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Hoffnung auf ein Ende des FED-Zinserhöhungskurses setzt sich weiter durch


06.11.23 09:24
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Hoffnung auf ein Ende des Zinserhöhungskurses der FED setzte sich am Freitag gestützt von den US-Jobdaten weiter durch, so die Analysten der Nord LB.

Die internationalen Anleihemärkte hätten ihre Erholungsrally fortgesetzt.

Die US-Arbeitsmarktdaten für Oktober seien moderat(er) ausgefallen: Der Stellenaufbau entschleunige sich mit 150.000 neugeschaffenen Stellen. Die beiden Vormonate seien zudem um 100.000 herunter revidiert worden. Die Arbeitslosenquote habe leicht auf 3,9% angezogen, der Stundenlohnanstieg sei mit 0,2% M/M moderat ausgefallen und die Stundenzahl sei zurückgegangen. Im widrigen Umfeld mit gestiegenen Zinsen laufe der Job-Motor solide - aber offenbar nicht mehr ganz so rund.

Die rückläufige Dynamik bestätige, dass die 525Bp-Zinsanhebungen langsam auf dem Arbeitsmarkt anzukommen scheinen. Zudem seien die Wirkungsverzögerungen in der Geldpolitik noch zu berücksichtigen. Die Federal Reserve stehe damit nicht mehr unter Handlungsdruck. Sie sollte jetzt abwarten, um das Risiko einer "härteren Konjunkturlandung" nicht noch zu erhöhen.

Der Datenkalender in den kommenden Tagen lasse nur wenige Impulse von dieser Seite für die Finanzmärkte erwarten. So kämen aus den USA allein eher nur "zweitrangige" Indikatoren auf den Tisch. Und in Deutschland stünden zwar die eigentlich interessanten Zahlen zu den Auftragseingängen heute und der Industrieproduktion morgen an, aber erstens seien diese Daten traditionell höchst volatil von Monat zu Monat und zweitens für den weit zurückliegenden Monat September.

Spannender könnten heute die Veröffentlichungen zur Stimmung von Sentix werden - bekanntermaßen der Vorlaufindikator für den ZEW und den ifo-Index. Auch die europäischen Einzelhandelsumsätze am Mittwoch könnten einen Blick wert sein. Zudem stünden einige Reden hochrangiger NotenbankerInnen an. (06.11.2023/alc/a/a)