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Schwedische Krone steigt nach Riksbank-Protokoll


07.02.24 12:09
XTB

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Riksbank hat heute um 9:30 Uhr deutscher Zeit das Protokoll der geldpolitischen Sitzung vom 31. Januar 2024 veröffentlicht, so die Experten von XTB.

Die Zinssätze seien auf dieser Sitzung unverändert gelassen worden, wobei der Leitzins bei 4,00% geblieben sei. Aus dem Dokument gehe hervor, dass die Mitglieder der Riksbank keine schnellen Zinssenkungen befürworten würden, sondern es vorziehen würden, zu warten, um mehr Vertrauen zu gewinnen, dass dies der richtige Schritt wäre.

Die wichtigsten Kommentare aus dem Riksbank-Protokoll:

Jansson

- Kaum vorstellbar, dass wiederholte, aufeinanderfolgende Kürzungen bevorstünden
- Kürzung im März sei weder unmöglich noch wahrscheinlich
- Erste Kürzung im Mai oder Juni eher realistisch
- Es sei auch nicht auszuschließen, dass die erste Kürzung erst nach dem Sommer erfolgen werde
- Andere Zentralbanken hätten erheblichen Einfluss auf den Zeitpunkt der Kürzungen

Thedeen

- Die Politik müsse noch eine Weile kontraktiv sein
- Die zugrunde liegende Inflation sei stärker zurückgegangen als erwartet
- Die Inflationsdynamik gehe jetzt in die gewünschte Richtung
- Klare Anzeichen dafür, dass "wir uns auf dem Weg in eine neue politische Phase befinden"
- Nach wie vor Gefahr von Rückschlägen bei der Inflation
- Ein weiteres Risiko für die Inflation sei die Entwicklung der Krone

Bunge

- Straffere Geldpolitik weiterhin notwendig
- Zinssenkung im ersten Halbjahr 2024 nur bei anhaltend günstigen Anzeichen
- Das Risiko, dass sich die Inflation verfestige, habe abgenommen
- Konzentration auf den Wechselkurs erforderlich

Breman

- Zur Stabilisierung der Inflation sei eine kontraktive Politik erforderlich
- Eine weitere Schwächung der Krone könnte das Preisziel erschweren
- Zinssenkung werde wahrscheinlich früher als im November erfolgen
- Der Leitzins dürfte noch einige Zeit unverändert bleiben

Eine Reihe von Kommentaren habe darauf hingedeutet, dass es besser sei, die Zinssenkungen nicht zu überstürzen, und dies habe der Schwedischen Krone etwas Unterstützung gegeben. Der EUR/SEK habe den gleitenden 200-Stunden-Durchschnitt im Bereich von 11,31 getestet, als das Protokoll veröffentlicht worden sei, habe aber nach der Veröffentlichung wieder nachgegeben. (07.02.2024/alc/a/a)