Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihen auf Artificial Intelligence - Mehr als ein Schachcomputer? Anleihenanalyse


22.06.22 08:30
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist die künstliche Intelligenz (KI) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Die von der Corona-Pandemie induzierte Digitalisierungswelle unterstütze indirekt auch die Forschung und Entwicklung im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI). Schwache KI ist schon heute Bestanteil unseres Lebens, sei es in Form des Autopiloten von Tesla oder des persönlichen Assistenten Siri von Apple, so die Bank Vontobel Europe AG. Künstliche Intelligenz im Allgemeinen werde in weiteren Bereichen unseres Lebens Anwendung finden und hat das Potenzial, diese nachhaltig und disruptiv zu verändern, so die Bank Vontobel Europe AG.

Schach - das strategische Brettspiel, welches auch als das "königliche Spiel" bezeichnet werde, sei aufgrund seiner Komplexität und der aufzuwenden Denkleistung ein weltweit geachtetes Spiel. Schach-Großmeister wie der Norweger Magnus Carlsen seien gefeierte Stars in ihrem Gebiet. Regelmäßig würden die Fähigkeiten der Spieler auch mit denen von Schachcomputern gemessen. Die überall gern gesehene Auseinandersetzung zwischen Mensch und Maschine.

Vor einigen Jahren sei es zu einer Eruption in diesem Kräftemessen gekommen. Die von der Forschungseinrichtung DeepMind (einer Tochterfirma von Alphabet) entwickelte Künstliche Intelligenz namens "AlphaZero" habe sich im Schach, innerhalb von nur vier Stunden, eigenständig zu einem bisher unschlagbaren Gegner entwickelt. Während herkömmliche Schachcomputer mit Partien und Zügen vergangener Großmeister-Partien gefüttert und weiterentwickelt werden müssten, seien AlphaZero lediglich die Grundregeln des Schachspiels gezeigt worden. Dank selbstlernender Algorithmen und enormer Rechenkraft habe diese KI immer wieder gegen sich selbst gespielt und so eine Art zu Spielen entwickelt, die gängigen Computern und Menschen überlegen sei. Dies sei nur eines von vielen praktischen Anwendungsbeispielen, welche die bereits heute erreichte Leistungsfähigkeit der KI widerspiegeln würden.

Der amerikanische Forscher Marvin Minsky habe 1956 erstmals den Begriff der Künstlichen Intelligenz oder zu English "Artificial Intelligence" (AI) begründet. Was ursprünglich als technische Nachbildung der menschlichen Intelligenz gedacht gewesen sei, sei heute bereits viel mehr als das. Aus der Idee habe sich eine eigene Wissenschaft entwickelt. Selbstlernende Softwarealgorithmen, eine Untergruppe der AI und besser bekannt unter dem Begriff des "Machine Learnings", würden es Maschinen ermöglichen zu erfassen, zu begreifen, zu entscheiden, zu handeln und im Besonderen dazu zu lernen.

Da es bis heute noch nicht gelungen sei, den menschlichen Verstand als Ganzes maschinell nachzubilden, konzentriere sich die aktuelle Forschung auf einzelne Teilbereiche. Grundsätzlich werde zwischen schwacher und starker KI unterschieden. Schwache KI decke nur einen Teilbereich der Intelligenz ab, basiere auf mathematischen Methoden und Informatik und finde beispielsweise Anwendung in der Spracherkennung. Starke KI hingegen beinhalte logisches Denken, Kommunikation und das Abwägen und Treffen eigenständiger, komplexer Entscheidungen. Forscher seien sich uneinig darüber ob und wann es jemals starke KI geben werde.

Die Entwicklung der Artificial Intelligence sei in den letzten Jahren schnell vorangegangen, auch dank immer günstiger und leistungsfähiger werdender Prozessoren, die die Auswertung enormer Datensätze (Big Data) ermöglichen würden. Bereits heute finden sich praktische Anwendungsbeispiele in unserem Alltag - so zum Beispiel in Alexa von Amazon oder in Siri von Apple, so die Bank Vontobel Europe AG. Fernab vom Technologiesektor finde AI Anwendung in der Medizintechnik, der Pharmaindustrie oder sogar in der Landwirtschaft. Vor allem in der Automatisierung von Produktionsprozessen finde AI Anwendung bei Industrieunternehmen.

Die Technologie der Künstlichen Intelligenz sei disruptiver Natur und habe das Potenzial, die Art zu leben und zu arbeiten grundsätzlich zu verändern. Dabei seien die potenziellen Einsatzgebiete enorm vielfältig. Gemäß einer Studie der PWC aus dem Jahre 2017 werde KI der globalen Ökonomie bis 2030 weitere 15,7 Billionen US-Dollar bescheren. Die Möglichkeiten für Unternehmen durch Einsatz von KI ihre Produkte und Dienstleistungen zu verbessern, biete große Chancen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) (ISIN DE000VV3WUC9 / WKN VV3WUC) auf ASML, Porsche (ISIN DE000PAH0038 / WKN PAH003, Vz.) und SAP. Der Kupon sei auf 14,75% festgelegt worden. Der Basispreis betrage 100,00%, die Barriere 60,00%. Der Nennbetrag liege bei 1.000,00 EUR. Der 16.06.2023 sei als Bewertungstag fixiert worden, fällig sei die Anleihe am 23.06.2023. Der Zeichnungsschluss sei am 04.07.2022. (Stand: 22.06.2022, 10:00)

Interessant sei auch die 15,50% Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) Quanto auf IBM, NVIDIA und Salesforce.com (ISIN US79466L3024 / WKN A0B87V). Der Basispreis liege bei 100,00%, die Barriere betrage 60,00%. Der Nennbetrag belaufe sich auf 1.000,00 EUR. Der Bewertungstag sei der 16.06.2023 und der Fälligkeitstag der 23.06.2023. Der Zeichnungsschluss sei am 11.07.2022. (Stand: 22.06.2022, 10:05)

Ausgewählte Risiken:

Korrelationsrisiko: Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen bezieht sich auf mehrere Basiswerte. Damit ist der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals ist daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Marktrisiko/Preisänderungsrisiko: Der Wert des Zertifikats kann während der Laufzeit durch die marktpreisbestimmenden Faktoren auch deutlich unter den Erwerbspreis fallen, wenn der Wert des Basiswerts fällt.

Emittenten-/Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 21.06.2022) (22.06.2022/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
100,00 € 100,00 € -   € 0,00% 01.07./20:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000VV3WUC9 VV3WUC 100,00 € 100,00 €
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