Notenbanken kämpfen gegen die Inflationswelle


06.09.22 09:30
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Die Inflation ist das große Thema für die Zentralbanken dieser Welt, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Manche von ihnen hätten den Fokus auf der Preissteigerung, andere auf der Wirtschaftsentwicklung. Im September stünden alle großen Notenbanken dieser Welt vor dem nächsten Zinsschritt. Ein spannender Monat für den Währungsmarkt (FX-Markt). Welche Strategie genieße am Devisenmarkt die höchste Glaubwürdigkeit? Ein kurzer Blick auf die großen Notenbanken der Welt (USA, Europa, England und Japan) zeige, wem der FX-Markt mehr Vertrauen schenke.

Im gestrigen Tageskommentar sei die Pfundschwäche erklärt worden. In aller Kürze: Die Erfolgsaussichten zwischen Inflationsbekämpfung und Wirtschaftsentwicklung würden am Devisenmarkt als sehr gering eingestuft. Daher auch die Pfundschwäche.

Die höchste Glaubwürdigkeit gelte der Notenbank mit der aggressivsten Zinspolitik. Das bringt uns zum US-Dollar, der im gegenwärtigen Zinsumfeld dank einer, auf Inflationsbekämpfung ausgerichteten FED (US-Notenbank), eine hohe Nachfrage erfährt, so Oberbank. Europa sei eindeutig zu zaghaft. Die EUR/USD Kursentwicklung sei ein Spiegel davon. Natürlich könne man der EZB hier eine deutlich schwerere Aufgabe unterstellen. Neben den steigenden Preisen stehe Europa vor einer Neuausrichtung der Energiepolitik, habe einen Krieg an der Außengrenze und innerhalb der EU mit Ländern wie Ungarn und Polen politische Auffassungsunterschiede. Erschwerend komme die Schuldensituation der südlichen EU-Länder hinzu.

Keine leichte Aufgabe für eine Zentralbank hier den Spagat zu finden. Aber am Devisenmarkt zähle momentan einzig und allein die Bereitschaft zur Inflationsbekämpfung. Aus diesem Grund werde man sich, auf EUR/USD bezogen, auf Kurse um 1,0000 einstellen müssen. Das geringste Vertrauen am FX-Markt werde der Bank of Japan (japanische Notenbank) geschenkt. Japan kaufe unverändert Staatsanleihen und sei weit davon entfernt, am Leitzins größere Änderungen vorzunehmen. Der Yen sei von den Hauptwährungen das Schlusslicht. Platz eins gehe somit an den US-Dollar, gefolgt vom Euro und Pfund. Der Yen lande auf dem letzten Platz. (06.09.2022/alc/a/a)






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