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Schwellenländer: Der Anstieg der Renditen für US-Staatsanleihen belastet


19.09.22 11:00
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Anstieg der Renditen für US-Staatsanleihen hat in den vergangenen Wochen Schwellenländeranlagen belastet, so die Analysten der DekaBank.

Allerdings sei der Anstieg der Risikoprämien bei EM-Hartwährungsanleihen moderat geblieben und die Renditen von EM-Lokalwährungsanleihen seien weniger stark als am US-Markt gestiegen. Die erhöhte Unsicherheit habe auch auf den Aktienmärkten gelastet, wobei die Verluste bei EM-Aktien geringer ausgefallen seien als bei den Indices der Industrieländer. EM-Währungen seien gegenüber dem starken US-Dollar unter Druck geblieben, doch in Euro gerechnet hätten sich Gewinne und Verluste weitgehend die Waage gehalten.

Die Unsicherheit über das Ausmaß der geldpolitischen Straffung in den USA werde weiter für Volatilität an den Märkten sorgen. Allerdings seien nach Einschätzung der Analysten der DekaBank die Renditen schon weit nach oben gelaufen, sodass die Risiken von dieser Seite begrenzt würden. Im Aktiensegment laste die Unsicherheit um die Spannungen zwischen den USA und China noch stärker auf den Bewertungen, als dies bei Renten der Fall sei. Die erneuten Lockdowns in China würden den konjunkturellen Ausblick verdüstern, doch bislang seien die Folgen für die Lieferketten nicht gravierend. (Ausgabe September 2022) (19.09.2022/alc/a/a)