Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihe auf Lithium-Aktien - Das neue Öl? Anleihenanalyse


01.08.22 09:15
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel sind die Aktien der Unternehmen aus der Lithium-Branche eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Wenn man der Meinung des Tesla-CEO Elon Musk Glauben schenken dürfe, dann zumindest schon. Viele Aktien von Unternehmen aus der Lithium-Branche würden auf Jahressicht zwar starke Verluste aufweisen, die massive Nachfrage nach dem Alkalimetall im Hinblick auf die zukünftige Mobilität und Technologien könne jedoch nicht abgestritten werden. Im Folgenden, wie Anlegerinnen und Anleger an der Lithium-Wertschöpfungskette partizipieren könnten.

Die niedrigeren Lithium-Preise seien aktuell weniger einer rückläufigen Entwicklung der Nachfrage geschuldet, sondern würden sich unter anderem durch akute Rezessionssorgen und die immer wiederkehrenden Lockdowns in China erklären lassen. Es könnte sich hierbei jedoch nur um eine kleine Delle in einem langfristigen Trend handeln. Massive Investitionen in die Energiewende sollten zumindest die Nachfrage nach Seltenen Erden ansteigen lassen. Diese Meinung teile auch der US-Autobauer General Motors (GM), welcher kürzlich (26.07.2022) eine Liefervereinbarung mit dem Unternehmen Livent Corp. unterzeichnet habe. Der in Philadelphia, USA, ansässige Konzern produziere und vertreibe Lithiumverbindungen, die Anwendung in Batterien, Arzneimitteln und Legierungen für die Luft- und Raumfahrt fänden. Der Autobauer verspreche sich davon, dass für die Herstellung der E-Autos nötige Lithiumhydroxid zu sichern, um seinem Ziel von jährlich einer Million produzierten Elektrofahrzeugen bis Ende 2025 näher zu kommen.

Das Leichtmetall bilde den Grundbaustein für Lithium-Ionen-Batterien und sei aufgrund seiner diversen Einsatzmöglichkeiten sehr gefragt. Neben Elektroautos fänden entsprechende Batterien auch Verwendung in Smartphones, Laptops und anderen mobilen Endgeräten. Aufgrund der Fähigkeit, Strom zu speichern, stelle Lithium ein unerlässliches Element für die Transformation zu einer grüneren Wirtschaft dar.

Die Beratungsgesellschaft McKinsey prognostiziere zudem ein anhaltendes Wachstum von Lithium-Ionen-Batterien für das nächste Jahrzehnt mit jährlichen Wachstumsraten von knapp 30 Prozent. Die steigende Nachfrage nach den Batterien könnte demnach bis ins Jahr 2030 einen Bedarf von bis zu 4.500 Gigawattstunden ausmachen - dank der batterieintensiven Anwendungen in Energiespeichersystemen, E-Bikes und der Elektrifizierung von Werkzeugen.

Lithium stelle Elektroautohersteller und Produzenten mobiler Endgeräte gleichermaßen vor erhebliche Herausforderungen. Die Preise für Lithium hätten sich trotz des jüngsten Rückganges (Stand: Juli 2022) in den letzten Jahren vervielfacht. Zudem sei der Abbau von Lithium sehr energieintensiv und der damit verbundene Wasserverbrauch hoch. Das derzeitige Angebot reiche bei weitem nicht aus, die Nachfrage zu bedienen. Lösungen, um diese Probleme zu umgehen, seien daher gefragt. Neben der Erhöhung der konventionellen Lithium-Gewinnung könnten neue Technologien helfen, das Angebot weiter auszuweiten. Solche Technologien würden zwar in den Kinderschuhen stecken - nichtsdestotrotz sähen sie laut McKinsey vielversprechend aus.

Mit diesen neuen Technologien solle nicht nur die Lithium-Gewinnung gesteigert werden können, sondern auch die negativen Auswirkungen auf die Umwelt reduziert werden. Außerdem solle der Lithium-Abbau nachhaltiger gestaltet werden und der damit einhergehende CO2-Ausstoß reduziert werden. Gleichzeitig sollten Recyclinglösungen eine größere Rolle einnehmen.

Marktteilnehmerinnen und -teilnehmer würden die Aktien vieler Unternehmen mit Berücksichtigung rückläufiger Lithium-Preise neu einpreisen. Dazu würden auch die Anteilscheine der VARTA AG (ISIN DE000A0TGJ55 / WKN A0TGJ5) gehören. Jenes Unternehmen habe in der Vergangenheit vermehrt im Fokus vieler Leerverkäufer gestanden. Als Zulieferer von Batterien für Apple Inc. und dem nötigen Know-How der letzten Jahrzehnte könnte das Unternehmen jedoch bestens aufgestellt sein, um den wachsenden Markt in Zukunft erfolgreich zu bedienen. Gleiches könnte über die Giganten Albemarle und Ganfeng Lithium behauptet werden. Die Konzerne würden den jeweiligen "Platzhirsch" der westlichen bzw. östlichen Hemisphäre im Bereich der Forschung und Produktion von Lithiumprodukten darstellen und könnten direkt an einem möglichen Nachfrageboom profitieren.

Die Multiaktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) Quanto auf Albemarle, Ganfeng Lithium und VARTA ermögliche es Anlegerinnen und Anlegern, mit nur einer Transaktion in die Breite der Wertschöpfungskette von Lithium-Ionen-Batterien zu investieren. Der Kupon sei auf 17,75% festgelegt worden. Der Basispreis betrage 100,00%, die Barriere 50,00%. Der Nennbetrag liege bei 1.000,00 EUR. Der Bewertungstag sei der 16.06.2023, fällig sei die Anleihe am 23.06.2023. Der Zeichnungsschluss sei am 08.08.2022. (Stand: 01.08.2022, 10:00)

Ausgewählte Risiken:

Korrelationsrisiko: Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen bezieht sich auf mehrere Basiswerte. Damit ist der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals ist daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Marktrisiko/Preisänderungsrisiko: Der Wert des Zertifikats kann während der Laufzeit durch die marktpreisbestimmenden Faktoren auch deutlich unter den Erwerbspreis fallen, wenn der Wert des Basiswerts fällt.

Emittenten-/Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 29.07.2022) (01.08.2022/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
104,70 € 103,63 € 1,07 € +1,03% 11.08./19:59
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000VV5HDG2 VV5HDG 104,70 € 100,00 €
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