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Renten: Nervosität bleibt hoch


13.06.22 11:45
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die deutliche "bärische" Kurvenverflachung bei Bunds und Swaps in der vergangenen Woche wurde von den hawkishen Kommentaren der EZB am 9. Juni in Kombination mit der deutlichen Aufwärtsüberraschung der US-Inflation für Mai ausgelöst, so die Analysten der DekaBank.

Interessant sei, dass die Bewegung der nominalen Renditen von steigenden Inflationserwartungen dominiert worden sei, während die realen Sätze nur leicht zugelegt hätten. Nachdem die EZB-Zinssteigerungserwartungen inzwischen bei knapp 250 Basispunkten bis Ende 2023 stünden und damit die Zinsen deutlich über dem auf 1,5% geschätzten neutralen Zins stünden, sollte die Volatilität am kurzen Ende der Kurve eigentlich nachlassen. Solange nicht am Mittwoch die FED mit deutlich hawkishen Signalen überrasche, dürfte auch das lange Ende der Bund- und Swapkurve beginnen, sich zu stabilisieren. Bis zur Wochenmitte bleibe die Nervosität jedoch hoch. (13.06.2022/alc/a/a)