Staatsanleihen: Kurse nach Bekanntgabe der US-Inflationszahlen zugelegt


13.01.23 08:33
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Kurse der US-Treasuries und deutscher Staatsanleihen legten nach Bekanntgabe der US-Inflationszahlen zu, so die Analysten der Nord LB.

Die US-Verbraucherpreise seien im Dezember wie erwartet gekommen: Die Gesamtrate sei um -0,1% M/M gefallen, die Kernrate sei um 0,3% M/M gestiegen. Die Inflationsrate sei damit den sechsten Monat in Folge auf nunmehr 6,5% Y/Y zurückgegangen, die Kernrate den dritten Monat in Folge auf nun 5,7% Y/Y. Für die FED sei das ein Teilerfolg. Größtenteils sei diese gewisse Entspannung aber den rückläufigen Energiepreisen geschuldet - andere Bereiche hätten noch Zuwächse (wie Housing) verzeichnet.

Diese Daten würden für ein Abbremsen - aber wohl nicht für eine Vollbremsung - bei der Zinsanhebungsorgie der FED sprechen: 25 Basispunkte auf der nächsten FOMC-Sitzung am 1. Februar dürften nun angesagt sein. Immerhin seien aber signifikante Anzeichen eines moderateren Preisauftriebs auszumachen. Angesichts der Warnsignale von der Konjunkturseite (PMIs, Immobilien, Konsum) sollte die FED aber danach abwarten - ansonsten heiße es sicher: "2023 - thy name is recession".

In China hätten teurere Lebensmittelpreise die Inflation wieder stärker steigen lassen. Die Verbraucherpreise hätten im Dezember um 1,8% im Vergleich zum Vorjahresmonat angezogen. Im November habe die Rate noch bei 1,6% gelegen. Im Gesamtjahr 2022 habe die Inflation bei 2% und damit unter dem Ziel der Regierung von 3% gelegen. (13.01.2023/alc/a/a)