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Rentenmarkt: Renditeanstieg und Kurvenverflachung


15.09.22 09:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Inflations- und Zinssorgen haben zuletzt das Geschehen an den Finanzmärkten bestimmt, so die Analysten der Helaba.

Heute gebe es zahlreiche US-Daten, die darauf aufmerksam machen könnten, dass sich die konjunkturelle Dynamik abschwäche. Hohe Inflation und steigende Zinsen einerseits und weniger Wachstum andererseits würden für Aktien ein schwieriges Umfeld darstellen. Belastet seien auch die Rentenmärkte - ebenso wie der Euro.

Am Rentenmarkt habe sich der Renditeanstieg zunächst fortgesetzt. Bundesanleihen mit 10-jähriger Laufzeit hätten sich in Richtung 1,80% bewegt, 2-jährige Papiere hätten mit knapp 1,45% ein neues 11-Jahreshoch erreicht. Die Kurve werde flacher und spiegele Rezessionssorgen wieder. Gleiches gelte für die USA. Dort sei der 10/2-Spread wieder unter -35 BP abgerutscht.

Auffällig sei derzeit die Stabilität der EWU-Peripheriespreads, obwohl es Diskussionen darüber gebe, ob und wann es zu einer quantitativen Straffung kommen werde. Zudem existiere mit den am Ende des Monats anstehenden Neuwahlen in Italien ein weiterer Unsicherheitsfaktor, denn es stehe zu befürchten, dass europakritische Parteien an Einfluss gewinnen würden. Trotzdem seien die Renditeaufschläge italienischer Bonds gegenüber Bundesanleihen zuletzt unter Schwankungen seitwärts gelaufen. (15.09.2022/alc/a/a)