Inflationsthema: Platz eins geht an die FED


05.09.22 09:45
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Anfang August notierte EUR/GBP noch bei Werten von 0,8340, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Innerhalb eines Monats habe die britische Währung zum Euro knapp 4% an Wert verloren. Zum US-Dollar sogar knapp 6%. Das sei für eine "westliche" Währung viel. Warum sehe der Devisenmarkt das Pfund derzeit kritisch? Die Antwort liefere die Notenbankpolitik. Man solle mit der Ausgangslage beginnen. Wie alle Industriestaaten habe auch England mit steigender Inflation zu kämpfen. Zuletzt habe der Inflationswert bei 10,1% gelegen. Die Bank of England (BoE, britische Notenbank) habe zuletzt den Leitzins auf "magere" 1,75% angehoben. Ein Tropfen auf den heißen Inflationsstein.

Die Rhetorik der BoE falle zum Thema Inflationsbekämpfung sehr defensiv aus. Der Fokus liege eindeutig auf der Konjunkturentwicklung. Man wolle durch ein zu schnelles Anheben der Zinsen die Wirtschaft nicht unnötig belasten. Und exakt das sei der Grund warum das Pfund im Vergleich zum US-Dollar und dem Euro auf der Verliererseite stehe. Es fehle die Zinsstory.

Speziell die US-Notenbank FED habe der Inflation den Kampf angesagt und habe bereits deutliche Zinserhöhungen in Aussicht gestellt. Die Europäische Zentralbank sei zwar im Vergleich zur US-Notenbank langsam aber immer noch fokussierter beim Inflationsthema als die Bank of England. Platz eins gehe an die FED, gefolgt von der EZB und erst zum Schluss komme die Bank of England. Analog sehe es mit der Währungsentwicklung aus. Charttechnisch seien in EUR/GBP Kurse bis 0,8720 möglich. Eine Chance für Pfund-Käufer. (05.09.2022/alc/a/a)




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