Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihe auf BioNTech, Moderna, Pfizer - Potenzial im Onkologie-Bereich - Anleiheanalyse


10.11.22 11:45
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel sind die Aktien von BioNTech, Moderna und Pfizer eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Der Impfstoffhersteller BioNTech habe am 7. November seine Zahlen für das dritte Quartal 2022 veröffentlicht. Dem CEO und Mitgründer Prof. Dr. Ugur Sahin zur Folge sei das nächste Kapitel von BioNTechs Entwicklung in greifbarer Nähe. Das Unternehmen möchte gewonnene Erkenntnisse von den angepassten Omikron-Impfstoffen nehmen und auf das weitere Impfstoffportfolio im Bereich Infektionskrankheiten sowie die Onkologie-Pipeline übertragen. Ein Blick auf den aktuellen Stand bei BioNTech.

Das Mainzer Unternehmen habe durch die schnelle Entwicklung eines wirksamen Coronaimpfstoffes großen Ruhm erlangt. Seither seien knappe zwei Jahre vergangen und die Pandemie sei ein Stück weit aus dem gesellschaftlichen Fokus gerückt. BioNTech erwarte Erlöse für seinen Covid-Impfstoff im Jahr 2022 in Höhe von 16 bis 17 Milliarden Euro. Der Umsatz habe sich auf 3,46 Milliarden Euro belaufen (nach 6,41 Milliarden Euro im dritten Quartal des Vorjahres). Die Pandemie habe sich, wie vom Unternehmen erwartet, dynamisch entwickelt und Schwankungen bei den Quartalsumsätzen verursacht.

Neben seinem Impfstoff für das Coronavirus dürfe sich das Unternehmen über eine große Produktpipeline freuen. Ob und wie diese in den nächsten Jahren Früchte tragen werde, werde sich zeigen.

Der World Health Organisation (WHO) zufolge sei Krebs einer der häufigsten Todesursachen weltweit. 2020 seien fast 10 Millionen Todesfälle in Verbindung mit jener Krankheit gebracht worden.

BioNTech sehe das körpereigene Immunsystem als den ausschlaggebenden Faktor für das Erzielen von Therapieerfolgen bei Krankheiten wie Krebs oder anderen Infektionskrankheiten. Dabei sollten die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers gestärkt werden, sodass die Krankheitserreger gezielt identifiziert und zerstört werden könnten.

Das Unternehmen lege den Fokus auf die Immuntherapie als eine Form der möglichen Krebstherapie. Dabei habe dieser Behandlungsansatz bereits Durchbrüche erzielen und bestimmten Patientengruppen geholfen werden können. Darüber hinaus würden auch prophylaktische Impfstoffe gegen gewisse Krebsformen wie beispielsweise Gebärmutterhalskrebs angestrebt.

Die Forschung und Entwicklungsarbeiten von BioNTech würden auf vier unterschiedlichen Wirkstofftechnologien aufbauen. Dazu würden die mRNA-basierten Therapien, Zelltherapien, sogenannte Small Molecules und Antikörper gehören. Jede dieser Technologien könne zu einem bestimmten Zweck entweder einzeln oder kombiniert eingesetzt werden.

Bei der mRNA gehe es darum, genetische Informationen an Zellen zu liefern, um die Produktion von Proteinen anzuregen mit Hinblick auf die Erzielung eines therapeutischen Zwecks.

Bei Zelltherapien sollten die sogenannten T-Zellen, welche der Immunabwehr dienen würden, eines Patienten so modifiziert werden, dass sie auf krebsspezifische Antigene abzielen würden.

Bei den Small Molecules handle es sich um chemische Verbindungen mit niedriger Molekülmasse. Diese würden das Rückgrat bei der Behandlung von Krankheiten bilden. Aufgrund der geringen Größe könnten sie gezielt in Gewebe eindringen und Zielstrukturen so modulieren, dass eine starke Immunantwort gegen Krebs möglich wäre. Auf diese Weise sollten die Therapiemöglichkeiten für Krebspatienten erweitert und bekannten Ausweichmöglichkeiten von Tumoren entgegengewirkt werden.

Bei den Antikörpern sei das Ziel des Unternehmens die körpereigene Immunantwort eines Patienten beispielsweise gegen Krebs zu modulieren.

Bis ein neues Arzneimittel auf den Markt komme, würden durchschnittlich zwölf Jahre vergehen. In diesem Zeitraum würden potenzielle Wirkstoffkandidaten eine Reihe von unterschiedlichen Prüfungsphasen durchlaufen. Insgesamt sei der Prozess der Entwicklung neuer Medikamente sehr aufwändig und von unsicherem Ausgang (Quelle: Novartis).

2023 erwarte BioNTech Neuigkeiten aus mehreren klinischen Studien im Krebsbereich und den Start von bis zu fünf klinischen Studien für Impfstoffkandidaten gegen weitere Infektionskrankheiten.

BioNTech leiste bei der Entwicklung von Therapien für Krebs Pionierarbeit. Das Unternehmen und dessen Forschungsteam sehe in der Grundlagenforschung und der Entwicklung von Immuntherapien seine Mission, um die Gesundheit der Menschen weltweit zu verbessern. Zum einen geschehe dies auf Basis seiner eigenen Herstellungskapazitäten zum anderen gemeinsam mit renommierten Kooperationspartnern aus der Industrie. Mit namhaften Konzernen wie Genmab, Sanofi, Genentech, Regeneron und Pfizer entwickele das Unternehmen verschiedene mRNA-Impfstoffkandidaten für verschiedene Infektionskrankheiten. Langfristig werde für BioNTechs weiteren Geschäftsverlauf die Entwicklung der Produktepipeline neben dem Corona-Impfostoff entscheidend sein. Dabei biete die starke Pipeline im Bereich der Onkologie großes Potenzial.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die 20,00% Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) Quanto auf BioNTech, Moderna sowie Pfizer. Der Basispreis betrage 100,00%, die Barriere 50,00%. Der aktuelle Verkaufspreis belaufe sich auf 100,00%. Die Laufzeit ende am 15.09.2023. (Stand: 09.11.2022)

Da der weitere Kursverlauf der Aktien von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. (Ausgabe November 2022) (10.11.2022/alc/a/a)
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DE000VV9FQA3 VV9FQA 103,33 € 100,00 €
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