Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihe auf Telekom, Infineon, Siemens - Aussichtsreiche DAX-Konzerne - Anleihenanalyse


22.11.22 09:45
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel sind die Aktien von Deutsche Telekom, Infineon und Siemens eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Kaum ein westliches Land stehe vor so großen Herausforderungen wie Deutschland. Hohe Energiepreise, knappes Gas und unterbrochene Lieferketten würden die deutsche Wirtschaft belasten. Deshalb stehe der DAX die letzten Monate stark unter Druck. Doch es gebe auch Unternehmen im Leitindex, die gut durch die Krise kommen könnten. Mehrere DAX-Konzerne, darunter Infineon, Siemens und die Deutsche Telekom, würden eine aussichtsreiche Ertragslage im nächsten Geschäftsjahr erwarten.

Nach einem schwachen Jahresbeginn 2022 solle sich der Verdienst der 40 DAX-Konzerne für das laufende Geschäftsjahr auf knappe EUR 130 Milliarden belaufen, rund EUR 500 Millionen weniger als im Rekordjahr 2021 (Quelle: "Handelsblatt"). Jedoch sei Berechnungen des Wirtschaftsprüfungshauses Ernst & Young zufolge der operative Gewinn der Unternehmen im Schnitt um 28 Prozent auf EUR 44,7 Milliarden im dritten Quartal angestiegen und damit so hoch wie nie zuvor gewesen. Auch das Umsatzwachstum von 23 Prozent im dritten Quartal erreiche ein neues Rekordniveau. Maßgeblicher Treiber der Gewinne seien die globale Ausrichtung, ein schwacher Euro und eine steigende Nachfrage bestimmter Produkte und Dienstleistungen. Momentan würden deutsche Unternehmen in den Vereinigten Staaten hohe Wachstumsraten erzielen, da die Nachfrage in den Vereinigten Staaten zuletzt stark gestiegen sei. So bleibe der Internationalisierungsgrad ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs deutscher Unternehmen. Zudem würden Währungseffekte in diesem Jahr die Gewinne weiter nach oben treiben. Für jeden erlösten Dollar würden die Unternehmen 10 Euro-Cent mehr erzielen als noch vor einem Jahr (Stand 17.11.2022).

Der Chiphersteller Infineon hebe nach einem Rekordgeschäftsjahr 2021/2022 seine Ziele an und stelle in Aussicht, den Umsatz in den nächsten Jahren zu steigern sowie deutlich profitabler zu werden. Das jüngste Quartal habe Infineon besser abgeschlossen als erwartet. Der Umsatz sei im Vergleich zum Vorjahr um 38 Prozent auf EUR 4,14 Milliarden gestiegen. Jochen Hanebeck, CEO von Infineon, rechne angesichts der hohen Nachfrage mit einem Umsatz von EUR 15,5 Milliarden für das laufende Geschäftsjahr, rund 9 Prozent mehr als im Vorjahr (per Ende September 2022). Langfristig solle der Umsatz sogar 10 Prozent jährlich steigen. Zudem habe der Manager angekündigt, eine operative Marge über einen Branchenzyklus hinweg von 25 Prozent zu erwirtschaften, knappe 6 Prozentpunkte über den bisherigen Erwartungen. Als nächstes unternehmerisches Ziel werde ein neues Werk in Dresden angestrebt. Insgesamt sollten darin EUR 5 Milliarden investiert werden, wovon ein Teil im Rahmen des Chips Act der EU subventioniert werden solle. Das Gesetz könnte jedoch erst im Jahre 2023 in Kraft treten, weswegen die Höhe der Förderung sowie der Startzeitpunkt des Projektes noch unklar seien. Die Prognosen von Hanebeck würden sich mit der momentanen Auftragslage decken. So seien Aufträge von EUR 40 Milliarden in den Büchern von Infineon, was knapp dem Dreifachen des Jahresumsatzes 2022 entspreche.

Seit der Abspaltung der Energietechnik verstehe sich Siemens immer mehr als IT- und Digitalkonzern. Mit den veröffentlichten Ergebnissen habe Siemens die Erwartung der Analysten übertroffen. Die Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr seien um 8 Prozent auf knapp EUR 72 Milliarden gestiegen, der operative Gewinn sei um 17 Prozent auf EUR 10,3 Milliarden gestiegen. Der Gewinn sei um knapp 34 Prozent gesunken, da eine Abschreibung auf die Beteiligung an der verlustreichen Siemens Energy vorgenommen worden sei. Im laufenden Geschäftsjahr 2022/2023 (per Anfang Oktober 2022) werde laut Bloomberg eine Gewinnsteigerung von knapp 80 Prozent erwartet. Treiber des Umsatzwachstums könnten primär die Digitalgeschäfte werden. Hier konkurriere Siemens im Bereich der digitalen Lösungen mit Unternehmen wie Amazon und Microsoft. Die Umsätze in dem Segment "Digital Industries" sollten laut Busch in den kommenden Jahren um mindestens 10 Prozent per annum steigen. Außerdem möchte der Siemens Chef die Geschäfte in den Vereinigten Staaten weiter ausbauen. So sollten weitere Fabriken für Halbleiter und Batterien gebaut werden. Auch China werde trotz der geopolitischen Spannungen als weiterhin wichtiger Markt mit großen Wachstumschancen angesehen. Nach Informationen des "Handelsblatts" könnten mithilfe des internen Projekts "Marco Polo" die Umsätze bis 2025 sogar verdoppelt werden.

Die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr der Telekom würden sich verbessern. Die Prognose für 2022 sei zum dritten Mal erhöht worden. Der Umsatz sei im abgelaufenen Geschäftsjahr um 8,8 Prozent auf EUR 29 Milliarden gestiegen. Der bereinigte Gewinn sei um 80 Prozent auf EUR 2,4 Milliarden gestiegen. Grund für die guten Zahlen liege zum Teil an den Wechselkurseffekten. Die Telekom investiere intensiv in den Ausbau des 5G-Netzes in den Vereinigten Staaten, um weitere Marktanteile zu gewinnen. Dies scheine sich bisher bezahlt zu machen, denn das US-Geschäft habe maßgeblich zum Erfolg der letzten Jahre beigetragen. So habe die Tochter T-Mobile US allein im dritten Quartal 854.000 Kunden hinzugewinnen können und sei damit Spitzenreiter, noch vor den heimischen Konkurrenten AT&T und Verizon. Laut Bloomberg werde der Anteil des US-Geschäfts am Gesamtumsatz dieses Jahr voraussichtlich 67 Prozent betragen. Zum Vergleich 2019 habe der Anteil noch bei rund 50 Prozent gelegen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) auf auf Deutsche Telekom, Infineon und Siemens. Der Kupon sei auf 14,00% festgelegt worden. Der Basispreis betrage 100,00%, die Barriere 60,00%. Der Nennbetrag liege bei 1.000,00 EUR. Der Bewertungstag sei der 15.12.2023, fällig sei die Anleihe am 22.12.2023. Der Zeichnungsschluss sei am 05.12.2022. (Stand: 22.11.2022, 08:57)

Zu beachten: In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf künftige Wertentwicklungen beziehen. Derartige Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Ausgewählte Risiken:

Korrelationsrisiko: Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen bezieht sich auf mehrere Basiswerte. Damit ist der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals ist daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Marktrisiko/Preisänderungsrisiko: Der Wert des Zertifikats kann während der Laufzeit durch die marktpreisbestimmenden Faktoren auch deutlich unter den Erwerbspreis fallen, wenn der Wert des Basiswerts fällt.

Emittenten-/Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (22.11.2022/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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