Rentenmarkt: Verunsicherung stützt


05.09.22 10:15
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Zum Ausklang der letzten Woche zeigten sich die Märkte beruhigt, so die Analysten der Helaba.

So hätten Aktiennotierungen die Verluste teilweise ausgleichen können und auch der Rentenmarkt habe, trotz des unverändert schwierigen Umfeldes, Boden gut machen können. Zwar werde sich der Wochenauftakt datenseitig impulslos gestalten, denn in den USA sei Feiertag. Die nicht wie erwartet wieder aufgenommenen Gaslieferungen über Nord Stream 1 würden aber für Verunsicherung sorgen und ein schwacher Börsenstart sei zu erwarten. Der Euro werde dadurch tendenziell unter Druck gesetzt, während der Rentenmarkt trotz der vorhandenen Zinsängste profitiere.

Die Investoren an den Zinsmärkten würden die Ergebnisse der EZB-Sitzung mit Spannung erwarten, wohl auch weil zuletzt zwar die marktseitigen Zinserwartungen hoch geblieben seien, die jüngsten EZB-Äußerungen aber aus dem Lager der "Tauben" gekommen seien. Viele Akteure seien der Meinung, die EZB müsse einen deutlichen Schritt - mit einem Umfang von 75 Basispunkten - beschließen, um der Inflation Herr zu werden. Sinkende Stimmungsindikatoren und eine nachlassende monetäre Dynamik seien aber möglicherweise Vorboten einer Konjunkturschwäche, die den Preisdruck reduziere.

Zudem sei ein Teil des Inflationsanstieges auf die politisch getriebene Energiepreise zurückzuführen, was die Situation für die Notenbanker verkompliziere. Für den Rentenmarkt könnte es so oder so ungemütlich bleiben. Entweder erhöhe die EZB aggressiv die Zinsen, oder sie zeige sich zögerlich mit der Gefahr, dass die Inflationserwartungen steigen und somit die Renditen treiben würden.

Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe sich erholen und das 61,8%-Retracement überwinden können. Dies sei positiv zu werten, die übergeordneten Belastungsfaktoren in Form der Verkaufssignale von DMI und MACD würden aber weiterhin zur Vorsicht mahnen. Unterstützungen würden sich bei 147,94 und 146,78 finden, Widerstände um 150 und 151,42. Darüber würden sich die gleitenden Durchschnitte um 152 ballen. (05.09.2022/alc/a/a)






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