Erweiterte Funktionen

Rentenmärkte: Aussagen des FED-Chefs lassen die Renditen in die Höhe schnellen


06.09.22 08:45
ALTE LEIPZIGER Trust

Oberursel (www.anleihencheck.de) - Die Äußerungen Powells hinterließen an den Rentenmärkten ihre deutlichen Spuren, so die Experten der Alte Leipziger Trust Investment-Gesellschaft mbH in ihrem aktuellen "Invest-Report".

Im entschlossenen Kampf gegen die hohe Inflation sei laut FED-Chef Powell nämlich "für einige Zeit" eine restriktive Geldpolitik nötig. Eine fortgesetzte Abschwächung der US-Konjunktur nehme die FED dabei bewusst in Kauf, sozusagen als kleineres Übel gegenüber der Alternative einer dauerhaft hohen Inflation. Die US-Anleiherenditen - insbesondere am kurzen Laufzeitende - hätten markant zugelegt. Zweijährige US-Treasuries (3,4%) seien dabei sogar auf das höchste Niveau seit 2007 geklettert und lägen damit inzwischen klar oberhalb der Rendite zehnjähriger Papiere. Eine solche Konstellation sei in der Vergangenheit eine zuverlässige Indikation für eine über kurz oder lang bevorstehende Rezession gewesen.

Die Rendite der 10-jährigen deutschen Staatsanleihen sei im Monatsverlauf in der Spitze um 90 Basispunkte geklettert. Zum Monatsende habe diese bei 1,54% nach noch 0,82% im Juli gewesen. Die Rendite von US-Bonds mit einer Laufzeit von zehn Jahren sei im August um 54 Basispunkte auf 3,19% geklettert nach 2,65% im Vormonat. Die Rendite langlaufender italienischer Staatsbonds habe sich zum Monatsende um 87 Basispunkte auf 3,89% erhöht. (Ausgabe September 2022) (06.09.2022/alc/a/a)