Kultinvestorin Cathie Wood hält die Inflationsangst für unbegründet


09.06.22 16:00
Der Aktionär

Kulmbach (www.anleihencheck.de) - Die Rekordinflation zwinge die EZB zum Gegensteuern, so Andreas Deutsch vom Anlegermagazin "Der Akationär".

Im Juli wolle sie erstmals seit elf Jahren die Zinsen wieder anheben, im September könnte der zweite Zinsschritt folgen. Der DAX reagiere mit auf die Ankündigung mit einem Minus von 180 Punkten. Kultinvestorin Cathie Wood halte die Inflationsangst für unbegründet.

Die aktuellen sehr hohen Lagerbestände von US-Unternehmen würden ihrer Ansicht nach daraufhin deuten, dass die Inflation eventuell schon bald nachlassen werde. "Ich habe in meiner Karriere noch nie einen solchen Anstieg der Lagerbestände gesehen, und ich bin schon lange dabei", habe die Gründerin von Ark Investment am Mittwoch zu Bloomberg TV gesagt. "Dieses Bestandsproblem unterstreicht den zyklischen Grund, aus dem wir die Erwartung geäußert haben, dass die Inflation abebben wird." Das größere Risiko sei ihrer Meinung nach die Deflation.

Im Mai sei die Inflation in der Eurozone weiter gestiegen - auf den Rekordwert von 8,1%. In den USA habe sich die Geldentwertung zuletzt auf 8,3% belaufen.

Die EZB rechne für das kommende Jahr nun mit einer Preissteigerung von 3,5% (März-Prognose: 2,1%). Für 2024 sage die Notenbank eine Inflationsrate von 2,1% voraus.

Die Zinsschritte der EZB seien keine Überraschung, folglich sollte sich der Markt schnell wieder beruhigen. Liege Wood mit ihrer Beobachtung der vollen Unternehmenslager richtig, könnte sich die Normalität bei der Geldwertentwicklung schneller wieder einstellen als aktuell erwartet. (09.06.2022/alc/a/a)






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