzuheben. Die CNB habe nicht mit zu hohen Zinsen die Wirtschaft belasten wollen. Die letzten Inflationszahlen würden allerdings der Tschechischen Notenbank mit ihrer abwartenden Haltung Recht geben. Die jüngsten Daten würden einen Rückgang der Teuerung auf 15,8% zeigen. Die Prognosen für 2023 lägen mittlerweile bei 9,4% und für 2024 bereits bei 3,5%. Die kritischen Stimmen gegenüber der Notenbank seien verstummt.

Am Devisenmarkt werde die CNB derzeit für ihre Weitsicht mit einer festen Krone belohnt. EUR/CZK notiere aktuell um 24,00. Aber: Wenn sich der Devisenmarkt wieder verstärkt auf Daten zum Wirtschaftswachstum konzentriere, könne die Kursbewegung schnell wieder in Richtung 25,00 gehen. Das ist die Sichtweise, die auch wir teilen, so Oberbank. Die BIP-Prognosen für 2023 lägen gegenwärtig bei 0%. Erst 2024 erwarte man wieder ein Wachstum von 2,5%. Wir erwarten in EUR/CZK wieder Kurse bis 24,50 in den nächsten Wochen, so Oberbank. CZK-Käufer müssten noch auf ihre Chance etwas warten. (18.01.2023/alc/a/a)




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