Rekordinflation im Euro-Raum


01.06.22 13:15
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Nach dem Preisanstieg in Deutschland auf 7,9%, stieg gestern die Teuerungsrate im Euro-Raum auf einen Rekordwert von 8,1%, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Neben den Lebensmitteln mit einem Plus von 9,2% sei vor allem die Energie mit einer Steigerung von 39,2% der größte Preistreiber gewesen. Damit gerate die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrer Sitzung nächste Woche unter Zugzwang. Die falsche Einschätzung der Preissituation und das trotzige Festhalten an "vorübergehenden Sondereffekten" habe die EZB in eine missliche Lage gebracht. Sofortiger Handlungsbedarf wäre angesagt, um eine Lohn-Preis-Spirale zu verhindern.

Die Preissteigerungen seien besonders bedrohlich in Estland (+20,1%), sowie in Polen (+13,9%) und in den Niederlanden und Griechenland (10%). Diese Tatsachen sollten einen ersten Zinsschritt von +0,50% im Juli rechtfertigen. Die Wahrscheinlichkeit für rasche Zinsanhebungen dürfte aber gering sein. Gestern habe der EUR/USD Markt darauf bereits reagiert. Auf eine Seitwärtsbewegung sei eine Korrektur bis 1,0680 gefolgt. Die nächste markante Unterstützung liege bei 1,0640 - der wichtige Widerstand liege bei 1,0800. In diesem Bereich sollte der EUR/USD heute bleiben. (01.06.2022/alc/a/a)




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