Polen: Kampf gegen die Inflation gewonnen?


25.01.23 10:45
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Der anhaltende Trend eines schwächeren Polnischen Zlotys (PLN) gegenüber dem Euro kam den polnischen Exportunternehmen zu Gute, so die Analysten von Postbank Research.

Insbesondere die Exporte aus der Automobilindustrie seien deutlich angestiegen, dank der besser als zuvor erwarteten Nachfrage aus Europa - dabei insbesondere Deutschland.

Habe sich der private Konsum in den Wachstumszahlen zum dritten Quartal recht zurückhaltend gezeigt, hätten die Einzelhandelsumsätze gegen Ende 2022 deutlich stärker zulegen können, als vom Marktkonsens erwartet worden sei. Mit 1,6 Prozent seien die Umsätze stärker angestiegen als die Erwartung von 0,3 Prozent. Es zeige sich jedoch weiterhin, dass die Konsumenten sich bei größeren Anschaffungen zurückhalten würden.

Zum vierten Mal in Folge habe die Notenbank den Leitzins unverändert belassen. Einige Analysten würden den Zinsanhebungszyklus als beendet betrachten. Die jüngste Inflationsentwicklung scheine vorerst die Notenbankentscheidung bestätigt zu haben: Im Dezember sei die Rate von 17,5 auf 16,6 Prozent zurückgegangen.

Inflationsrisiken bestünden jedoch weiterhin, der Höhepunkt der Inflation dürfte noch folgen - auch wegen fiskalischer Stimuli vor den Wahlen im Herbst. Notenbankpräsident Glapiński habe hingegen bereits von möglichen Zinssenkungen gegen Ende 2023 gesprochen - was durchaus ambitioniert klinge.

Die Postbank erwarte in den kommenden sechs Monaten, dass der Wechselkurs des Polnischen Zloty sich von aktuellen EUR/PLN 4,70 kaum verändere. (Ausgabe Währungsbulletin Februar 2023) (25.01.2023/alc/a/a)






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