Schweden: Inflationsrate steigt weiter, höhere Hypothekenzinsen belasten


25.01.23 08:45
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die schwedische Wirtschaft wurde im November anscheinend ausgebremst, so die Analysten von Postbank Research.

Der monatliche BIP-Indikator habe eine Schrumpfung der Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozent zum Vormonat signalisiert. Der Einkaufsmanagerindex der Industrie habe auch im Dezember mit 45,8 Punkten deutlich unterhalb der Expansionsschwelle bei 50 Punkten verharrt.

Die Industrieaufträge seien im November zum Vormonat mit 0,7 Prozent erneut gesunken, der private Konsum habe 0,4 Prozent zugenommen.

Mit 12,3 Prozent sei die Inflationsrate im Dezember auf ein neues Hoch und über die prognostizierten 12,0 Prozent gesprungen. Die Zielinflationsrate der Sverige Riksbank, die sogenannte CPIF, die Zinszahlungen auf Hypothekenkredite ausschließe, sei von 9,5 auf 10,2 Prozent gestiegen. Die CPIF-Inflationsrate ex Energie sei leicht von 8,0 auf 8,4 Prozent gestiegen, ein 31-Jahres-Hoch. Für alle drei Messgrößen seien niedrigere Werte erwartet worden.

Das verschärfe die Zwangslage für die erst im Februar wieder tagende Riksbank, da viele Hypothekenkredite in Schweden variabel verzinst würden und im Laufe des Jahres erneuert werden müssten. Mitte Januar hätten die Märkte einen Zinsschritt von rund 58 BP auf etwas mehr als 3,0 Prozent eingepreist.

Aufgrund dieser verzwickten Lage sei die Schwedische Krone (SEK) zu Jahresbeginn unter Druck geraten und bis auf EUR/SEK 11,32 gesunken. Auf Sicht von sechs Monaten könnte die Krone noch etwas weiter von aktuell EUR/SEK 11,169 auf EUR/SEK 11,50 abwerten. (Ausgabe Währungsbulletin Februar 2023) (25.01.2023/alc/a/a)






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