Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihe auf Coca-Cola - Starke Marke mit besonderer Stellung - Anleihenanalyse


02.08.22 16:00
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie von Coca-Cola eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Viele würden es kennen, an einem heißen Sommertag werde gerne mal im Restaurant oder in der Bar ein Erfrischungsgetränk des gleichnamigen Konzerns bestellt. Die Rede sei von Coca-Cola. Trotz des allgemeinen Trends hin zu gesünderer Ernährung habe der Getränkeriese das Umsatzziel laut den jüngst publizierten Zahlen steigern können. Auch in punkto Ausblick zeige sich der Konzern für das Gesamtjahr 2022 optimistischer.

"Taste the Feeling" - der Marketing-Slogan sei vielen Anlegerinnen und Anlegern eventuell im Gedächtnis geblieben. So habe das Unternehmen 2016 in seiner jährlichen Weihnachtskampagne das gleichnamige Getränk Coca-Cola beworben. Besonders in Szene gesetzt hätten sie das Erfrischungsgetränk, indem der Weihnachtsmann höchstpersönlich dieses konsumiert habe.

Die heute bekannte Figur des "Coca-Cola Santa Claus" sei bereits 1931 entstanden. Gemalt worden sei die Figur vom amerikanischen Grafiker und Cartoonist Haddon Sundblom, der den Gesichtsausdruck und den weißen Bart entworfen und den Weihnachtsmann in den Coca-Cola-Farben Rot und Weiß gekleidet habe. Auch heute noch setze Coca-Cola während der Weihnachtszeit auf den rot-weiß gekleideten Santa Claus, um sein berühmtestes Produkt, die Coca-Cola, zu vermarkten.

Coca-Cola werde zu jeder Jahreszeit - an heißen wie an kalten Tagen - in mittlerweile 200 Ländern konsumiert. Dies sei einerseits den immensen Vermarktungsbemühungen des Unternehmens zu verdanken. Andererseits sei der Geschmack trotz vielfältiger Konkurrenz bislang unerreicht und einzigartig. Die Rezeptur gehöre zu den bestbehüteten Unternehmensgeheimnissen, um die sich bis heute Mythen und Theorien ranken würden.

Kontrovers diskutiert würden Süßgetränke immer wieder vor dem Hintergrund gesunder Ernährung. Medienwirksam habe dies der Fußballstar Cristiano Ronaldo inszeniert, als er bei einer Pressekonferenz der Fußball-Europameisterschaft (2021) zwei Cola-Flaschen beiseitegeschoben und zielgerichtet das Wasser in den Fokus der Kameras gestellt habe.

Obwohl der hohe Zuckergehalt und dessen Einfluss für eine ausgewogene Ernährung umstritten ist, scheinen die Tage der Süßgetränke-Hersteller noch lange nicht gezählt zu sein, so die Bank Vontobel Europe AG. Vielmehr würden große Süßgetränke-Hersteller versuchen, das neue Gesundheitsbewusstsein der Konsumenten aufzugreifen, indem sie zuckerfreie Varianten (z.B. "Coke Zero") der beliebtesten Getränkesorten herausbringen würden. So habe die Dach-Marke Coca-Cola rund 140 Produkten eine neue Rezeptur mit dem Ziel verpasst, die Menge des zugesetzten Zuckers zu reduzieren. Zwar würden hauptsächlich Süßgetränke mit dem Konzern assoziiert, es würden inzwischen aber auch die Mineral- und Tafelwassermarken Bonaqua, Vio oder Apollinaris, sowie die Lifestyle-Getränkemarken Fuze Tea, Honest oder Innocent zur Coca-Cola-Marke dazugehören.

Coca-Cola habe 2011 sein 125-jähriges Jubiläum gefeiert. Neben seiner langen Historie zeichne sich das Unternehmen allerdings auch als besonders beständiger Dividendenzahler aus. Aktionäre würden bereits seit 1920 eine Dividende erhalten. Im April 2022 habe das Unternehmen die 60. jährliche Dividendenanhebung in ununterbrochener Folge bekannt gegeben. Mit dieser Historie zähle Coca-Cola zu den verlässlichsten Dividendenzahlern an der Wall Street.

Die Aktie gehöre unter anderem auch zu den Lieblingen des Starinvestors Warren Buffett. Er selbst sei bekennender Konsument der "Cherry-Coke" und bereits seit Jahrzehnten mit seiner Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway investiert. Per 31.03.2022 habe Coca-Cola zu seinen Top 5-Investments mit einem Marktwert von 24,8 Mrd. US-Dollar gezählt.

Mit den am Dienstag (26.07.2022) publizierten Zahlen habe Coca-Cola überzeugen können. Vor der Pandemie habe das Unternehmen etwa die Hälfte seines Umsatzes im sogenannten "Außer-Haus-Geschäft" erwirtschaftet. Mit den zuletzt veröffentlichten Quartalszahlen seien die Erwartungen der Analysten übertroffen worden. Dies sei hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass sich die Umsätze in Restaurants, Kinos, Theatern und anderen Einrichtungen wieder annährend auf Vorkrisenniveau erholt hätten. Coca-Cola rechne mit einem organischen Umsatzwachstum von 12 bis 13 Prozent und übertreffe somit den bisherigen Konsens von 7 bis 8 Prozent an der Wall Street. Der bereinigte Gewinn je Aktie habe sich auf 0,70 US-Dollar je Anteil belaufen und sei damit 2 Cent höher aus als im Jahr zuvor gefallen. Coca-Cola habe infolge gestiegener Kosten für Transport, Rohstoffe und Verpackungen die Preise erhöht. Die Kunden scheinen dadurch aber nicht abgeschreckt worden zu sein, so die Bank Vontobel Europe AG.

Das Management rund um den Konzernchef James Quincey habe aber auch angedeutet, dass aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise potenzieller Gegenwind aufziehen könnte. Dies könnte Einbußen des Konzernergebnisses im hohen einstelligen Prozentbereich hervorrufen, da die Konsumenten nicht unbegrenzt bereit seien, Preissteigerungen in Kauf zu nehmen. Unter dem Strich sei der Gewinn um 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,9 Milliarden US-Dollar gesunken. Die Börse habe positiv auf diese Ergebnisse reagiert und die Aktien von Coca-Cola am Tag der Veröffentlichung mit einem leichten Kursplus (26.07.2022) belohnt.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) Quanto auf Coca-Cola. Der Kupon sei auf 7,25% festgelegt worden. Der Basispreis betrage 100,00%, die Barriere 75,00%. Der Nennbetrag liege bei 1.000,00 EUR. Der Bewertungstag sei der 15.09.2023, fällig sei die Anleihe am 22.09.2023. Der Zeichnungsschluss sei am 15.08.2022. (Stand: 02.08.2022, 16:10)

Ausgewählte Risiken:

Korrelationsrisiko: Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen bezieht sich auf mehrere Basiswerte. Damit ist der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals ist daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Marktrisiko/Preisänderungsrisiko: Der Wert des Zertifikats kann während der Laufzeit durch die marktpreisbestimmenden Faktoren auch deutlich unter den Erwerbspreis fallen, wenn der Wert des Basiswerts fällt.

Emittenten-/Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (02.08.2022/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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